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Autor: Daniela Schreiber
Autor: Daniela Schreiber

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz
Aktualisiert:

Verhütung: Welche Möglichkeiten gibt es?

Was gibt es für Verhütungsmethoden und was sind die Vorteile + Nachteile?

Die wohl bekannteste Verhütungsmethode ist neben dem Kondom die Antibabypille für Frauen. Die Pille trug in den 1960er Jahren nicht nur einen wesentlichen Teil zur sexuellen Befreiung der Frau bei, sondern ist auch heute noch eines der sichersten und komfortabelsten Verhütungsmitteln.

Mit kombinierten Antibabypillen oder der Mini-Pille gibt es heute unterschiedliche Möglichkeiten bei der Verhütung mit einer Pille.

Doch auch andere Verhütungsmethoden wie einem Verhütungsring oder einem Verhütungspflaster haben ihre Vorteile & Nachteile.

All diese Verhütungsmethoden können auch über eine Online Diagnose bestellt werden. Das notwendige Rezept kann online ausgestellt werden. 

Inhalt:
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    verhuetung-frau

    Was sind Verhütungsmittel?

    Tatsächlich haben Mittel zur Verhütung bereits eine lange Tradition, die historisch belegt ist. So wurden etwa schon vor 3.000 Euro Schafs- oder Hammeldärme eingesetzt, um sie wie ein modernes Kondom zu verwenden.

    Den richtigen Durchbruch schafften Verhütungsmittel, wie wir sie heute kennen, aber erst im Jahr 1960 mit der Erfindung der Pille. Inzwischen hat sie sich zum wichtigsten Verhütungsmittel von Frauen auf der ganzen Welt entwickelt, was nicht nur an der einfachen Anwendung, sondern zugleich an der hohen Sicherheit der Verhütung liegt.

    Grundsätzlich gibt es zwei gewichtige Gründe, aus denen Verhütungsmittel heute eingesetzt werden. Zum einen sollen sie vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen und dabei eine möglichst hohe Sicherheit bieten. Manche Verhütungsmittel, wie das Kondom, bieten zugleich eine wirksame Prävention zur Übertragung verschiedener Geschlechtskrankheiten, die ebenfalls nicht zu unterschätzen ist. 

    Die Pille wiederum kann aufgrund ihres Einflusses auf den Hormonhaushalt auch Figur, Haut, Haare und vieles mehr beeinflussen. Somit werden manche Antibabypillen, wie z.B. die Diane 35 auch gezielt gegen Akne und unreine Haut verschrieben. 

    Die gängigsten Methoden zur Verhütung

    Während Männer bei der Verhütung vor allem auf ein Kondom zurückgreifen können, gibt es für Frauen zahlreiche unterschiedliche Optionen, die in verschiedenen Kategorien zusammengefasst werden.

    Neben chemischer, mechanischer und hormoneller Verhütung gibt es zugleich einige natürliche oder operative Methoden, die hierfür eingesetzt werden können. Es liegt auch an den individuellen Voraussetzungen, welche Verhütungsmittel im jeweiligen Fall als sinnvoll betrachtet werden können.

    Die Sicherheit, welche mit einer Verhütungsmethode einhergeht, wird mit dem sogenannten Pearl Index angegeben. Dieser gibt die Prozentzahl der Frauen an, die statistisch gesehen bei der Anwendung der jeweiligen Methode im Laufe eines Jahres schwanger werden. Die Voraussetzung, damit diese Erhebungen einigermaßen zutreffend sind, schlägt sich zugleich in einer richtigen und sachgemäßen Anwendung nieder. Der Pearl Index wird dadurch auch zu einem klaren Indikator Qualität, welche sich hinter einer bestimmten Form der Verhütung verbirgt.

    Die hormonelle Verhütung

    Tatsächlich macht die hormonelle Verhütung heute einen ganz wesentlichen Teil aus.

    Hierbei werden Hormone eingesetzt, um eine Schwangerschaft mit einer recht hohen Sicherheit ausschließen zu können. Dabei gibt es viele unterschiedliche Ausführungen, die sich alle dieses Prinzip zunutze machen. Am Ende spricht auch die einfache und komfortable Form der Anwendung für diese Möglichkeit.

    Antibabypille

    Die Kombipille ist wohl die prominenteste Form der hormonellen Verhütung.

    Schon seit mehr als 50 Jahren ist sie auf dem Markt und überzeugt die Kundinnen noch heute. Entscheidend sind die synthetisch erzeugten Hormone Gestagen und Östrogen, die dort eingesetzt werden. Sie unterdrücken den Eisprung, verhindern die Einnistung der Eizelle in der Gebärmutter und verändern die Konsistenz des Schleims in der Gebärmutter.

    Der Pearl Index liegt dank dieser kombinierten Wirkung bei etwa 0,1 bis 0,9.

    Mini-Pille

    Die Mini-Pille besitzt nicht die Möglichkeit, den Eisprung zu verzögern oder zu unterdrücken.

    Sie setzt lediglich bei der Veränderung des Gebärmutterschleims an, wodurch die Spermien nicht mehr bis zur Eizelle gelangen können.

    Da auch die Einnistung der potenziell befruchteten Eizelle verhindert wird, liegt der Pearl Index mit 0,8 bis 3 niedrig.

    Ein Vorteil sind die geringeren Nebenwirkungen, da kein Östrogen enthalten ist.

    Mikro-Pille

    Bei der Mikropille handelt es sich um eine Variante der normalen Kombipille. 

    Eine niedrige Dosierung der Wirkstoffe sorgt für ein geringeres Risiko von auftretenden Nebenwirkungen, setzt jedoch zugleich den Pearl Index etwas nach oben.

    Das Risiko einer Schwangerschaft ist dennoch sehr gering. Mikropillen sind aufgrund geringerer Nebenwirkungen sehr beliebt. Vor allem Frauen über 25 Jahren setzen immer mehr auf die Verhütung mittels einer niedrig dosierten Antibabypille.

    Dreimonatsspritze

    Hier werden die Hormone, welche auch in den Antibabypillen enthalten sind, mithilfe einer Spritze in den Muskel eingeführt.

    Dort dauert es nun etwa drei Monate, bis wirklich alle Rückstände abgebaut sind. Der Pearl Index liegt mit 0,3 und 0,9 auf einem niedrigen Niveau, doch die orale Anwendung wird von vielen Frauen als angenehmer empfunden.

    Verhütungspflaster

    Ein Verhütungspflaster gibt die Wirkstoffe, welche normalerweise in einer Pille enthalten sind, über die Haut an den Körper ab.

    Produkte wie Evra Pflaster haben dabei einen Pearl Index, welcher dem der Mini-Pille gleicht. Das Pflaster muss wöchentlich gewechselt werden, um noch eine ausreichende Wirkung zu erzielen.

    Verhütungsring

    Alternativ zum Pflaster gibt es auch einen Verhütungsring. Das bekannteste Produkt nennt isch „NuvaRing“.

    Der Ring wird in die Scheide geführt, um dort die Wirkstoffe abzugeben und vor einer ungewollten Schwangerschaft zu schützen. Der Ring wird ähnlich wie die Pille für einen gewissen Zeitraum getragen und kann dann für den Zeitraum der Period entnommen werden. 

    Chemische Verhütungsmittel

    Chemische Mittel zur Verhütung sind in erster Linie sogenannte Spermizide.

    Sie können heute in vielen unterschiedlichen Formen, wie als Gel, Zäpfchen oder Salben erworben werden. Sie sind dazu gedacht, die bereits im Körper befindlichen Spermien gezielt abzutöten und so eine Schwangerschaft zu verhindern. Allgemein gilt diese Methode zur Verhütung einer Schwangerschaft aber nicht mehr als sonderlich sicher, weshalb sie heute eher selten eingesetzt wird.

    Experten raten dazu, die chemische Verhütung nur noch in Kombination mit anderen Methoden anzuwenden. Dies liegt am Pearl Index zwischen 18 und 29, der die Unsicherheit der Methode beschreibt.

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    Mechanische Verhütungsmittel

    Auf dem Markt gibt es viele mechanische Verhütungsmittel, welche darauf abzielen, eine Barriere zwischen Spermien und Eizelle zu schaffen. Damit soll der direkte Kontakt verhindert werden. Die Zahl der unterschiedlichen Optionen scheint in diesem Gebiet nahezu unerschöpflich zu sein. 

    Kondom

    Ein Kondom, häufig auch als Pariser oder Präservativ bekannt, wird in Deutschland sehr häufig zur Verhütung einer Schwangerschaft eingesetzt.

    Grundsätzlich schützt es mit einer hohen Sicherheit, sollte aber richtig angewendet werden. Je nach Handhabung schwankt so der Pearl Index zwischen einem Wert von 2 und 12. Hinzu kommt die Möglichkeit, sich mit dem Kondom vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen. Wichtig für die Sicherheit ist auch die richtige Größe, welche im Vorfeld ermittelt werden sollte. Insgesamt gelten Kondome dabei als sehr gut verträglich.

    Liegt eine Allergie gegen Latex vor, so gibt es eigens angefertigte Ausführungen, welche auf andere Materialien setzen.

    kondom

    Diaphragma

    Ein Diaphragma wird in die Scheide eingeführt, um dort den Muttermund zu verschließen und das Eindringen von Spermien zu verhindern.

    Äußerlich ähnelt es einem eingerollten Kondom, wobei es in verschiedenen Größen zu bekommen ist. Von einem Frauenarzt sollte bestimmt werden, welche Ausführung die größtmögliche Sicherheit bei der Verhütung bietet. Das Diaphragma wird kurz vor dem anstehenden Geschlechtsverkehr eingeführt, wobei es im Nachhinein noch für etwa acht bis 24 Stunden an seinem Platz verweilen sollte.

    Der Pearl Index wird mit eins bis 20 abgegeben und schwankt daher mit der entsprechenden Handhabung sehr stark.

    diaphragma

    Operative Eingriffe für die Verhütung

    Tatsächlich kommen operative Methoden zur Verhütung wirklich nur für Menschen in Betracht, die mit der Familienplanung vollständig abgeschlossen haben. Denn die Eingriffe können kaum mehr rückgängig gemacht werden und haben die vollständige Unfruchtbarkeit zur Folge. Zugleich sind sie mit diversen Risiken verbunden, die nicht zu verachten sind. Beim Mann kann die operative Verhütung mittels der Vasektomie durchgeführt werden, während Frauen auf eine Tubensterilisation zurückgreifen können.

    Während die Sterilisation bei einem Mann noch rückgängig gemacht werden kann, ist der Eingriff bei Frauen definitiv irreversibel. Je länger die Sterilisation beim Mann aber bereits zurückliegt, desto niedriger ist die Wahrscheinlichkeit, danach noch ein Kind zeugen zu können. Im Übrigen bleibt ein Mann nach dem Eingriff zum Teil noch bis zu drei Monate lang zeugungsfähig.

    Die natürliche Verhütung

    Die natürliche Verhütung kommt in erster Linie für Menschen in Betracht, die sich nicht mit den anderen Methoden anfreunden können. Gleichzeitig kann auch eine Unverträglichkeit gegen die eingesetzten Wirkstoffe ein Grund sein, auf diese Methode zu setzen. Unterschiedliche Maßnahmen mit einer stark schwankenden Sicherheit kommen dafür allgemein in Betracht.

    Billings-Methode

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    Bei dieser Methode wird mittels einer kurzen Untersuchung selbst festgestellt, ob die Frau gerade ihre fruchtbaren Tage hat.

    Dies gelingt dadurch, dass sich in diesen Momenten die Konsistenz des Schleims in der Vagina verändert. Der Geschlechtsverkehr muss demnach an diesen Tagen ausgesetzt werden, um eine Befruchtung zu verhindern. Nur mit den entsprechenden Kenntnissen ist es aber möglich, diese Methode wirklich mit einer gewissen Sicherheit durchzuführen.

    Symptothermale Methode

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    Auch die Temperatur-Methode (symptothermale Methode) zielt darauf ab, den genauen Zeitpunkt des Eisprungs zu errechnen.

    Dies gelingt dabei über die zyklische Anpassung der Körpertemperatur an den weiblichen Zyklus. Hier ist allerdings bereits eine gute Fachkenntnis notwendig, um überhaupt die Chance zu haben, den genauen Zeitpunkt zu bestimmen. Für die Phase des Eisprungs wird damit der Geschlechtsverkehr ausgesetzt, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Bei richtiger Durchführung ist der Pearl-Index mit 0,5 bis 3 aber ebenfalls in einem durchaus annehmbaren Rahmen.

    Die Notfallverhütung

    Streng genommen handelt es sich bei der Pille danach noch nicht einmal um eine normale Form der Verhütung.

    Stattdessen wird dabei bereits nach dem erfolgten Geschlechtsverkehr die Befruchtung der Eizelle noch verhindert. Die Pille danach hat das Ziel, den Eisprung so lange zu verzögern, bis die im Körper befindlichen Spermien abgestorben sind.

    Auf der anderen Seite wird der Eisprung in manchen Fällen auch komplett unterdrückt. Hat der Eisprung bis zum Zeitpunkt der Einnahme allerdings bereits stattgefunden, so kann mit dieser Methode erst gar keine Wirkung mehr erzielt werden.

    Was ist für wen geeignet?

    Tatsächlich ist nicht jedes Mittel der Verhütung für alle Frauen geeignet.

    Daher ist es wichtig, einige Indikatoren zu kennen, auf die bei der richtigen Auswahl geachtet werden kann. So kann nicht nur eine ordentliche Wirksamkeit erreicht werden, sondern auch eine gute Verträglichkeit der jeweiligen Methode.

    Allergien

    Der erste Blick sollte stets auf mögliche Allergien gegen Wirkstoffe oder Hilfsstoffe, beziehungsweise Materialien gelenkt werden. Liegen hier irgendwelche Einschränkungen vor, sollte direkt nach Alternativen Ausschau gehalten werden, die eingesetzt werden können.

    Schutz vor Geschlechtskrankheiten

    In der Praxis muss man erkennen, dass nicht jedes Verhütungsmittel auch in der Lage ist, vor den verschiedenen Geschlechtskrankheiten zu schützen. Während Maßnahmen wie das Kondom dies erreichen können, schützen andere Methoden, wie zum Beispiel die Pille, keineswegs vor der Ansteckung.

    Sicherheit

    Die Sicherheit des jeweiligen Verhütungsmittels sollte in jedem Fall ebenfalls beachtet werden. Ausschlaggebend ist hier die Angabe des sogenannten Pearl-Index. Dieser gibt an, wie hoch die Prozentzahl der Frauen ist, die trotz der korrekten Anwendung der jeweiligen Maßnahme schwanger werden können.

    Der Langfristige Ausblick

    Wer beispielsweise noch nicht weiß, ob in mehreren Jahren oder gar Jahrzehnten Kinder erwünscht sind, sollte die Wahl der richtigen Methode gut überdenken. So handelt es sich zum Beispiel bei den operativen Methoden um Maßnahmen, die von langfristiger Dauer sind.

    1. Family planning/Contraception – World Health Organization | who.int
    2. Contraception Methods – Family Planning
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