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Autor: Thomas Meiser
Autor: Thomas Meiser

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz
Aktualisiert:

Behandlung von Haarausfall - was hilft?

Für die Behandlung von Haarausfall gibt es viele Möglichkeiten.

Die bekanntesten Behandlungsmethoden von Haarausfall sind Shampoos, Medikamente oder auch eine Haartransplantation. Üblicherweise behandeln betroffene den Haarausfall auch genau in dieser Reihenfolge. 

Erst wird es der Haarausfall mit Shampoos bekämpft, was oft keine sichtbaren Erfolge zeigt. Dann wird es mit Medikamenten wie Finasterid probiert, welche aber langfristig auch Nebenwirkungen zeigen können. Oft wird dann doch der Weg zu einer Haartransplantation überlegt. 

Kurze Fragen & Antworten

Bekannt für die Behandlung von Haarausfall sind Shampoos, Medikamente oder auch chirurgische Eingriffe wie die Haartransplantation. Um eine passende Behandlung gegen den Haarausfall zu finden, muss der Typ des Haarausfalls ausfindig gemacht werden. Für unterscheide Haarausfall Formen gibt es auch unterschiede Behandlungstypen. 

Eine Haartransplantation eignet sich dann, wenn es sich um einen genetischen Haarausfall handelt. Sprich es ist dann sinnvoll, wenn der Haarausfall als unumkehrbar (irreversible) eingestuft wird. 

Der Wirkstoff Finasterid kann nur bei erblich bedingten Haarausfall helfen. In diesem Fall kann der Haarausfall gestoppt und teilweise sogar neuer Haarwuchs angeregt werden. 

Inhalt:
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    haarausfall-behandlung-methoden

    Bevor die Behandlung beginnt

    Bevor Haarausfall aktiv behandelt werden kann, wird eine genaue Anamnese der aktuellen Situation vorgenommen.

    Hier wird explizit auf die verschiedenen Symptome geachtet, um die möglichen Ursachen und Gründe für den Verlust der Haare zu bestimmen. Nach diesen ersten ganzheitlichen Symptomen werden dann die einzelnen Haare genauer unter die Lupe genommen.

    Dabei soll sich zeigen, ob sie vielleicht zu dünn oder brüchig sind und sich aus diesen Gründen ein optischer Verlust einstellt, der häufig auf Mangelerscheinungen zurückzuführen ist.

    Haarwurzel Test

    Außerdem kann festgestellt werden ob Haarwurzeln zu schwach verankert sind. Wenn dies der Fall ist, könnte es sich um einem diffusen Haarausfall und nicht zu einem erblich bedingten Haarausfall handeln.

    Mithilfe einer Stanzbiopsie lässt sich unter einer Vollnarkose eine Probe des Gewebes entnehmen. Dadurch lässt sich im Labor bestimmen, ob eine Erkrankung der Haut ebenfalls ein Grund für das Verlieren der Haare sein kann.

    All diese Faktoren müssen in Erwägung gezogen werden, bevor Maßnahmen zur Behandlung ergriffen werden. Hinzu kommt häufig eine Blutuntersuchung, an der sich ebenfalls zeigen würde, ob Schwankungen im Hormonhaushalt einer der Gründe sein können.

    Lässt sich Haarausfall vorbeugen?

    Bevor eine teure Behandlung in die Wege geleitet wird, kann versucht werden den Haarausfall vorzubeugen.

    Denn es ist durchaus möglich, vorbeugende Maßnahmen gegen den Haarausfall einzuleiten. Je schneller reagiert wird, desto höher sind die Chancen auf Erfolg. Dabei kann keine Garantie auf Erfolg gegeben werden, besonders nicht wenn der Haarausfall genetisch bedingt ist. 

    • Haare waschen

    Eines der bekanntesten Hinweise in Bezug auf Haarausfall ist das Haare waschen. Dabei kann Haare waschen sowohl hilfreich sein und Haarausfall vorbeugen, zu häufiges Haare waschen kann allerdings auch die Haare austrocknen und somit den Haarausfall begünstigen.

    Die Haarwurzeln werden durch das Haarewaschen gut durchblutet, was wiederum das Wachstum der Haare anregt. Außerdem werden beim Haarewaschen Hauttalg, Gifte aus der Umwelt und Rückstände von Schweiß und weitere Verschmutzungen entfernt. Zu häufiges Haarewaschen sollte vermieden werden, ansonsten trocknet die Kopfhaut aus.

    Tipps gegen Haarausfall:

    • Weniger Stress

    Menschen mit Stress produzieren vermehrt bestimmte Botenstoffe und Neurotransmitter. Diese Stoffe können den Haarwurzeln schaden.

    • Richtige Ernährung

    Die Haargesundheit und das Haarwachstum werden durch Aufbaustoffe, Nährstoffe und Vitamine bestimmt. Daher kann eine gesunde Ernährung auch Haarausfall vorbeugen.

    • Wenig Hitze

    Die Proteine der Haare werden durch zu starke Hitze zerstört. Deshalb sollten die Haare nicht in regelmäßigen Abständen zu stark geglättet oder geföhnt werden.

    • Haare färben
    Durch das Färben der Haare könnten diese brüchig und spröde werden. Außerdem wird die Kopfhaut gereizt. Studien können dies allerdings noch nicht belegen.

    Welche Behandlung stoppt den Haarausfall?

    • Die Art der Behandlung hängt wie bereits erklärt auch von der Ursache des Haarverlustes ab.

    Ein hormonell erblich bedingter Haarausfall wird ganz anders behandelt, als zum Beispiel Haarausfall, der aus einer Mangelernährung resultiert. Dasselbe gilt beispielsweise auch für den kreisrunden Haarausfall. Der Arzt kann nur sehr schwer abschätzen, welche Behandlung anschlägt, denn die Situation ist immer individuell zu bewerten.

    Wichtig: Nur ein Dermatologe kann tatsächlich abklären, welche Ursache der Haarausfall zu Grunde liegt. Anschließend kann eine entsprechende Therapie eingeleitet werden. Ohne ärztliche Beratung tappen viele Betroffenen im dunkeln.

    Behandlung von erblich bedingten Haarausfall

    Hier kann eine orale Therapie schnelle Erfolge liefern, wobei zunächst eine niedrige Dosierung eingesetzt wird. Entscheidend ist hierbei der Wirkstoff Finasterid, der bereits in der Vergangenheit äußerst erfolgreich zur Behandlung von Haarausfall eingesetzt wurde.

    Auf der anderen Seite werden häufig zusätzliche Maßnahmen ergriffen, die sich zum Beispiel in Form von einer Umstellung der Ernährung deutlich zeigen. Diese Methoden können allerdings nur wenig auswirken und können den Vorgang maximal etwas entschleunigen.

    Grundsätzlich gibt es drei wirksame Mittel und Methoden, die zur Behandlung und Therapie bei einem erblich bedingten Haarausfall angewendet werden.

    Finasterid (Propecia):

    Propecia® enthält den Wirkstoff Finasterid. Es ist das erste zugelassene & wirksame verschreibungspflichtige Medikament zur Behandlung von androgenen (erblich bedingten) Haarausfall. Eine Tablette enthält 1 mg Finasterid.

    Minoxidil

    Der Wirkstoff Minoxidil gehört der Gruppe der Antihypertonika an und wird Frauen wie auch Männern gegen androgenetischen Haarausfall eingesetzt. Bekannt ist der Wirkstoff auch als Regaine.

    Antiandrogene

    Antiandrogene werden vor allem von Frauen eingesetzt, da es bei Männern zu einem deutlich Testosteronverlust führen kann.

    Wissenswertes zu Finasterid: Finasterid wurde ursprünglich eigentlich als Medikament im Kampf gegen eine gutartige Prostatavergrößerung eingesetzt. Mediziner entdeckten den positiven Nebeneffekt zufällig, denn Finasterid regt tatsächlich das Haarwachstum an. Deshalb wird Finasterid oft bei erblich bedingtem Haarausfall eingesetzt.

    Bei vielen Betroffenen verursacht Finasterid den Stopp des Haarverlustes. In manchen Fällen verdichtet sich das Kopfhaar nach der Einnahme wieder. Propecia (Finasterid) muss allerdings mindestens 3-6 Monate eingenommen werden, bis sich erste Wirkungen zeigen. Sobald das Finasterid abgesetzt wird beginnt der Haarausfall von neuem.

    Wissenswertes zu Minoxidil: Ganz ähnlich wie Finasterid war auch Minoxidil ursprünglich für etwas ganz anders gedacht, denn eigentlich sollte es als Medikament gegen Bluthochdruck eingesetzt werden. Die Nebenwirkungen des Medikaments war allerdings ein verstärkter Haarwuchs. Deshalb kann eine Haartinktur mit Minoxidil bei erblich bedingtem Haarausfall zur Behandlung eingesetzt werden. Das Mittel wirkt äußerlich angewendet.

    Wissenswertes über Antiandrogene: Antiandrogene sind eine mögliche Behandlungsmethode von Haarausfall bei Frauen. Diese werden oftmals direkt nach den Wechseljahren verschrieben. Meist ist eine Kombination mit Östrogenen notwendig.

    Behandlung von kreisrunden Haarausfall

    • Wenn es sich um kreisrunden Haarausfall handelt, gibt es viele Möglichkeiten zur Behandlung.

    Hier ist es in erster Linie von großer Bedeutung, die Haut an den betroffenen Stellen aktiv zu pflegen. Häufig kommen hier Cremes zum Einsatz, welche Kortison oder Vitamin-A-Säure-Derivate enthalten.

    Um örtliche Reize zu setzen wird in manchen Fällen zugleich eine Therapie mit UV-Licht angeordnet, welche ebenfalls für die gewünschten Fortschritte in der Bewältigung der Situation sorgen soll. Hinzu kommt die Möglichkeit einer oralen Behandlung. Die dabei eingesetzten Medikamente zielen in erster Linie auf eine Linderung der Entzündung der Kopfhaut ab.

    Gegen den kreisrunden Haarausfall werden vor allem folgende vier Methode häufig eingesetzt:

    Dithranol

    Dithranol (Anthralin, Cignolin) ist zur äußerlichen Anwendung geeignet.

    Topische Immuntherapie

    Ist bei größeren kahlen Stellen für die äußerliche Anwendung gedacht.

    Glukokortikoide

    Dient der innerlichen und äußerlichen Anwendung.

    PUVA

    PUVA ist eine Bestrahlung mit UV-A-Licht. Es ist für die äußerliche Anwendung gedacht.

    Behandlung von diffusen Haarausfall

    Tatsächlich ist es beim diffusen Haarausfall in der Praxis oft schwer, die genauen Ursachen ausfindig zu machen. Deshalb werden unterschiedliche Maßnahmen ergriffen, um den Verlust der Haare in der Folge Schritt für Schritt einzudämmen.

    Die tatsächliche Behandlung setzt sich zumeist aus mehreren unterschiedlichen Methoden zusammen. Je nach dem, wie stark die Problematik ausgeprägt ist, kommen zu Beginn verschiedene Medikamente zum Einsatz.

    Hinzu kommt eine Umstellung der Ernährung, um Mangelerscheinungen aktiv vorbeugen zu können. Bei der Haarpflege gibt es zugleich spezielle Produkte, die sich noch mehr an die individuellen Anforderungen der Haare anpassen und damit für Fortschritte sorgen. Alternative Ansätze zu einer Behandlung bieten verschiedene Naturmittel.

    Haartransplantation bei diffusen Haarausfall?

    Eine Haartransplantation sehen viele Betroffene am Ende als die letzte Lösung, um nicht zu einer Perücke greifen zu müssen. Hierfür gibt es inzwischen spezielle Anbieter, welche neue Haarwurzeln an den betroffenen Stellen verpflanzen. Da dies aber mit jedem Haar einzeln geschehen muss, sind auch die Kosten einer derartigen Behandlung entsprechend hoch.

    Selbsthilfe bei Haarausfall?

    Gegen den Haarausfall gibt es im Handel zahlreiche frei verkäufliche Produkte, wie zum Beispiel Shampoos oder Extrakte.

    Diese regen das Haarwachstum laut Hersteller an. Die Durchblutung der Kopfhaut wird damit stimuliert. Es gibt aber keinen Beweis für die Wirksamkeit dieser Produkte. Das trifft übrigens auch auf zahlreiche Haarwässer und Präparate mit Zink zu.

    Ein guter Friseur berät zu einer optimalen Frisur und optimiert den Haarschnitt. Hautpartien, die dünner werden oder kahle Stellen werden mit dem richtigen Haarschnitt gut verdeckt.

    Mit einer Perücke oder mit einem Toupet aus echtem oder aus künstlichem Haar können die betroffenen Stellen kaschiert werden. Die Ersatzhaare gibt es in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Manche davon sind sogar zum Schwimmen geeignet.

    Tipp zum Kämmen: Damit beim Kämmen der Haare keine Haare ausgerissen werden sollten die Borsten der Bürste nach Möglichkeit abgerundet sein.

    Haare trocknen?

    Die schonendste Variante zum Haartrocknen ist das Trocknen an der Luft. Das Rubbeln mit einem Handtuch sollte vermieden werden. In diesem Fall spielt natürlich das gewünschte Ergebnis und die individuelle Haarbeschaffenheit die wichtigste Rolle. Es gibt Verfahren für das tägliche Styling, die für das Haar sehr aggressiv sind. Beispiele sind: Dauerwelle, glätten oder bleichen.

    Psyche

    Die körperliche Belastung, bzw. auch der psychische Zustand sind besonders wichtig, wenn es um ein effektives Mittel gegen den Haarausfall geht. Die optimale Behandlung lautet also Entspannung. Wenn Stresshormone ausgeschüttet werden, kann dies zu Haarverlust führen. Um den Haarverlust zu stoppen und die Haarfollikel zu schonen empfehlen sich erholsamer Schlaf und Phasen der Entspannung ganz besonders.

    Finasterid gegen Haarausfall

    Bei Finasterid handelt es sich um einen Arzneistoff, welcher zur Behandlung von hormonellem und genetischem Haarausfall verwendet wird. Das aller erste Medikament mit Finasterid wurde von einem amerikanischen Pharmaunternehmen entwickelt. Es enthielt den Handelsnamen Propecia.

    • Tägliche Einnahme (1 mg)
    • Ergebnisse nach etwa 3 Monaten

    Wie funktioniert Finasterid?

    Sollte die Haarfollikel bei Einnahme des Medikaments noch in Takt sein, so wächst sie auch während der Behandlung weiter. Nach dem Absetzen des Medikaments setzt sich der Haarausfall fort.

    Die Ergebnisse treten allerdings erst innerhalb von 3 bis 6 Monaten auf. Verglichen zu Beginn der Einnahme sollten Nutzer dickeres Haar und einen Unterschied in deren Konsistenz bemerken. Nach der Einnahme werden die kahlen Stellen, die mit neuem Haar gefüllt wurden, wieder langsam ausfallen. 

    1. Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall. Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH | pharmazeutische-zeitung.de
    2. Therapie von Haarausfall Wort & Bild Verlag |  apotheken-umschau.de
    3. Haarausfall ist kein Schicksal mehr. Frankfurter Allgemeine Zeitung | www.faz.net


    Bildnachweis: Aisylu Ahmadieva | shutterestock.com

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