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Autor: Thomas Meiser
Autor: Thomas Meiser

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz

Aktualisiert: 9. April 2020

LDL (Low Density Lipoprotein) Cholesterin

Das LDL Cholesterin wird auch ales „schlechtes“ oder „böses“ Cholesterin bezeichnet. Für Laien kann auch der Begriff „Lass Das Lieber“ genutzt werden, um sich die Abkürzung LDL besser merken zu können. Während das gute HDL Cholesterin mit „Hab Dich Lieb“ abgekürzt wird. Doch warum ist LDL eigentlich das schlechte Cholesterin?

Inhalt:
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    ldl-cholesterin

    Warum wird LDL als das schlechte Cholesterin bezeichnet?

    Dies liegt daran, dass es zu großen Teilen dafür verantwortlich ist, wenn von erhöhten Cholesterinwerten die Rede ist. Das LDL-Cholesterin ist dafür verantwortlich die Fette von der Leber in die Organe zu transportieren. Wird davon zu viel produziert, kann der Körper dies nicht mehr aufnehmen und es verbleibt im Blut. Somit kann es zu Ablagerungen (Plaques) in den Gefäßen kommen. Folge: Die Adern können sich dadurch verengen und die Durchblutung wird gestört. Aus dieser Folge resultieren schwerwiegende Gefäßkrankheiten (bsp: Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen)

    Was bedeutet LDL Cholesterin?

    Zuerst einmal geht die Bezeichnung auf Low Density Liporotein zurück, welches im Gegensatz zum gesunden High Density Lipoprotein eine niedrige Dichte aufweist. Als Lipoprotein werden die Verbindungen zwischen Blutfetten und Proteinen bezeichnet, die in verschiedenen Formen durch unser Gefäßsystem schwimmen.

    In den Gefäßen unseres Körpers fungiert es in erster Linie als eine Transportmöglichkeit, um das in der Leber produzierte Cholesterin in alle Zellen des Körpers zu bringen. Dies stellt bei einem gesunden Menschen kein Problem dar, denn es ist sogar überlebenswichtig, dass alle Zellen eine ausreichende Versorgung mit Cholesterin besitzen.

    Wozu führt das überhöhte LDL-Cholesterin?

    Es kann es durch verschiedene Ursachen geben, wodurch sich der Wert des LDL-Cholesterins stark erhöht.

    Bekannte Auslöser:

    Dann ist die Konzentration des LDL-Cholesterins im Blut zu hoch, was dazu führt, dass es sich an der Innenseite der Gefäße einlagert.

    Das Risiko für eine Einlagerung ist besonders hoch, wenn die Wände der Arterien und Venen bereits vorgeschädigt sind, wofür zum Beispiel ein zu hoher Blutdruck oder aber starkes Rauchen verantwortlich sein kann.

    Die kleinen Ablagerungen, für die das LDL-Cholesterin nun sorgt, werden als sogenannte Plaques bezeichnet und bestehen neben den reinen Bestandteilen aus Fett und Eiweiß auch aus verschiedenen Zellen, die zum Teil für Entzündungsreaktionen sorgen können.

    Die aktuellen Werte in Deutschland

    Tatsächlich zeigt sich bei der Betrachtung des LDL-Cholesterins, dass es in Deutschland inzwischen zu einer echten Volkskrankheit geworden ist. Dies wird unter anderem daran deutlich, dass die Werte bei etwa einem Drittel der Bevölkerung in einem Alter von 19 und 79 Jahren über den empfohlenen Grenzwerten liegen. 

    Besonders drastisch ist dies, weil viele noch nicht einmal etwas von der Entwicklung wissen. Ein zu hoher Wert an LDL-Cholesterin kann nämlich auch dann auftreten, wenn eigentlich kein Übergewicht vorliegt und auch sonstige Risiken eigentlich nicht weiter beachtet werden. Nur ein regelmäßiger und objektiver Test kann daher Aufschluss darüber geben, ob nun eine Behandlung der Werte erforderlich ist.

    Um nun einen Grenzwert finden zu können, der die obere Grenze der Konzentration des LDL-Cholesterins im Blut belegt, müssen zahlreiche unterschiedliche Faktoren beachtet werden. Dazu zählen auch andere Risiken, wie die genetische Veranlagung, die allgemeine Gesundheit oder eben der Konsum von Zigaretten.

    Je mehr Risikofaktoren nun vorhanden sind, desto niedriger sollte auch der angestrebte LDL-Wert sein, der ebenfalls das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung erhöht.

    Dringend vermieden werden sollte derweil der komplette Verschluss eines Gefäßes, der bei wichtigen Blutbahnen, wie beispielsweise den Herzkranzgefäßen, zu einem Infarkt führen kann. Tatsächlich lassen sich die drei häufigsten Todesursachen in Deutschland alle auf das Herzen oder das System der Blutgefäße zurückführen. Weshalb bereits in jüngeren Jahren sehr viel Wert daraufgelegt werden sollte, dass das eigene Risiko einer Erkrankung gering gehalten werden kann.

    Wann wird das LDL-Cholesterin zum gesundheitlichen Risiko?

    Wer bei den übrigen Faktoren, die zu einer Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems führen können, wenige zutreffende Punkte findet, für den gilt in etwa die Grenze von 160 mg/dl.

    Sollten dagegen bereits zwei stimmige Faktoren zu finden sein, die ein Risiko für die Gefäße und das Herz darstellen, so sollte zumindest ein Wert von 130 mg/dl nicht überschritten werden, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden.

    Am niedrigsten sollte das Cholesterin dann gehalten werden, wenn eine gemischte Fettstoffwechselstörung, Diabetes mellitus und ein akutes Koronarsyndrom vorliegen.

    Auch wenn bereits ein Herzinfarkt vorkam, ist es sehr zu empfehlen, dass der Wert des LDL-Cholesterins nicht über 70 mg/dl steigt. Strikt getrennt werden muss dies von der Betrachtung des HDL-Cholesterins, welches für unsere Gesundheit dienlich ist und daher bestimmte Werte nicht unterschreiten sollte

    Video über HDL Cholesterin:

    1. Herz-Kreislauf-Spezialisten senken LDL-Cholesterin Normalwerte für Risikopatienten | www.medmix.at
    2. Auffällige Cholesterinwerte | www.cholesterinspiegel.de
    3. High cholesterol: Overview – InformedHealth.org – NCBI 
    4. Zu niedriges LDL-Cholesterin als ein Indikator für den hämorrhagischen Schlaganfall | assmann-stiftung.de
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