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Autor: Thomas Meiser
Autor: Thomas Meiser

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz
Aktualisiert: 5. Juni 2020

Welcher Arzt bei Impotenz?

Bei der Impotenz handelt es sich noch immer um ein Thema, das in unserer Gesellschaft sehr gerne verschwiegen wird. Auch aus diesem Grund haben viele Männer ein Problem damit, sich mit einer erektilen Dysfunktion an einen Arzt zu wenden. Dabei kann der Besuch der erste wichtige Schritt sein, um die Schwierigkeiten hinter sich zu lassen.

Wir klären auf, welcher Arzt bei Impotenz der richtige ist und wie Sie gut vorbereitet in das Gespräch gehen.

Inhalt:
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    Welcher Arzt ist bei Impotenz der richtige?

    Bei jeglicher Form der Impotenz (Erektionsstörung, Ausbleiben der Ejakulation oder Unfruchtbarkeit) ist der Urologe der richtige Ansprechpartner.

    In den meisten Fällen wird Sie der Hausarzt an einen Urologen oder auch Neurologen überweisen. Je nach Ursache kann auch ein Psychologe hilfreich sein, so im Falle einer psychisch bedingen Potenzstörung.

    Wie finde ich einen guten Arzt?

    Gute Ärzte lassen sich über gute Bewertungen im Internet schnell ausfindig machen. Stets kann die Qualität der Behandlung auch daran erkannt werden, wie offen das Thema angegangen wird, und wie einsichtig sich der Arzt zeigt.

    So sollten zu Beginn erst gar keine Tendenzen vorhanden sein, schließlich ist nicht auszuschließen, dass die Erektionsprobleme von mentaler Natur sein können. Ein guter Arzt nimmt sich daher gerade in der ersten Sitzung einige Zeit für den Patienten, um all diese Fragen klären zu können. Somit steht auch einer erfolgreichen Behandlung nichts mehr im Wege.

    Welche Kosten kommen auf mich zu?

    Grundsätzlich haben sich alle Kassen darauf geeinigt, die Kosten für die Untersuchungen in vollem Umfang für die Patienten zu übernehmen.

    Anders sieht es mit den Kosten der Behandlung aus. Bis auf die Kosten der Potenzmittel, werden fasst alle Behandlungsmethoden von Privaten Krankenversicherungen übernommen. Auch gesetzliche Krankenkassen übernehmen häufig die Behandlungen, abgesehen von Potenzmittel. Grund hierfür sind die damit verbunden hohen Kosten für die Krankenkasse. Die Produkte werden als „Lifestyle“ Medikamente deklariert und fallen daher nicht in die Kategorie der Lebensnotwendigen Arzneimttel.

    Die Prägnanz des Arztbesuchs

    Zu aller erst, sollten sich Betroffene bewusst darüber sein, dass der Arzt nach der Definition von Impotenz erst dann davon spricht, wenn mindestens 70 Prozent der Versuche, einen Geschlechtsakt zu vollziehen, scheitern.

    Zudem wird hier ein längerer Zeitraum von bis zu einem halben Jahr ins Auge gefasst, denn temporäre Störungen sind durchaus normal, und müssen nicht gesondert behandelt werden.

    Um nun aber herausfinden zu können, welcher Arzt für das Problem überhaupt zuständig ist, muss erst einmal überprüft werden, um welche Form der Ursachen es sich handelt.

    Folgende Gründe stehen bei einer erektilen Dysfunktion zumeist in der Verantwortung:

    Zwar ist es ebenso möglich, sich an den ganz normalen Hausarzt zu wenden. Doch in der Regel kann der Prozess der Diagnose und Behandlung etwas abgekürzt werden, wenn direkt ein Spezialist aufgesucht wird.

    Die Vorbereitung auf den Arztbesuch

    Dies mag sich zunächst etwas überspitzt anhören, doch tatsächlich können die Aussichten auf eine erfolgreiche Diagnose auch dadurch verbessert werden, dass sich der Patient etwas auf die anstehende Untersuchung vorbereitet.

    Da das Feld an unterschiedlichen Auslösern schließlich so breit gefächert ist, fällt es selbst den Experten oft schwer, die richtigen Faktoren auszuschließen. Ein erster Schritt der Vorbereitung findet dabei auf emotionaler Ebene statt, denn man sollte dazu bereit sein, möglichst offen über die eigenen Probleme zu sprechen. Dies fällt leichter, wenn stets im Hinterkopf behalten wird, wie viele Millionen anderer Männer ebenfalls mit diesen Schwierigkeiten konfrontiert sind.

    Des Weiteren gibt es viele Medikamente, die dafür sorgen können, dass eine erektile Dysfunktion als eine der Nebenwirkungen auftritt. Deshalb ist es ratsam, alle Beipackzettel der aktuell eingenommenen Medikamente mit sich zu führen, um gegebenenfalls dem Arzt darüber Aufschluss geben zu können.

    Besonders bei Menschen, die unter Problemen mit dem Herzen, oder aber einem zu hohen Blutdruck leiden, kann dies von sehr großer Bedeutung sein, denn hier gibt es immer wieder gewisse Korrelationen.

    Die Untersuchungen des Arztes

    Der Arzt wird nun beim Besuch in der Regel erst durch ein klärendes Gespräch versuchen, einige Hintergründe in Erfahrung zu bringen. 

    Dabei geht es sowohl um den Umgang innerhalb der Partnerschaft, wie auch um die eigene Gesundheit. Stellt sich hier nun heraus, dass die Impotenz vermutlich auf psychische Faktoren zurückzuführen ist, so wird in der Regel direkt die Empfehlung ausgesprochen, sich an einen guten Psychotherapeuten zu wenden, und offene Gespräche mit der Partnerin zu führen.

    Erst dann wird in der Regel eine Reihe von Untersuchungen in die Wege geleitet, die zeigen können, auf was sich die Impotenz denn nun genau zurückführen lässt. So bringt der Arzt beispielsweise kleine Elektroden am Penis an, mit denen es völlig schmerzfrei möglich ist, die Reaktion der Nerven zu überprüfen. Nach der Untersuchung des Nervensystems wird zumeist darauf geschaut, ob die Blutgefäße im Bereich der Genitalien noch intakt sind.

    Potenzmittel können als Diagnose dienen

    Ob Nervenschäden vorliegen oder nicht, kann im übrigen auch mittels dem Einsatz von Potenzmittel festgestellt werden. Diese können eine Erektionsstörung nämlich nur dann beheben, wenn zumindest noch die Nervenbahnen fehlerfrei funktionieren.

    Funktionieren die PDE-5-Hemmer, kann diese Ursache ausgeschlossen werden. Eine Untersuchung der Nervenbahnen ist daher häufig nur dann notwendig, wenn aufgrund von Gegenanzeigen keine PDE-5-Hemmer eingenommen werden können. 

    Blutgefäße und Blutfluss

    Mittels einer Manschette wird überprüft, ob der Blutdruck in dieser Region überhaupt noch stark genug ist, um eine Erektion aufzubauen und zu halten. Gründe hierfür können zum Beispiel Ablagerungen in den Gefäßen sein, die vor allem von einer ungesunden Lebensweise und einem zu hohen Konsum an Zigaretten herrühren.

    Dafür wird eine kleine schmerzhafte Injektion in den Penis vorgenommen, die dazu führt, dass sich die Blutgefäße etwas weiten, wodurch der Blutfluss verstärkt wird. Sollten nun die gewünschten Effekte auftreten, so kann man mit recht hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es mithilfe von Potenzmittel möglich ist, die erektile Dysfunktion zumindest zeitweise hinter sich zu lassen.

    Was verschreiben Ärzte gegen Impotenz?

    Heute bieten sich den Betroffenen zahlreiche Möglichkeiten, um eine Therapie zu beginnen. In vielen Fällen ist es so möglich, die Probleme ganz zu überwinden. Dabei sollte ein Arzt für die Patienten entscheiden, welche Art der Behandlung nun am besten geeignet ist.

    Zuvor sind die oben genannten Behandlungen notwendig um weitere Rückschlüsse auf die Ursachen ziehen lassen.

    Handelt es sich beispielsweise um ein mentales Problem, ausgelöst durch Stress, Leistungsdruck oder andere Faktoren, so ist der Einsatz von Viagra und Co nicht notwendig. Auf der anderen Seite bringt die beste Psychotherapie keine nennenswerten Erfolge, wenn sich die Impotenz auf einen verminderten Blutfluss zum Penis oder einen defekten Nerv zurückführen lässt.

    1. Discussing Erectile Dysfunction With Your Doctor | www.webmd.com
    2. Tips for talking to your doctor about ED – Harvard Health
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