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Autor: Martin Sobotta
Autor: Martin Sobotta

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz
Aktualisiert: 15. September 2020

Was ist Herpes? Einfach und verständlich erklärt

Herpes ist eine ansteckende Infektionskrankheit, welche durch Viren verursacht wird.

Bemerkbar macht sich Herpes durch kleine Bläschen auf der Haut und auf den Schleimhäuten.  Bekannte Folgen davon sind lästige Herpes-Bläschen kombiniert mit Juckreiz.

Wer einmal mit dem Herpes Virus angesteckt ist, bleibt das Virus für das rechtliche Leben unbemerkt im Körper.

Es wird eine frühzeitige und wirkungsvolle Behandlung von Herpes empfohlen. 

Kurze Fragen & Antworten

Die bekanntesten Herpes Formen sind:

  • Herpes-Simplex-Virus 1 (HSV-1)
  • Herpes-Simplex-Virus 2 (HSV-2)

HSV-1 verbreitet sich am häufigsten im Gesichts- und Lippenbereich. HSV-2 dagegen häufig im Harn-, und Intimbereich.

Weniger bekannt sind folgende Herpes Formen:

  • Zytomegalie-Virus (CMV)
  • Ebstein-Barr-Virus (EBV)
  • Varicella-Zoster-Virus (VZV)

CMV: Bei Zytomegalie-Viren sind am häufigsten die Augen, das zentrale Nervensystem und die Lunge betroffen.

EBV: Diese Viren könnten unterschiedliche Krankheitsbilder verursachen. Bemerkbar macht sich das Virus häufig durch Fieber, Kopf-, und Gliederschmerzen.

VZV: Das Varicella-Zoster-Virus verursacht Windpocken und Gürtelrose. 

Herpes Viren sollten mit antiviralen Medikamente behandelt werden. Die meisten davon sind verschreibungspflichtig. Darunter fällt Aciclovir oder auch Valacyclovir.

Für eine Linderung der  Symptome von Herpes können auch Hausmittel eingesetzt werden. Darunter fällt z.B.:

  • Zitronenmelisse-Öl &
  • Eiswürfel

Auch rezeptfreie Mittel können gegen die Symptome helfen. Darunter:

  • Zink-Heparin-Kombinationen
  • Präparate mit Melissenextrakt
  • Pflaster auf Hydrokolloid-Basis
  • Heilerde und Zinkzahnpasta

Grundsätzlich ist (vor allem für Erwachsene) eine Herpes Infektionen in den meisten Fällen harmlos. Personen mit geschwächten Immunsystem gelten allerdings als besondere Risikogruppe für eine Ausbreitung des Virus. Folgen sind möglicherweise sogar Lungen- oder Gehirnentzündungen. 

Die Ansteckung von Herpes erfolgt von Mensch zu Mensch über Schmierfunktion. Am häufigsten geschieht dies beim Küssen oder Geschlechtsverkehr. Doch auch über normalen Hautkontakt oder gar über Gegenstände ist eine Ansteckung möglich. 

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    herpes

    Ratsam: Herpes frühzeitig behandeln

    Besonders wichtig für die erfolgreiche Behandlung von Herpes ist in jedem Fall die frühzeitige Erkennung der Krankheit. Aus genau diesem Grund sollten bereits die kleinsten Symptome & Anzeichen von Herpes nicht einfach ignoriert werden.

    Viel wichtiger ist es, aus den Anzeichen den passenden Schluss zu ziehen und damit effektiv gegen die Erreger vorzugehen. In so manchem Falle gelingt es bei einer frühzeitigen Reaktion sogar, die Krankheit an ihrem vollständigen Ausbruch zu hindern. Durch eine frühzeitige Behandlung können außerdem größere Komplikationen verhindert werden.

    herpes-virus

    HSV 1 – Der Lippenherpes

    Für den Lippenherpes ist das Herpes-simplex-Virus Typ 1 verantwortlich. In der Regel erscheint die Krankheit in Form der kleinen Bläschen, die sich in erster Linie an den Lippen bilden.

    Gleichzeitig können allerdings auch andere Gegenden des Körpers befallen werden, da die Erreger nicht fest an einen Ort gebunden sind. Der Lippenherpes selbst offenbart sich in der Regel zunächst durch eine erhöhte Empfindsamkeit der Hautstellen, an denen sich in einem späteren Stadium die einzelnen Bläschen bilden.

    Dies liegt daran, dass Schmier- und Tröpfcheninfektionen nicht zu kontrollieren sind und sich die Erreger oft schon lange im Körper befinden, bis die Krankheit auftritt. Für die Behandlung gibt es spezielle antivirale und austrocknende Cremes oder auch Medikamente, die dafür sorgen, dass sich die Symptome nicht weiter ausbreiten und verschlimmern können.

    Ohne Behandlung klingt der Herpes an den Lippen häufig innerhalb von etwa zwei Wochen ab. Die Cremes und Medikamente können den Vorgang der Behandlung deutlich verkürzen. 

    HSV 2 – Genitalherpes

    Im Gegensatz zu vielen anderen Geschlechtskrankheiten muss der Genitalherpes nicht über den Geschlechtsverkehr übertragen worden sein.

    Stattdessen gibt es auch hier mit der Schmier- und Tröpfcheninfektion andere Übertragungswege, die sich kaum kontrollieren lassen. Die Betroffenen leiden innerhalb kurzer Zeit unter einem verstärkten Juckreiz im Bereich der Genitalien, der sich schnell mit Rötungen und Schwellungen mischt. Dadurch werden die Betroffenen meist sehr schnell auf den Herpes genitalis aufmerksam.

    Behandlung: Schmerzen lindern & Ausbreitung verhindern

    In der Praxis gliedert sich die Behandlung von Herpes in zwei unterschiedliche Wege. Zum einen werden die Symptome behandelt, um für eine Schmerzlinderung zu sorgen.

    Weiterhin werden antivirale Mittel gegen Herpes eingesetzt, um die Ausbreitung der Erreger einzudämmen und deren Bekämpfung durch das Immunsystem zu fördern. Das Gefährliche am Genitalherpes ist dabei die erhöhte Anfälligkeit für andere Geschlechtskrankheiten, die sich durch ihn ergibt.

    VZV – Varicella-Zoster-Virus

    Häufig wird die Gürtelrose als Pendant zu den Windpocken bei Kindern betrachtet, doch es gibt einige Unterschiede.

    Bei der Gürtelrose bilden sich starke Rötungen und Bläschen im Bereich einer Körperhälfte. Ursächlich dafür ist das Varizella-Zoster-Virus, eine Variation der normalen Herpes-Erreger. In der Regel leiden die Betroffenen sogar unter recht starken Schmerzen, die selbst mit der Zeit kaum abklingen.

    Einfache Mittel wie feuchte Umschläge helfen noch zu Beginn, um für Besserung zu sorgen. In den späteren Stadien ist es dagegen häufig notwendig, zu lokalen Schmerzmittel zu greifen, um die Heilung erträglicher zu machen.

    Herpes erkannt? Ruhe bewahren

    Auf der einen Seite handelt es sich weder bei Lippenherpes, noch bei Herpes Genitalis oder der Gürtelrose um besonders gefährliche Krankheiten.

    Stattdessen können diese Phänomene des Körpers vielmehr als sehr unangenehm für die Patienten beschrieben werden. Dies liegt daran, dass sie häufig mit einer starken Form des Juckreizes und gewissen Schmerzen einhergehen.

    Zugleich können die optischen Symptome schnell das eigene Selbstwertgefühl schmälern und so am Ende auch eine psychische Narbe hinterlassen. Umso wichtiger wäre die rechtzeitige Reaktion, die ohne zu Zögern eingeleitet wird.

    Keine vollständige Heilung möglich

    Am Ende sollte man sich darüber im Klaren sein, dass sich keine dieser drei Krankheiten jemals wieder vollständig heilen lässt. Dies hört sich dramatisch an, doch in Wahrheit trägt bereits gut die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland das Herpes-simplex-Virus in sich.

    Erst wenn das Immunsystem geschwächt ist, tritt es an die Oberfläche und kann so für die unschönen Symptome sorgen. Selbst mit der stärksten Herpes-Behandlung lässt es sich nicht mehr ganz vertreiben, wodurch ein erneuter Ausbruch der Krankheit zumindest nicht völlig ausgeschlossen werden kann.

    Bei den meisten Patienten sind jedoch auch diese sehr selten und es gibt zugleich Medikamente, mit denen sich diese Komplikationen weiter stark eindämmen lassen.

    1. Finger weg vom Herpes | deutscher-apotheker-zeitung.de
    2. Looker KJ, et al. (2015). Global and regional estimates of prevalent and incident herpes simplex virus type 1 infections in 2012 | journals.plos.org
    3. Herpes testing. (2018) |  labtestsonline.org
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