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Autor: Martin Sobotta
Autor: Martin Sobotta

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz

Aktualisiert: 29. März 2020


Was tun bei Gürtelrose?

Bei Gürtelrose (Herpes Zoster) handelt es sich um eine typische Viruserkrankung, die nicht nur einen recht typischen Hautausschlag, sondern dazu auch starke Schmerzen verursachen kann. Grundsätzlich sehen die Chancen gut, dass die Symptome innerhalb von nur wenigen Wochen wieder abklingen können. Eine Behandlung ist sehr wichtig, da es unbehandelt zu schweren Folgen kommen kann.

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    Anzeichen & Symptome von Gürtelrose

    Es ist wichtig, die Symptome der Gürtelrose möglichst schnell einzuordnen. Dies liegt daran, dass die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung zu diesem frühen Zeitpunkt noch am besten stehen.

    Häufig werden aber bereits die ersten auftretenden Symptome von der Gürtelrose ignoriert, weshalb die Erkrankung nicht mehr an ihrer weiteren Ausbreitung gehindert werden kann. Zugleich erfolgt bei einem Arztbesuch neben einer gründlichen Untersuchung auch eine Befragung zur früheren Krankheitsgeschichte. Daran sollte sich in der Regel auch zeigen, ob es sich um eine ähnliche Erkrankung der Haut handeln kann, die alternativ behandelt werden muss.

    Unangenehm & Schmerzhaft

    Die Symptome von Gürtelrose machen den Patienten meist sehr zu schaffen. Denn gerade der starke Ausschlag und die damit verbundenen Schmerzen klingen über einige Zeit hinweg nicht ab. Besonders hilfreich wäre es, bereits die Prodromalstadium der Gürtelrose zu identifizieren. Hier klagen die Betroffenen in der Regel vor allem über Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Fieber. An diesen Stellen treten nun auch Schmerzen und Rötungen auf, die sich innerhalb von etwa 12 bis 24 Stunden bilden.

    Die Symptome von Gürtelrose (Herpes Zoster) halten bei einem Patienten mit einem gesunden Immunsystem etwa zwei bis drei Wochen lang an. Dann hat der Körper die Möglichkeit, sich gegen diese Phänomene zur Wehr zu setzen und damit Abhilfe zu schaffen. Bei Personen, die unter einem schwächeren Immunsystem leiden, können die Symptome auch über einen längeren Zeitraum konstant bleiben.

    Der Zoster liegt in sehr vielen Fällen einseitig vor. Dies bedeutet, dass die Gürtelrose nur eine Körperhälfte betrifft. Dies ist ein guter Weg, um die Erkrankung von vielen anderen Infektionen abzugrenzen. Die Symptome selbst wandern dabei nur in sehr seltenen Fällen auch auf die andere Seite des Körpers. Wer nun die Gürtelrose daran identifiziert, kann noch zu einem passenden Zeitpunkt mit der Behandlung beginnen.

    Wie lässt sich Gürtelrose behandeln?

    Grundsätzlich ist es schwer, eine vorhandene Gürtelrose noch vollständig zu heilen. Zwar ist ein Abklingen der vorhandenen Symptome zu erwarten, doch zugleich lässt sich das Virus selbst nicht mehr vollständig aus dem Körper vertreiben. 

    Die Betroffenen bemerken aber zu einem späteren Zeitpunkt nichts mehr von ihrer Infektion, auch erneute Ausbrüche der Krankheit sind eher selten. Die Behandlung zielt dabei nun primär darauf ab, die auftretenden Schmerzen zu lindern und für ein Abklingen der allgemeinen Symptome zu sorgen.

    Weiterhin wird versucht, die Haut selbst positiv zu beeinflussen und einen Teil zu ihrer Regeneration beizutragen. In der Regel erfolgt die Behandlung je nach Stadium mit antiseptischen sowie austrocknenden und krustenlösenden Salben. Dies soll die geschwächte Haut zugleich vor einer weiteren bakteriellen Infektion bewahren, die ansonsten wahrscheinlich wäre. 

    Als Hausmittel bieten sich in der Phase der Bildung von Bläschen feuchte Umschläge an. Zugleich können austrocknende Cremes einen Teil dazu beitragen, die Erreger noch schneller aus dem Körper zu befördern.

    Für akute Schmerzen, die bei Herpes Zoster mitunter sehr stark sein können, verschreiben die Ärzte in aller Regel passende Schmerzmittel, die von den Patienten regelmäßig eingenommen werden. Tatsächlich reichen leichte Wirkstoffe, wie beispielsweise Ibuprofen oder Diclofenac, oft schon gar nicht mehr aus, um noch für Besserung sorgen zu können.

    Antivirale Therapie von Gürtelrose

    Während die symptomatische Therapie darauf abzielt, die Schmerzen zu lindern, geht es bei der antiviralen Therapie in erster Linie um die Einschränkung der Erreger. Die eingesetzten Virostatika sorgen dafür, dass sich die Viren im Körper nur noch eingeschränkt vermehren können und es so zu einer allgemeinen Verbesserung des gesundheitlichen Zustands kommt. 

    Eine antivirale Therapie eignen sich besonders für:

    Auch bei der antiviralen Therapie ist es von größter Bedeutung, dass sie möglichst frühzeitig beginnt. Im besten Falle wird so schon maximal zwei bis drei Tage nach der Entdeckung der Symptome mit der Medikation begonnen. Zusätzlich werden häufig entzündungshemmende Mittel eingesetzt, um einen Teil zur Besserung von Herpes Zoster beizutragen und weitere Komplikationen zu verhindern.

    Wie kann ich Gürtelrose vorbeugen?

    Es gibt tatsächlich verschiedene Möglichkeiten, um das eigene Risiko einer Gürtelrose zu senken.

    Zugleich ist es allerdings nicht möglich, eine eigene Ansteckung dadurch ganz und gar auszuschließen. Zum einen zeigen Studien sehr deutlich, dass eine Impfung gegen Windpocken das Risiko einer Gürtelrose deutlich senken kann. Tritt die Krankheit später im Erwachsenenalter doch auf, ist sie mit deutlich geringeren Komplikationen verbunden.

    Tatsächlich kann eine gute Hygiene immer einen Teil dazu beitragen, Krankheitsrisiken zu senken. Da sich viele Personen allerdings schon in frühster Kindheit mit den Erregern infizieren, ist damit keine effektive Vorbeugung gegen Herpes Zoster möglich.

    Seit dem Jahr 2013 ist zudem eine Impfung vorhanden, die gegen Gürtelrose eingesetzt werden kann. Diese beugt in erster Linie chronischen Schmerzen vor, welche dabei sehr häufig zutage gefördert werden. Zugelassen ist die Impfung allerdings erst für Personen, die ihr 50. Lebensjahr bereits vollendet haben. Eine offizielle Impfempfehlung gibt es derweil nicht. Falls die Schutzimpfung für Betroffene in Frage kommt, kann jederzeit eine Beratung beim Arzt erfolgen.

    Herpes Zoster (Gürtelrose) im Video:

    1. Gürtelrose (Herpes Zoster): Ansteckung … – NetDoktor
    2. Was ist Gürtelrose – Symtome, Ursachen und Ansteckung … impfen.de
    3. Aktuelle Aspekte der Therapie und Prävention Herpes Zoster | der-niedergelassene-arzt.de
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