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Autor: Daniela Schreiber
Autor: Daniela Schreiber

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz
Aktualisiert:

Symptome & Beschwerden in den Wechseljahren

Hitzewallungen, Brustspannen, unregelmäßige Regelblutungen und Stimmungsschwankungen sind nur ein paar der bekannten Symptome & Beschwerden in den Wechseljahren.

In einem durchschnittlichen Alter zwischen 40 und 50 Jahren setzen bei den meisten Frauen die Wechseljahre ein. Während der Wechseljahre (Klimakterium) wird die Produktion der weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron nach und nach eingestellt.

Diese Umstellung bleibt nicht ohne Folgen, es treten zahlreiche Symptome auf.

Am Ende der Wechseljahre steht die Menopause. Die Menopause bezeichnet den Zeitpunkt der letzten Menstruation. Bis zu diesem Zeitpunkt, und oft auch darüber hinaus, zeigen sich verschiedene Symptome, die durch den ins Ungleichgewicht geratenen Hormonhaushalt ausgelöst werden.

Nicht selten wird eine Hormontherapie eingesetzt, um besonders schwere Symptome während der Wechseljahre zu lindern.

  • Im folgenden nennen wir die bekanntesten Anzeichen & Symptome der Wechseljahre.
Kurze Fragen & Antworten

Das erste spürbare Symptom der Wechseljahre ist bei vielen Frauen eine unregelmäßige Regelblutung. Die Zyklusstörungen entstehen aufgrund der geringeren Produktion des Hormons Progesteron. Später nimmt auch die Östrogenproduktion ab. Die Zyklusstörungen machen eine vormals verlässliche Körperfunktion plötzlich unberechenbar.

Ja und nein. Die Periode kann in kürzeren oder längeren Abständen auftreten, ganz ausbleiben, schwach oder sehr stark ausfallen. Auch Zwischenblutungen sind nicht ungewöhnlich.

Leider ja, Hitzewallungen treten am zu Beginn der Wechseljahre am häufigsten auf. Die Schübe der Hitzewallungen können unterschiedlich stark ausfallen. 

Leider gehören auch Stimmungsschwankungen zu den häufigsten Symptomen der Wechseljahre. Diese können unterschiedlich stark und zu unterschiedlichen Zeitpunkten ausfallen.

Auch eine vaginale Trockenheit kann in den Wechseljahren auftreten. Die Scheidentrockenheit gilt als besonders unangenehm, da sie nicht nur das Sexualleben beeinflusst, sondern auch im Alltag oder beim Sport sehr unangenehm sein kann. 

Auch eine schwache Blase kann in den Wechseljahren zur Qual werden. Die Blasenschwäche kann sogar bis zur sozialen Isolation beitragen. Jedoch gibt es sehr gute Inkontinenzeinlagen, mit deren Hilfe Frauen ihr gesellschaftliches Leben auch mit Blasenschwäche weiterführen können.

Ja, leider treten auch vermehrt Burstschmerzen und ein Brustspannen in den Wechseljahren auf. Ausgelöst durch die schwankenden Hormonwerte lagert sich Wasser im Brustgewebe ein und sorgt dort für Spannungsgefühle und Schmerzen.

Ja, leider steigt das Risiko für Arteriosklerose während der Wechseljahre an. Das kann im Schlimmsten Fall in einem Schlaganfall oder Herzinfarkt enden. Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle und ein gesunder Lebenswandel können dabei helfen, das Risiko für eine Arteriosklerose auch in den Wechseljahren gering zu halten.

 

Oft wird eine Hormonersatztherapie verschrieben um dieses Risiko zu senken.

Ja, leider ist eine Gewichtszunahme möglich. So führt der Östrogenmangel in den Wechseljahren unter anderem auch häufig zu einer Gewichtszunahme. Sport und ein gesundes Gewicht können Wechseljahresbeschwerden positiv beeinflussen.

Ja, auch die Knochen leiden unter einem Hormonmangel. Viele Frauen in den Wechseljahren leiden somit auch unter Osteoporose. 

Inhalt:
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    Arteriosklerose während der Wechseljahre

    Die meisten Wechseljahresbeschwerden werden durch die Veränderung des Hormonhaushaltes im weiblichen Körper verursacht. Dabei zeigt sich, dass vor allem der sinkende Östrogenspiegel auch einen Einfluss auf die Herzgesundheit bei Frauen haben kann.

    Experten gehen davon aus, dass das weibliche Hormon Östrogen einen gefäßschützenden Effekt hat. In verschiedenen Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass es in den Arterien Rezeptoren für das Hormon Östrogen gibt. Das Östrogen sorgt dort dafür, dass die Gefäße geweitet werden und das Blut ungehemmt zirkulieren kann. Durch die sinkenden Östrogenwerte in den Wechseljahren, fällt dieser Gefäßschutz allmählich weg. Das Risiko für eine Arterienverkalkung wächst.

    Der sinkende Östrogenspiegel kann sich aber nicht nur direkt auf die Gefäßwände auswirken. Auch die anderen typischen Symptome der Wechseljahre können die Entstehung einer Arteriosklerose begünstigen. So trägt der sinkende Spiegel des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen auch dazu bei, dass Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes leichter entstehen können.

    Was ist Arteriosklerose überhaupt?

    Bei der Arteriosklerose handelt es sich um eine Vernarbung der Arterien.

    Dort, in den wichtigen „Zuleitungen“, die alle unsere Organe und Gewebezellen mit lebenswichtigen Nährstoffen und Sauerstoff versorgen, lagern sich unter anderem cholesterinhaltige Partikel (Fette) ab.

    Die lebenswichtigen „Transportwege“ werden dadurch immer undurchlässiger. Die Gefahren & Folgen steigen durch eine Arteriosklerose deutlich an.

    arteriosklerose

    Die Diagnose Arteriosklerose löst bei den meisten Menschen nicht sofort Panik aus. Allerdings gehören Gefäßverkalkungen zu den häufigsten Todesursachen in der westlichen Welt. Denn durch die verengten Gefäße kann es im schlimmsten Fall zu Schlaganfällen oder einen Herzinfarkt kommen.

    Die Arteriosklerose kann viele Ursachen haben. Zum Beispiel wurde in einer Studie erwiesen, dass eine genetische Veranlagung diese Erkrankung begünstigt. Das gilt interessanterweise vor allem für Menschen der westlichen Hemisphäre. Menschen mit asiatischer Herkunft weisen diese genetische Veranlagung nicht auf. Es ist davon auszugehen, dass aus diesem Grund in den asiatischen Ländern wesentlich weniger Menschen an einer Herz-Kreislauferkrankung sterben.

    Des Weiteren gibt es einige Risikofaktoren, die die Entstehung der Gefäßverkalkung fördern. Dazu zählen vor allem das Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, Diabetes oder Bluthochdruck.

    Die Arteriosklerose ist eine sehr tückische Erkrankung, da sie sich über Jahrzehnte unbemerkt im Körper entwickeln kann. Viele Betroffene spüren die Folgen der Erkrankung erst in einem späten Stadium. Dabei hängen die Beschwerden damit zusammen, welcher Bereich von der Arterienverkalkung betroffen ist.

    Bei verengten Herzkranzgefäßen kann es zum Beispiel zu einem Gefühl der Enge in der Brust kommen. Sind die Gefäße in den Beinen oder im Becken betroffen, dann sind schmerzende Beine ein Warnsignal. In diesem Zusammenhang wird auch von der „Schaufensterkrankheit“ gesprochen, weil die Betroffenen öfter Pausen beim Gehen einlegen müssen, damit die Schmerzen aufhören.

    Verengte Gefäße in den Nieren können sich unter anderem durch Bluthochdruck bemerkbar machen. Auch eine eingeschränkte Nierenfunktion bis hin zum Nierenversagen kann durch eine Arteriosklerose verursacht werden.

    Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Studien, die sich mit der Auswirkung einer Hormontherapie auf die Gefäßgesundheit von Frauen in und nach den Wechseljahren beschäftigen.

    Fest steht, dass der Mangel an Östrogenen die Entstehung von koronaren Herzerkrankungen begünstigen kann. Allerdings sind sich die Experten nicht ganz einig darüber, inwieweit die Verabreichung von künstlichen Hormonen das Risiko solcher Erkrankungen senken kann.

    Die Studien haben bisher gezeigt, dass gesunde Frauen, die frühzeitig mit einer Östrogentherapie begonnen haben, später weniger häufig eine Thrombose, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt bekommen haben.

    Bei Frauen, die bereits an einer Arterienverkalkung leiden, kann die Medikation mit Hormonen hingegen gefährlich werden.

    Wird dann nämlich mit einer Hormonersatztherapie begonnen, dann können die Östrogene dafür sorgen, dass sich die Ablagerungen in den Arterien lösen und die Blutgefäße im Herz oder im Hirn verstopfen. Die Folge sind ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall.

    Die Hormonersatztherapie kann sich nur dann positiv auf die Gesundheit der Gefäße auswirken, wenn die Frau zu einem möglichst frühen Zeitpunkt in ihren Wechseljahren damit beginnt. Wichtig ist auch, dass zum Beginn der Therapie keine (beginnende) Arteriosklerose diagnostiziert wurde.

    Osteoporose Risiko in den Wechseljahren

    • Es ist erwiesen, dass Osteoporose vor allem Frauen in oder nach den Wechseljahren betrifft.

    Hierbei wird von einer postmenopausalen Osteoporose gesprochen. Der Grund dafür ist der Rückgang der weiblichen Geschlechtshormone. Vor allem das Östrogen spielt bei der Entstehung von Knochenschwund eine Rolle.

    Das Östrogen ist maßgeblich für den Erhalt der Knochensubstanz verantwortlich. Bei Männern trifft dies auf das Sexualhormon Testosteron zu. Denn das Östrogen hat einen unmittelbaren Einfluss auf die Regulierung des Vitamin D und des Hormons Calcitonin. Diese beiden Botenstoffe sind essentiell für die Bildung von Knochensubstanz.

    Sinkt der Östrogenspiegel in den Wechseljahren, dann werden die für den Aufbau der Knochen so wichtigen Botenstoffe nicht mehr in ausreichender Menge produziert. Die Knochen werden schwächer.

    Was genau ist eigentlich Osteoporose?

    Bei der Osteoporose handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung, die vor allem Frauen betrifft aber auch bei Männern vorkommt. Eine weitere Bezeichnung für die Osteoporose ist auch Knochenschwund.

    Ursache für die Erkrankung ist ein zunehmendes Ungleichgewicht beim Knochenaufbau und Knochenabbau.

    Während des Wachstums und im jungen Erwachsenenalter wird die Knochensubstanz in einem regelmäßigen Zyklus in gleichem Maße ab- und wieder aufgebaut.

    Mit zunehmendem Alter kommt dieser Rhythmus jedoch aus dem Takt. Der Aufbau von Knochensubstanz dauert deutlich länger, während der Abbau der Knochensubstanz immer weiter fortschreitet.

    Sofern die Knochendichte nicht prophylaktisch im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig gemessen wird, fällt der Knochenschwund oft erst auf, wenn ein Knochen ohne ersichtlichen Grund bricht (Ermüdungsbruch).

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    Schon geringste Belastungen reichen bei der Osteoporose aus, um einen Knochen brechen zu lassen. Besonders anfällig für Brüche sind die Wirbelkörper.

    Die Entstehung von Knochenschwund wird durch verschiedene Faktoren begünstigt:

    • Kalziumarme Ernährung (vor allem im Alter)
    • Bewegungsmangel
    • ein Mangel an Vitamin D (durch falsche Ernährung)
    • zu phosphatreiche Ernährung
    • übermäßiger Genuss von Alkohol und Nikotin
    • exzessive Diäten mit Gebrauch von Abführmitteln

    In einigen Familien tritt die Erkrankung gehäuft unter den Familienmitgliedern auf. Experten gehen daher davon aus, dass bei der Entstehung von Osteoporose auch genetische Faktoren eine Rolle spielen können.

    Die Entstehung von Osteoporose kann auch durch andere Grunderkrankungen ausgelöst werden:

    • Überfunktion der Schilddrüse
    • Überfunktion der Nierennebenrinde
    • Unterfunktion der Geschlechtsdrüsen (Eierstöcke)
    • Diabetes Typ I
    • rheumatische Erkrankungen
    • Magen- Darmerkrankungen
    • ausgeprägte Nierenschwäche

    Der Entstehung von Knochenschwund kann schon in jungen Jahren vorgebeugt werden. Besonders wichtig ist eine kalziumreiche Ernährung. Milchprodukte oder auch kalziumreiches Wasser sind hierfür gut geeignet.

    Wichtig ist auch die Aufnahmen von Vitamin D. Darüber hinaus kann man auch mit regelmäßigem Sport dem Abbau der Knochensubstanz entgegenwirken.

    Bei einer Osteoporose, die durch eine andere Grunderkrankung (zum Beispiel Schilddrüsenüberfunktion oder Diabetes) ausgelöst wird, ist es wichtig, zunächst die Grunderkrankung zu therapieren.

    Handelt es sich um eine Osteoporose, bei der der sinkende Hormonspiegel aus Auslöser gilt, dann kann das Fortschreiten des Knochenschwundes durch die Gabe von Hormonen verlangsamt werden. Die Hormontherapie wird vom Arzt unter Berücksichtigung des persönlichen Risikos der Patientin erstellt.

    Werden die Patientinnen mit körperähnlichen Hormonen im Rahmen einer transdermalen Hormontherapie (Wirkstoffaufnahme über die Haut) behandelt, dann sind die Risiken für gesundheitsschädigende Nebenwirkungen besonders gering.

    Starke Hitzewallungen in den Wechseljahren

    • Der Begriff Hitzewallungen ist für viele Frauen fast schon ein Synonym für Wechseljahre.
    Die Hitzewallungen gehören zu den gängigsten Symptomen des Klimakteriums. Die meisten Frauen klagen während ihrer Wechseljahre über Schweißausbrüche oder ein errötetes Gesicht. Wobei die Beschwerden nicht bei jeder Frau gleichermaßen stark ausgeprägt sind. In besonders schlimmer Ausprägung können die Symptome die Lebensqualität der Frau stark beeinflussen.
    Die hormonellen Veränderungen innerhalb des Körpers verlaufen bei jeder Frau anders. Daher sind auch die Beschwerden bei jeder Frau unterschiedlich stark ausgeprägt. Bei manchen Frauen äußern sich die Hitzewallungen lediglich in Form einer leichten Hitze, während andere Frauen unter starken Schweißausbrüchen und starkem Erröten der Gesichtshaut leiden.
    Hitzewallungen gehören zwar zu den typischen Wechseljahresbeschwerden, das bedeutet jedoch nicht, dass sie auch schon zu Beginn des Klimakteriums auftreten müssen. Wenn die Hitzewallungen allerdings von Beginn an auftreten haben Frauen in der Regel auf länger damit zu kämpfen. Die Symptome von Schweißausbrüchen, erröteter Gesichtshaut und Hitzewallungen können zwischen 7 und 10 Jahren anhalten.
    Es gibt allerdings die Erkenntnis, dass bei Frauen, die erst sehr spät in ihren Wechseljahren mit den Symptomen der Hitzewallungen zu kämpfen hatten, die Dauer der Symptomatik häufig deutlich kürzer ausfällt. Bei Frauen mit „späten Hitzewallungen“ ist eine durchschnittliche Dauer von vier Jahren nicht unüblich.

    Warum treten die Hitzewallungen auf?

    Hitzewallungen können begünstigt werden durch:
    • Stress & überhitze Räumlichkeiten
    • Übergewicht, Nikotin & Alkoholkonsum
    • Genetische Faktoren

    Üblicherweise ist es die nachlassende Produktion der Geschlechtshormone Östrogen, Progesteron und Gestagen, die für die Beschwerden in den Wechseljahren verantwortlich sind. Der unausgewogene Hormonhaushalt ist auch der Auslöser der lästigen Hitzewallungen.

    Die Hormone haben also eine unmittelbare Auswirkung auf die Entstehung, Ausprägung und Dauer der Wechseljahressymptome. Darüber hinaus gibt es aber auch noch andere Faktoren, die Hitzewallungen begünstigen können.

    • Hitzewallungen können mit einer Hormonersatztherapie behandelet werden.
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    Harninkontinenz während der Wechseljahre

    • Blasenschwäche kann unabhängig von den Wechseljahren auch schon in jüngeren Jahren auftreten

    Für eine Harninkontinenz kann auch der veränderte Hormonhaushalt in den Wechseljahren verantwortlich sein. Vor allem der sinkende Östrogenspiegel wirkt sich nach Ansicht der Mediziner negativ auf die Blase aus.

    Der Mangel an dem weiblichen Geschlechtshormon hat unter anderem zur Folge, dass sich die Schleimhäute in der Harnröhre und in der Blase zurückbilden. Dadurch reagiert die Blase zunächst mit verstärkter Sensibilität auf verschiedene Reizstoffe im Urin. Die Frau verspürt dadurch einen häufigeren Harndrang.

    Des weiteren wird auch das Bindegewebe  in den Wechseljahren schwächer, welches eine wichtige Stütz- und Haltefunktion für alle unsere Organe darstellt. Dadurch kann es zu einer Senkblase kommen. Dies wiederum zieht eine Krümmung der Harnröhre nach sich, wodurch der Schließmuskel der Blase seine Arbeit nicht wie gewohnt verrichten kann. Die Folge ist Harninkontinenz.

    Nicht nur Hormone sind Schuld an der Blasenschwäche

    Neben dem veränderten Hormonhaushalt im Klimakterium sorgt oft auch eine schwache Beckenbodenmuskulatur für den unfreiwilligen Harnabgang. Empfehlenswert ist in diesen Fällen die Stärkung durch Beckenbodentraining.

    Blasenentzündungen sind wahrscheinlicher

    Zur Blasenschwäche gesellt sich in den Wechseljahren auch häufiger eine Blasenentzündung. Bedingt durch den sinkenden Hormonspiegel und der damit verbundenen Schwächung der Schleimhäute, sind diese nun wesentlich anfälliger für Viren und Bakterien.

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    Die Ursachen für eine Harninkontinenz können sehr vielfältig sein. So gibt es beispielsweise die sogenannte Belastungsinkontinenz. Hier wird, verursacht durch eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur, die Harnröhre nicht mehr richtig verschlossen. Das führt dazu, dass bei Belastung, wie durch Husten, Sport oder Lachen, der Urin nicht mehr in der Blase gehalten werden kann.

    Durch Verletzungen, Entzündungen der Harnwege, Operationen oder anderen Erkrankungen kann es auch zu einer Dranginkontinenz kommen. Hierbei ziehen sich die Muskeln der Blase unkontrolliert zusammen, wodurch ein starker Harndrang entsteht und es zu unfreiwilligem Harnverlust kommt.

    Bei der Überlaufinkontinenz staut sich der Urin in der Blase bis er buchstäblich überläuft oder die Blase entleert sich nicht vollständig und der Urin läuft dann tröpfchenweise aus. Die Ursachen hierfür sind meist eine Veränderung in der Harnröhre oder ein Nervenschaden. Die Überlaufinkontinenz tritt vor allem bei Männern auf.

    Bei einer Schädigung des Rückenmarks oder des Gehirns kann es zu einer Reflexinkontinenz oder funktionalen Inkontinenz kommen. Hier lässt sich die Blasenfunktion nicht mehr kontrollieren.

    Bei einer leichten Harninkontinenz können Frauen mit den entsprechenden Hygieneartikeln nahezu uneingeschränkt am Leben teilnehmen.

    Es ist wichtig, dass Frauen zum richtigen Inkontinenzmaterial greifen. Slipeinlagen oder Damenbinden, die für die Periode verwendet werden, sind für den Einsatz bei Inkontinenz denkbar schlecht geeignet. Denn die Produkte können den Urin nicht im Material binden. Dadurch kann es zu einer unangenehmen Geruchsentwicklung kommen.

    Es gibt spezielle Inkontinenzeinlagen und Windelhöschen, die je nach Stärke größere Mengen Urin oder auch kleinere Tröpfchen aufnehmen können.

    Für Frauen empfiehlt es sich schon frühzeitig damit zu beginnen, ihre Beckenbodenmuskulatur zu kräftigen. Entsprechende Übungen werden unter anderem in Kursen vermittelt.

    Neben der Kräftigung des Beckenbodens kann auch eine Gewichtsreduzierung hilfreich sein. Denn ein zu hohes Gewicht stellt eine zusätzliche Belastung für den Beckenboden dar.

    Unter bestimmten Umständen kann es auch sinnvoll sein, der Blasenschwäche mithilfe einer Hormontherapie zu begegnen, um die Defizite des Körpers auszugleichen. Grundsätzlich sollte diese Möglichkeit aber nicht zuerst in Betracht gezogen werden. Viel wichtiger sind ein gesunder Lebensstil, ein normales Gewicht, Sport und eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme.

    Brustspannen & Brustschmerzen

    • Das Gefühl von Brustspannen ist den meisten Frauen noch aus der Pubertät bekannt.

    Durch die hormonelle Veränderung in dieser Zeit und dem damit einhergehenden Wachstum der Brust entstehen fast immer stechende, ziehende oder spannende Schmerzen. Ein ähnliches Phänomen kann auch während der Wechseljahre wieder auftreten.

    Des weiteren wird auch das Bindegewebe  in den Wechseljahren schwächer, welches eine wichtige Stütz- und Haltefunktion für alle unsere Organe darstellt. Dadurch kann es zu einer Senkblase kommen. Dies wiederum zieht eine Krümmung der Harnröhre nach sich, wodurch der Schließmuskel der Blase seine Arbeit nicht wie gewohnt verrichten kann. Die Folge ist Harninkontinenz.

    Wo zeigen sich die Brustschmerzen?

    Die Beschwerden können in nur einer Brust oder in beiden Brüsten auftreten. Der Schmerz wird als stechend oder ziehend beschrieben. Auch eine erhöhte Berührungsempfindlichkeit wird oft beklagt, sowie das Gefühl, dass die Brüste größer geworden sind.

    Bekannt aus den Zyklusbeschwerden

    Ähnliche Symptome sind auch bei Frauen während ihres regulären Zyklus nicht unnormal. Hier stellen sich die Symptome oft kurz vor der Menstruation ein. Verantwortlich dafür ist der sich im Laufe des Zyklus verändernde Hormonspiegel.

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    In den Wechseljahren ist der Rückgang der weiblichen Geschlechtshormone für die Symptome verantwortlich. Im Speziellen ist hier der Rückgang des Hormons Progesteron zu benennen. Das Hormon wird in den Eierstöcken produziert. Mit der nachlassenden Eizellenproduktion sinkt dann allmählich auch der Progesteronspiegel.

    Das Hormon Östrogen wird jedoch noch weiter produziert (wenn auch in nachlassender Größenordnung). Dadurch ist das Östrogen in den Wechseljahren dominant. Diese Dominanz des Östrogens führt dazu, dass sich vermehrt Wasser im Brustgewebe einlagern kann. Das führt dann zu den beschriebenen Symptomen.

    Während des regulären Zyklus wird durch das Hormon Progesteron eine östrogenbedingte Einlagerung von Wasser im Brustgewebe verhindert oder verringert.

    Schon bei herkömmlichen Zyklusbeschwerden greifen viele Frauen auf natürliche Mittel zurück. Das ist auch bei den Wechseljahressymptomen gut möglich. Oftmals wird bei Brustbeschwerden der Mönchspfeffer (Agnus castus) eingesetzt. Dieses Hausmittel kann zum Beispiel in Form von Tee eingenommen werden.

    Beim Einsatz von Hausmitteln ist es wichtig, dass sie regelmäßig eingenommen werden. Findet die Einnahme von Hausmitteln immer nur dann statt, wenn die Beschwerden akut sind, sind die Aussichten auf eine nachhaltige Verbesserung der Symptome geringer.

    Bei anhaltenden Schmerzen in der Brust sollten Frauen grundsätzlich einen Arzt aufsuchen. Denn hinter den Schmerzen kann sich neben den vergleichsweise harmlosen Symptomen einer hormonellen Veränderung auch um ernsthafte Erkrankungen handeln. Stichwort Brustkerbs.

    Treten vermehrt Schmerzen in der Brustmitte auf, dann kann es sich um eine Herzerkrankung handeln. Auch Schmerzen beim Atmen können darauf hindeuten. Diese Symptome können aber auch von harmlosen Muskelverspannungen ausgelöst werden.
     

    Scheidentrockenheit vor allem in der Menopause

    • Scheidentrockenheit zeigt sich in den letzten Jahren der Wechseljahre, der Menopause.
    • Hinter einer vaginalen Trockenheit verbirgt sich primär eine Trockenheit der Schamlippen und der Scheide. 
    • Der medizinische Fachbegriff lautet: vaginalen Atrophie
    Weitere Symptome der vaginalen Atrophie:
    • Juckreiz und Brennen
    • Mikrorisse in der Schleimhaut der Scheide
    • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Sport

    Die Scheidentrockenheit wirkt sich mit zunehmendem Verlauf häufig negativ auf das Sexualleben der Frau aus. Die fehlende Feuchtigkeit, die dünner gewordene, oft durch Mikrorisse beschädigte Schleimhaut führen zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Auch Blutungen sind dabei nicht ungewöhnlich. Die Lebensqualität der Frau und die Partnerschaft leiden unter diesem Wechseljahressymptom oft besonders stark.

    Warum entsteht die Scheidentrockenheit?

    In der Scheidenwand befinden sich Rezeptoren, die das Östrogen aufnehmen. Das Östrogen sorgt dort für eine gute Durchblutung, den Aufbau von neuen Zellen und Feuchtigkeit. Lässt nun im Zuge des Klimakteriums die Östrogenproduktion nach, lassen auch die Produktion neuer Zellen, die Durchblutung und die Feuchtigkeitsversorgung nach.

    Gleitgel als Behandlung?

    Um die Einschränkungen im Sexualleben so gering wie möglich zu halten, greifen viele Frauen zu einem Gleitgel. Diese Mittel können die Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs zwar lindern, dienen jedoch lediglich der vorübergehenden Befeuchtung.

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    Östrogenmangel wirkt sich auch auf das Scheidenmilieu aus

    Der pH-Wert in der Scheidenflüssigkeit ist normalerweise niedrig, sodass gewöhnlich ein saures Milieu in der Scheide herrscht. Mithilfe dieser sauren Scheidenflüssigkeit kann sich der Körper gut vor Infektionen schützen. Lässt die Östrogenproduktion während des Klimakteriums nach, dann steigt auch der pH-Wert in der Scheide an. Die Folge davon sind häufigere Infektionen.

    Da die Scheidentrockenheit durch einen Östrogenmangel verursacht wird, kann sie auch gut durch die Gabe von Östrogenen behandelt werden.

    Soll eine Hormonersatztherapie Anwendung finden, dann muss immer das gesamte Beschwerdebild der Frau berücksichtigt werden. Zudem müssen auch andere Grunderkrankungen oder Risikofaktoren der Frau abgeklärt werden, damit eine individuelle, wirksame und risikoarme Behandlung stattfinden kann.

    Bei Scheidentrockenheit in den Wechseljahren und nach der Menopause hat sich die lokale Hormontherapie als besonders effizient erwiesen. Bei dieser Behandlungsmethode wird ein natürliches Östrogen (Estriol) in Form von Salbe, Gel oder Vaginalzäpfchen direkt in der Scheide angewendet. Dort hilft das Hormon dabei, die Beschwerden zu lindern. Gleichzeitig ist der Einfluss des Östrogens auf den Rest des Körpers durch die lokale Behandlung gering. Zumal diese Behandlungsform eine geringe Dosierung erlaubt, wodurch die Risiken von Nebenwirkungen minimal sind.

    Stimmungsschwankungen während der Wechseljahre

    • Die Wechseljahre machen sich auch auf die Psyche und die Stimmung bemerkbar.
    Weitere Symptome Stimmungsschwankungen:
    • Antriebslosigkeit
    • Schlafstörungen
    • Ängste & Verwirrtheit

    Mal „einen schlechten Tag“ zu haben, das kennt sicher jeder. Wenn das Leben jedoch plötzlich zu einer emotionalen Achterbahnfahrt wird, dann liegt das vor allem bei Frauen ab einem Alter von durchschnittlich 45 Jahren an den Wechseljahren.

    Die Stimmungsschwankungen zeigen sich häufig in Form von einer ständigen Gereiztheit oder einer plötzlichen aggressiven Stimmung. Dazu gesellen sich nicht selten dann auch noch depressive Verstimmungen, die bis zu einer ernsthaften Depression führen können.

    Warum treten die Stimmungsschwankungen auf?

    Hormonschwankungen sind der Auslöser

    Mit dem Beginn der Wechseljahre lässt zunächst die Produktion des Progesterons nach. Das führt zu einem Ungleichgewicht im Hormonspiegel und wirkt sich (unter anderem) auf die Stimmung der Frau aus. Der Mangel des Hormons Progesteron wird von Frauen in den Wechseljahren ähnlich empfunden, wie in einem normalen Zyklus kurz vor der Regelblutung. Auch dann sorgt ein unausgeglichener Hormonspiegel häufig für Stimmungsschwankungen. Allerdings gerät der Hormonspiegel während des Klimakteriums deutlich stärker und häufiger aus dem Gleichgewicht.

    • Veränderter Hormonhaushalt und veränderte Lebensumstände treffen aufeinander

    Die durch den veränderten Hormonhaushalt ausgelösten Verstimmungen werden bei Frauen im mittleren Alter oftmals auch durch die Lebensumstände verstärkt. Veränderungen in der Partnerschaft, die erwachsenen Kinder, die das Haus verlassen oder der Tod der eigenen Eltern stellen gravierende Einschnitte im Leben dar, die besonders oft in der Lebensphase der Frau eintreffen, in der sich auch die Wechseljahre einstellen.

    Abgesehen den unmittelbaren Folgen der hormonellen Umstellung kann auch die Tatsache nun nicht mehr fruchtbar zu sein, eine große emotionale Herausforderung für die Frau bedeuten. Ein wichtiger Lebensabschnitt neigt sich damit dem Ende zu. Besonders Frauen, die relativ jung in die Wechseljahre kommen, und mit dem Thema Familienplanung noch nicht abgeschlossen haben, können emotional stark unter den Wechseljahren leiden.

    Schlaflosigkeit als Folge

    Die Veränderung des Hormonspiegels wirkt sich bei vielen Frauen auch auf den Schlaf aus. Viele Frauen klagen über Beschwerden beim Einschlafen. Auch werden sie nachts häufig wach und können dann nicht mehr einschlafen. Die häufige Schlaflosigkeit sorgt dann am Tag für Abgeschlagenheit, Gereiztheit und Antriebslosigkeit. Zudem leidet auch die Konzentrationsfähigkeit der Frau unter dem Schlafentzug. Die Schlaflosigkeit während der Wechseljahre wird in vielen Fällen auch durch nächtliche Hitzewallungen ausgelöst.

    stimmungsschwankungen-wechseljahre

    In einer Partnerschaft kann vor allem der offene Umgang mit den Veränderungen im eigenen Körper sehr hilfreich sein. Die häufigen Stimmungsschwankungen können eine Partnerschaft unter Umständen stark belasten. Daher ist es hilfreich, wenn der Partner Verständnis für die Situation seiner Frau aufbringen kann.

    Bei Frauen, die mit Anfang 50 voll im Leben stehen, gehört Hektik zum Alltag. Die klimakterischen Beschwerden, die sich in dieser Lebensphase einstellen, machen den Alltag darüber hinaus oft doppelt anstrengend. Daher ist es für Frauen sehr wichtig, dass sie sich einen Ausgleich zum Alltag schaffen.

    Bewegung hat sich bei der Bekämpfung und Vorbeugung verschiedener Wechseljahresbeschwerden bewährt. So kann mit regelmäßigem Sport nicht nur der für die Wechseljahre typischen Gewichtszunahme begegnet werden, sondern auch depressiven Verstimmungen und Aggressionen. Daneben sind auch Entspannungstechniken aus dem Yoga, autogenes Training oder Meditation probate Mittel, um ausgeglichener durch die Wechseljahre zu kommen.

    Hormonersatztherapien können gegen fast alle Beschwerden in den Wechseljahren eingesetzt werden. Im Falle von Stimmungsschwankungen wird häufig eine Kombinationstherapie mit Progesteron und Östrogen angewendet.

    Schlafstörungen, die bekanntermaßen eine große Auswirkung auf die allgemeine Leistungsfähigkeit und Stimmungslage haben, konnten besonders gut mit einer abendlichen Einnahme von Progesteron behandelt werden. Eine Kombination mit dem Hormon Östrogen hilft dabei, auch andere klimakterische Beschwerden zu lindern. Zudem kommt die Kombinationstherapie auch bei den Frauen zum Einsatz, deren Gebärmutter noch nicht entfernt wurde.

    1. Premature ejaculation: A comparative analysis between yoga and stop-start method – Makwana J J, Patil P J | www.researchgate.net
    2. How To Do The Start And Stop Method Step By Step | www.risingmaster.com
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