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Autor: Daniela Schreiber
Autor: Daniela Schreiber

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz
Aktualisiert:

Wechseljahre - Was kann man tun?

Die Beschwerden & Intensität der Wechseljahre sind von Frau zu Frau unterschiedlich. Dementsprechend gibt es auch kein allgemein gültiges Patentrezept für die erfolgreiche Behandlung der Wechseljahresbeschwerden. Es gibt allerdings individuelle Therapien, Medikamente und Tipps für den Alltag mit den Wechseljahren.

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    Bevor die Behandlung der Wechseljahre beginnt

    Welche Behandlung gegen die Wechseljahresbeschwerden infrage kommt, wird individuell entschieden.

    Zunächst einmal gilt es durch verschiedene Untersuchungen herauszufinden, ob bei der Frau bestimmte Grunderkrankungen (zum Beispiel Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes oder auch starkes Übergewicht) vorliegen. Ferner muss auch abgeklärt werden, ob es aufgrund familiärer Vorbelastung ein erhöhtes Risiko für bestimmte Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Krebs gibt.

    Zu guter Letzt spielen selbstverständlich die individuellen Wechseljahresbeschwerden der Frau eine Rolle. Hier gilt es zu erörtern, welche Symptome der Wechseljahre sich im Einzelnen zeigen und wie stark sie die Frau belasten. Aus all diesen Faktoren kann der Arzt zusammen mit der Frau eine individuelle Hormontherapie erstellen. Dabei wird immer der Nutzen-Risiko-Faktor für die Frau berücksichtigt.

    Letztendlich entscheidet aber jede Frau selber, ob sie eine Hormontherapie für sich in Anspruch nehmen möchte. Denn die Behandlung der Wechseljahre gilt als Lifestyle Anwendung und hat keine Lebensnotwendigkeit. 

    Individuelle Therapien für unterschiedliche Symptome

    Nicht jede Frau leidet gleichermaßen stark an den typischen Wechseljahresbeschwerden. Daher ist es nur sinnvoll, dass Frauen mit leichten Hitzewallungen ein deutlich niedriger dosiertes Präparat einnehmen als Frauen, die sehr stark unter den Hitzewallungen leiden.

    Pflanzliche Mittel bei geringen Beschwerden

    Frauen, die nur unter leichten Beschwerden der Wechseljahre leiden, entscheiden sich häufig für die Einnahme von pflanzlichen Präparaten. Die Wirksamkeit dieser sogenannten Phytoöstrogene konnte bisher jedoch nicht eindeutig belegt werden.

    Vaginale Trockenheit? Lokale Behandlung

    • Ein typisches Symptom der Wechseljahre ist die Scheidentrockenheit (vaginale Atrophie).

    Die vaginale Trockenheit in den Wechseljahren entsteht durch den sinkenden Östrogenspiegel. Der niedrige Spiegel führt dazu, dass sich die Scheidenwand zurückbildet. Neben einer trockenen Schleimhaut bringt das auch oft einen Juckreiz oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr mit sich.

    Die Scheidentrockenheit wird also, wie die meisten Symptome im Klimakterium, durch einen Östrogenmangel ausgelöst. Da liegt es nahe, dass sich diese Beschwerden durch die zusätzliche Gabe von künstlichen Östrogenen lindern oder vollständig beheben lassen.

    • Allerdings ist es in manchen Fällen durchaus sinnvoll auf eine lokale Therapie zurückzugreifen.

    Das ist vor allem dann der Fall, wenn die Beschwerden nur lokal auftreten. Bei Frauen, die im Rahmen ihrer Wechseljahre also vorrangig unter Beschwerden im Genitalbereich leiden, ist eine rein vaginale Behandlung eine gute Alternative zur Tabletteneinnahme.

    Hormontherapie - Die gängigste Behandlung

    • In erster Linie sind es die Wechseljahresbeschwerden, die eine Hormonersatztherapie sinnvoll erscheinen lassen.

    Bei diesen Beschwerden handelt es sich unter anderem um Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen oder auch um Nachtschweiß. Meistens sind diese Beschwerden auf einen verminderten Östrogenspiegel zurückzuführen, der durch Anwendung der Hormonersatztherapie wieder auf ein normales Maß angehoben werden kann. Durch den erhöhten Östrogenspiegel können die Symptome gelindert werden oder sogar vollkommen verschwinden.

    Wichtig ist im Zusammenhang mit der Hormonersatztherapie, dass die geeignete Therapie ausgewählt wird, da es verschiedene Therapieformen gibt. In erster Linie wird zwischen drei verschiedenen Behandlungsformen unterschieden.

    Die drei verschiedenen Therapieformen:
    • Kontinuierliche Hormonersatztherapie
    • Kombinierte Hormonersatztherapie
    • Zyklische Hormonersatztherapie

    Eine alleinige Östrogentherapie wird unter der Voraussetzung empfohlen, dass die Gebärmutter bereits entfernt worden ist.

    Im Gegensatz dazu ist eine zyklische Hormonersatztherapie in den meisten Fällen dann sinnvoll, falls die betroffenen Patientinnen noch eine Periode haben und unter den Symptomen der Wechseljahre leiden. In erster Linie sollten Betroffene Frauen die Wahl der passenden Hormonersatztherapie von Ihrem Lebensstil und Ihrem gesundheitlichen Zustand abhängig machen.

    Hormontherapie - Besser als der Ruf?

    Lange galt es dass eine Hormontherapie zu Brustkrebs, Thrombose, Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann. Diese Studien gelten als veraltet. Im Zuge der neuen Erkenntnisse wurde immer wieder darauf verwiesen, dass eine risikoarme Hormontherapie nur möglich ist, wenn sie frühzeitig begonnen wird. Zudem kommt es auch auf die Art, auf die Dosierung und auf die Darreichungsform an, wie verträglich eine Hormontherapie ist.

    Tipps gegen Hitzewallungen trotz Behandlung

    Die lästigen Hitzewallungen treten Schubweise auf, und meist dann, wenn man sie gerade gar nicht gebrauchen kann. Doch nicht immer ist es der reinen Willkür der Hormone zu verdanken, dass der Körper sich erhitzt und in Schweiß ausbricht. 

    Frauen, welche stark unter den Hitzewallungen leiden, sollten mögliche Auslöser von Hitzewallungen vermeiden. 

    Mögliche Auslöser von Hitzewallungen:

    Ernährung & Sport gegen Hitzewallungen

    Mit einer gesunden, leichten Ernährung wird der Körper entlastet. Das Gewicht kann reduziert werden und auch Sport ist so besser möglich. Und auch der Sport trägt zu einem besseren Körpergefühl bei. Zudem kann er auch bei Einschlafbeschwerden hilfreich sein, denn nächtliche Unruhe kann ebenfalls zu Hitzewallungen und anderen Beschwerden führen.

    Kleidung & Klima

    Die Kleidung kann nach dem Zwiebelprinzip gewählt werden. Auf diese Weise kann man auf eine einsetzende Hitzewallung schnell mit dem Ablegen eines Kleidungsstückes reagieren. Ohnehin sollte die Kleidung locker und luftig am Körper sitzen. Räume sollten gut gelüftet und nicht überheizt sein. Ein kühler Schlafraum (18 - 19 °) und atmungsaktive Bettwäsche können ebenfalls in der Nacht helfen.

    Tipps gegen Stimmungsschwankungen

    • Launenhaftigkeit und depressive Verstimmungen gehören zu den lästigsten Wechseljahresbeschwerden.

    Wenn der Hormonhaushalt im Rahmen der Wechseljahre aus den Fugen gerät, dann leidet auch die Psyche darunter.  Die willkürlichen Stimmungswechsel geschehen oft ohne erkennbaren Grund. Dabei schwankt die Stimmung in ganz unterschiedliche Richtungen.

    Die Stimmung kann zwischen folgenden Gefühlen schwanken:

    Um diesem Gefühlschaos Herr zu werden, hilft es, die Psyche mit verschiedenen Tricks direkt zu beeinflussen. Eine Kombination aus physischer Anspannung und psychischer Entspannung kann zu einem besseren Wohlbefinden führen. Zudem kann die Wahrnehmung des eigenen Körpers dadurch positiv beeinflusst werden.

    Yoga, Mediation & Entspannung

    Es ist sinnvoll Kurse für Yoga, Thai Chi oder andere Dinge zu belegen, die Körper und Geist wieder in Einklang bringen. Denn hier treffen Frauen oft „Leidensgenossinnen“ mit denen sie sich austauschen können. Zudem sorgen soziale Kontakte für mehr Kommunikation. Depressionen können so gemildert werden. Zu guter Letzt werden in Kursen wertvolle Tipps für die richtige Entspannung in jeder Lebenslage gegeben.

    Tipps gegen Scheidentrockenheit

    Eine weitere unangenehme Begleiterscheinung der Wechseljahre ist die Scheidentrockenheit. Doch mit ein paar einfachen Tricks lassen sich die durch den sinkenden Östrogenspiegel ausgelöste vaginale Trockenheit etwas abmildern.

    Tampons?

    Anstelle von Tampons nur noch Slipeinlagen verwenden.

    Intimhygiene?

    Zur Intimhygiene ausschließlich warmes Wasser benutzen und auf reizende Lotionen oder Gels verzichten.

    Unterwäsche?

    Hautfreundliche Baumwollunterwäsche tragen und auf Synthetikfasern verzichten.

    Sport?

    Sport fördert die Durchblutung – auch im Unterleib. Ideal wäre Krafttraining für Beine & Po. Bewegung kann sich auch positiv auf die Psyche auswirken. Es ist bekannt, dass der Körper bei sportlicher Anstrengung Hormone (Dopamin, Endorphin) ausschüttet, die einen stimmungsaufhellenden Effekt haben.

    Ernährung?

    Eine gesunde Ernährung stärkt das Immunsystem, wodurch es auch seltener zu Infektionen im Intimbereich kommt. Bei einer ausgewogenen, vitamin- und mineralstoffreichen Ernährung ist es im Übrigen nur selten erforderlich, zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.

    Gleitgel?

    Der Geschlechtsverkehr ist für Frauen im Klimakterium aufgrund der trockenen Schleimhäute in der Scheide häufig kein Vergnügen mehr. Hierbei kann ein Gleitgel helfen und für ein angenehmes Gefühl sorgen. Es sollten Gleitgels ohne zusätzliche Duftstoffe oder Konservierungsstoffe verwendet werden.

    1. Premature ejaculation: A comparative analysis between yoga and stop-start method – Makwana J J, Patil P J | www.researchgate.net
    2. How To Do The Start And Stop Method Step By Step | www.risingmaster.com
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