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Autor: Philipp Wulf
Autor: Philipp Wulf

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz
Aktualisiert:

Hilft Sport gegen Impotenz?

Wer nur unter geringen Problemen der Erektionsstörung leidet, kann bereits mit Sport & Bewegung die Impotenz vorbeugen. Es gibt einige Sportarten, die dafür bekannt sind, dass sie gegen eine erektile Dysfunktion ausgeübt werden können. Doch worin liegen die positiven Effekte genau begründet und welche Übungen sind das genau?

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    Sportarten für eine bessere Potenz

    Es beginnt bereits mit dem Punkt, dass die Durchblutung für eine gesunde Erektion von sehr großer Bedeutung ist.

    Mangelnde Bewegung kann dazu führen, dass sich die feinen Kapillaren zurückbilden, wodurch das Blut nicht mehr in dem Umfang durch den Körper zirkuliert, wie dies zuvor der Fall war. Sport kann nun dazu beitragen, diese Effekte wieder rückgängig zu machen und für eine bessere Durchblutung zu sorgen. Genau an diesen Punkt kann auch die Potenzkraft vom Sport profiteren. 

    Ein echter Klassiker ist hier Ausdauersport, der bei hoher Intensität, im Idealfall aber nicht auf zu langer Dauer durchgeführt werden sollte. Eine schnelle Runde laufen kann also bereits viel dazu beitragen, dass die Erektionsfähigkeit verbessern werden kann.

    Auch das Krafttraining der Oberschenkel ist für eine verbesserte Durchblutung der unteren Körperhälfte bekannt. Wird mehr Blut in diese Region befördert, kann dies auch eine Erektion erleichtern. Daher verspüren Männer nach intensiven Beintrainingseinheiten auch häufig mehr Lust auf Sex. 

    Übrigens: Sportlich aktive Menschen haben von Anfang an ein geringeres Risiko unter Impotenz zu leiden. Dies hängt sowohl mit dem Sport wie auch mit der häufig einhergehenden gesunden Ernährungsweise zusammen. 

    beintraining-krafttraining-impotenz

    Die vermehrte Ausschüttung von Testosteron

    Neben der verbesserten Durchblutung gibt es noch weitere positive Effekte, die der Sport auf die Impotenz haben kann. So wird während & nach dem Sport mehr Testosteron produziert, welches als männliches Geschlechtshormon ebenfalls fördernd wirken kann. 

    Dies kann sowohl beim Audauersport wie auch beim Kraftsport erfolgen. Beim Ausdauersport trifft dies allerdings vor allem auf kurze Sprinteinheiten zu. Wissenschaftler sind sich inzwischen darüber einig, dass die größte Ausschüttung vor allem dann erfolgt, wenn es sich um eine relativ kurze Trainingseinheit von hoher Intensität handelt.2J Strength Cond Res. 2010 Jul;24(7):1851-9. Effects of very short rest periods on hormonal responses to resistance exercise in men. – ncbi

    Die Effekte wurden beim Krafttraining allerdings nochmals deutlicher als beim Ausdauersport bemerkt. Wer es demnach also schafft, den Körper gezielt und mehrmals in der Woche in Bewegung zu bringen, der kann von der erhöhten Testosteronproduktion profitieren. 

    Obwohl die Effekte beim Beintraining am stärksten sind, sollten alle Muskelgruppen gleichförmig trainiert werden, um Haltungsschäden zu vermeiden. Gleichzeitig fördert gerade das Training von großen Muskelgruppen die Ausschüttung von Hormonen sehr stark.

    Stärkung der Beckenboden Muskulatur

    Alternativ kann auch ein Beckenbodentraining als Trainingseinheit helfen.

    Eine echte Besonderheit stellt hier das Beckenbodentraining dar, welches einen ganz maßgeblichen Einfluss auf die Potenz haben kann. Dies liegt daran, dass die Muskulatur im Beckenboden bei der Erektion auf natürliche Weise kontrahiert.

    Normalerweise geschieht die unbewusst, doch aufgrund mangelnder Bewegung im Alltag können die Muskeln an Kraft verlieren, wodurch sie ihre eigentliche Aufgabe nicht mehr erfüllen können. Diese besteht darin, dass die Venen bei der Kontraktion verschlossen werden, sodass das Blut nicht mehr aus dem Penis abfließen kann.

    Denn nur unter dieser Voraussetzung füllen sich die Schwellkörper nach und nach, wodurch die Erektion erreicht und auch gehalten werden kann.

    Wer demnach also über eine gute Muskulatur im Beckenboden verfügt, der hat weitere Vorteile auf der eigenen Seite. Die Übungen zielen vor allem darauf ab, die beiden wichtigsten Muskeln, den Musculus ischiocavernosus und den Musculus bulbospongiosus ganz gezielt anzusprechen. Somit lernt der Mann, diese Muskeln ganz gezielt anzusprechen.

    Dadurch gewinnen Männer nach und nach an Kraft und Kondition, was sich bereits nach einigen Wochen von regelmäßiger Übung auch auf die erektile Dysfunktion angewandt werden kann.

    Zusammenfassung: Sport gegen Impotenz

    Am Ende erkennt man also, dass Sport durchaus einige positive Auswirkungen auf die Impotenz haben kann. Gleichzeitig gehen mit einer erhöhten sportlichen Aktivität oft auch ein höheres Bewusstsein für den eigenen Körper und eine bessere Ernährung einher.

    Da sich dies alles sehr positiv auf die Erektile Dysfunktion auswirkt, sprechen am Ende zahlreiche Faktoren dafür, diese begleitende Maßnahme zur Behandlung der Impotenz zu erkennen. 

    Sollte es sich dagegen um psychische Ursachen wie zum Beispiel emotionale Blockaden handeln, so ist eher nicht davon auszugehen, dass der Sport das Problem beseitigen kann. Allerdings kann durch Sport das Selbstbewusstsein gesteigert werden, wodurch gewisse psychologische Probleme verringert werden könnten. 

    Grundsätzlich handelt es sich bei Sport gegen Impotenz um einen gesunden und langfristigen Weg, um die Schwierigkeit zu verringern. 

    1. Comparison of serum testosterone and androstenedione responses to weight lifting in men and women | link.springer.com
    2. J Strength Cond Res. 2010 Jul;24(7):1851-9. Effects of very short rest periods on hormonal responses to resistance exercise in men | ncbi
    3. Med Sci Sports Exerc. Author manuscript; available in PMC 2011 Feb 16. Med Sci Sports Exerc. 2008 Feb; 40(2): 223–233. –  – Effect of Exercise on Serum Sex Hormones in Men: A 12-Month Randomized Clinical Trial | ncbi
    4. Endocr Connect. 2017 Oct; 6(7): 430–436. – HIIT produces increases in muscle power and free testosterone in male masters athletes | doi.org
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