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Autor: Martin Sobotta
Autor: Martin Sobotta

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz
Aktualisiert:

Sexualtherapie bei vorzeitiger Ejakulation

Das Ziel einer Sexualtherapie ist es, die Ursache der vorzeitigen Ejakulation zu finden. Im besten Fall kann dann sogar über Gesprächen eine Blockade gelöst werden und die vorzeitige Ejakulation somit behandelt werden. 

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    Wie läuft eine Sexualtherapie ab?

    Zu Beginn der Sexualtherapie benennt man das Problem und gibt zu, dass man beim Geschlechtsverkehr mit der Liebsten meist viel zu früh kommt und keine Kontrolle über den Zeitpunkt des Samenergusses hat.

    Dabei sollten Patienten dem Arzt die wichtigsten Eckdaten präsentieren, damit dieser eine möglichst passende Behandlungsmethode vorschlägt. Doch keine Sorge: Wenn Betroffene nicht genügend Informationen offen legen, dann wird der behandelnde Arzt gezielt danach fragen.

    Wenn der behandelnde Arzt sich ein Bild über die persönliche Situation machen konnte, wird er eine Empfehlung bezüglich möglicher Behandlungsmethoden aussprechen. Dabei stehen verschiedene Methoden zur Auswahl.

    Übungen durchführen

    Wenn es sich bei der vorzeitigen Ejakulation um ein rein psychisches Problem handelt, dann können spezifische Übungen mit der Partnerin dabei helfen, das Problem in den Griff zu bekommen. Auch organische Ursachen können mithilfe von speziellen Übungen behandelt werden.

    Medikamente

    Medikamente wie Priligy eignen sich dann, wenn die vorzeitige Ejakulation neurobiologische Ursachen hat. Damit sind vor allem Unregelmäßigen im Serotonin-Haushalt gemeint. Mithilfe von Priligy können diese Unregelmäßigkeiten behoben werden. Hierbei handelt es sich laut aktuellem Stand der Forschung um die häufigste Ursache für eine vorzeitige Ejakulation.

    Betäubende Cremes und Gels

    Bei organischen oder psychischen Ursachen helfen nicht nur Übungen weiter, sondern auch betäubende Cremes und Gels. Diese Mittel werden vor dem Geschlechtsverkehr auf die Eichel aufgetragen, sodass diese auf Reibung weniger sensibel reagiert. Auf diese Weise kann der Höhepunkt effektiv hinausgezögert werden.

    Sollte der Sexualpartner dabei sein?

    Der/Die Sexualpartner(in) muss bei der Sexualtherapie zwar nicht zwingend dabei sein, jedoch empfiehlt sich die Anwesenheit. Schließlich leiden Sexualpartner ebenfalls unter der vorzeitigen Ejakulation. Außerdem kann der Partner bei der Behandlung helfen, sodass Betroffene das Problem schneller in den Griff bekommen.

    Insbesondere wenn dem Mann verschiedene Übungen beigebracht werden, ist die Anwesenheit des Partners förderlich. Manche Übungen können nämlich nur mit ihrer Hilfe durchgeführt werden (zum Beispiel die Squeeze-Technik).

    Keine falsche Scheu vor der Sexualtherapie

    Zugegeben: Ein Mann redet nicht gerne offen über seine sexuellen Funktionsstörungen. Mann fühlt sich dabei schließlich seiner Männlichkeit beraubt – das mühsam aufgebaute Selbstbewusstsein wird torpediert und zerstört.

    Patienten sollten sich deshalb darüber im Klaren sein, dass eine Sexualtherapie keine Niederlage, sondern einen Sieg darstellt. Dabei wird sich den Ängsten gestellt, indem offen zu den Problemen gestanden wird. 

    Außerdem sollte immer im Hinterkopf behalten werden, dass Ärzte tagtäglich mit solchen Problemen konfrontiert werden. Die vorzeitige Ejakulation ist die häufigste sexuelle Störung beim Mann. Es ist deshalb davon auszugehen, dass Ärzte sogar mehrmals täglich mit diesem Problem zu tun haben.

    Nach einer gewissen Zeit, sollte es nun möglich sein, dass der Penis in die Scheide eingeführt werden kann, ohne dass es zum sofortigen Samenerguss kommt. Dennoch sollte auch nach dem Eindringen das Training fortgeführt werden. Unterschiedliche Erregungsstufen können durch Intensität der Bewegung (nur einer bewegt sich/ beide bewegen sich) oder das Variieren von Stellungen erreicht und entsprechend trainiert werden.

    Gründe für die Sexualtherapie

    Grundsätzlich bietet die Sexualtherapie drei große Vorteile für den Patienten und Partner/in:

    Ursachenforschung

    Während der Sexualtherapie kann herausgefunden werden, wieso überhaupt eine vorzeitige Ejakulation vorliegt. Handelt es sich um organische, psychische oder um ein neurobiologisches Problem? Je nach Ursache unterscheiden sich natürlich auch die Behandlungsmöglichkeiten.

    Therapieansätze festlegen

    Wenn bekannt ist, wieso überhaupt die frühzeitige Ejakulation vorliegt, kann das Problem bei der Wurzel gepackt werden. Es können somit sehr effektive Behandlungsmethoden gewählt werden.

    Vermittlung zwischen Patient und Partner/in

    Die größten Probleme bei vorzeitiger Ejakulation sind der Leidensdruck und die Beziehungsprobleme, die daraus folgen. Eine Sexualtherapie kann zwischen dem Patienten und der Partner/in vermitteln. Damit wird gezeigt, dass versuchen unternommen werden, dass Problem zu beheben und die Beziehung somit retten zu wollen.

    1. Kann eine Sexualtherapie helfen? – Vorzeitiger Samenerguss – gesundheitsinformation.de
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