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Autor: Thomas Meiser
Autor: Thomas Meiser

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz
Aktualisiert: 13. Oktober 2020

Nitrofurantoin Antibiotikum – Vorteile & Nachteile

Nitrofurantoin ist ein Antibiotikum, das für die Behandlung von Harnwegsinfekten wie einer Blasenentzündung (Zystitis) eingesetzt wird.

Der Wirkstoff Nitrofurantoin schädigt die DNA, Proteine sowie Enzyme der Bakterienzellen und bekämpft so erfolgreich eine Infektion. 

Dank der vielen Angriffspunkte des Wirkstoffes in der Bakterienzelle gilt das Risiko für Resistenzbildungen der Bakterien gegen Nitrofurantoin als sehr gering.

Das macht das Medikament zu einem wirksamen und beliebten Heilmittel gegen Harnwegsinfektionen. Die geringe Behandlungsdauer von wenigen Tagen bis zu einer Woche ermöglicht zudem eine schnelle Therapie. Wer die Behandlung möglichst diskret wünscht, kann das Antibiotikum auch über eine Online Diagnose anfragen. 

nitrofurantoin
Kurze Fragen & Antworten

Nitrofurantoin baut auf dem gleichnamigen Wirkstoff auf. Dieser wird bei einer Infektion in den Harnwegen aktiv, indem er das Erbgut der Bakterienzellen zerstört. Dies erschwert den Stoffwechsel der Zellen und hindert sie somit an einer weiteren Ausbreitung. Damit wird die Infektion effektiv gestoppt.

Nitrofurantoin wird zur Behandlung von akuten und unkomplizierten Harnwegsinfekten (Blasenentzündung) eingesetzt. Es kann Patientinnen und Patienten, die unter chronischen Harnwegsbeschwerden leiden, aber auch zur Vorbeugung und Linderung weiterer Infektionen oder Abflussstörungen verschrieben werden. Dies sollte jedoch nur auf ärztlichen Rat hin erfolgen.

Die Retardtabletten sollten stets zu einer Mahlzeit mit etwas Wasser eingenommen werden. So kann der Körper die Wirkstoffe besser aufnehmen. Außerdem werden durch Nahrung die Verträglichkeit des Medikaments gesteigert und Nebenwirkungen reduziert.

Die häufigsten Nebenwirkungen von Nitrofurantoin sind zentraler oder gastrointestinaler Art. Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit können auftreten. Gelegentlich kann es auch zu Erkältungssymptomen wie Fieber, Husten, Muskelschmerzen oder Gesichtsrötungen kommen. Sehr viel seltener sind schwerwiegende Begleiterscheinungen wie Erkrankungen der Niere, Leber oder Nerven. Diese entstehen vor allem bei einer langfristigen Medikation mit Nitrofurantoin und sollten umgehend medizinisch behandelt werden. 

Wie die meisten Antibiotika kann die Wirkung von Nitrofurantoin durch den Konsum von Alkohol negativ beeinflusst werden. Alkohol reduziert nicht nur die Wirkung des Medikaments, da beide Stoffe über die Leber abgebaut werden. Es entsteht zudem eine zusätzliche Belastung der Leber. Während der Behandlungsdauer sollte deshalb gänzlich auf Alkohol verzichtet werden. Bei einer Langzeittherapie wird außerdem eine regelmäßige Kontrolle der Leberwerte empfohlen.

Gegen die Einnahme von Nitrofurantoin während der Schwangerschaft liegen keine nennenswerten Gegenanzeigen vor. Allerdings sollten Frauen ab der 38. Woche, die sich also zeitnah vor dem Geburtstermin befinden, auf die Einnahme verzichten, um bleibende Schäden beim Kind auszuschließen. Ob eine Behandlung während der Stillzeit in Frage kommt, sollte vom behandelnden Arzt entschieden werden.

Nitrofurantoin kann negativen Einfluss auf die Darmflora haben und zu Durchfall führen. Ist dies der Fall, werden die Wirkstoffe aus der Pille möglicherweise nur noch vermindert aufgenommen und die empfängnisverhütende Wirkung entschieden eingeschränkt. Frauen, die mit der Antibabypille verhüten, sollten die Einnahme von Nitrofurantoin deshalb vorab mit einem Arzt abklären und gegebenenfalls während der Behandlungsdauer zusätzlich auf alternative Verhütungsmethoden zurückgreifen.

Frauen haben eine kürzere Harnröhre (Urethra) als Männer. Deshalb entstehen schneller und häufiger Blasenentzündungen. Da sich eine Infektion bei Männern dafür schneller auf die Niere überträgt, kann die Erkrankung bei ihnen schwerwiegender verlaufen und mehr Folgeschäden wie Prostatavergrößerungen oder Prostatakrebs nach sich ziehen. Die Behandlungsdauer ist bei Männern in der Regel deshalb länger, um die Infektion gänzlich zu bekämpfen und etwaige Risiken zu vermeiden.

Inhalt:
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    Vorteile & Nachteile

    Erfahrungen mit Nitrofurantoin

    Auf dem medizinischen Bewertungsportal Sanego etwa 68 Patienten über die Erfahrung mit Nitrofurantoin berichtet. 
    Zusammengefasst ergeben die Erfahrungsberichte über Nitrofurantoin folgende Statistik:

    Allgemeine Erfahrung:

    Wirksamkeit
    65%
    Verträglichkeit
    36%
    Anwendung
    71%
    Preis/Leistung
    61%
    Empfehlung
    41%
    Gesamtdurchschnitt
    55%

    Nebenwirkungen:

    Übelkeit
    27%
    Atembeschwerden
    13%
    Kopfschmerzrn
    11%
    Durchfall
    8%
    keine Nebenwirkugnen
    8%
    Müdigkeit
    8%
    Online Diagnose für Nitrofurantoin

    Das Antibiotikum Nitrofurantoin kann auch über eine Online Diagnose angefragt werden. Wenn ein Rezept über das Internet ausgestellt werden kann, wird ein Expressversand in die Wege geleitet, wodurch das Medikament bereits innerhalb von 24 Stunden empfangen werden kann.

    Wirkung von Nitrofurantoin

    Nitrofurantoin ist sowohl der Name als auch der Wirkstoff des Medikaments. Es gehört zu den sogenannten Prodrugs: Das sind pharmakologische Arzneistoffe, die erst durch Umwandlungen im Körper in ihre eigentliche Wirkform verwandelt werden. Nitrofurantoin wird also erst am Wirkort – in den Harnwegen – aktiv und kann dort gezielt wirken. Dies erhöht nicht nur die Effektivität der Behandlung, sondern reduziert auch das Risiko für Nebenwirkungen.

    Nachdem der Wirkstoff aus dem Darm ins Blut aufgenommen und über die Harnwege abgegeben wurde, dringt Nitrofurantoin bei einer Entzündung in die aktiven Bakterienzellen ein. Dort wird es von in den Zellen befindlichen Enzymen in seine aktive Form umgewandelt. Dann kann Nitrofurantoin das bakterielle Erbgut angreifen, woraufhin die Bakterienzellen sich nicht nur nicht mehr vermehren können, sondern selektiv auch abgetötet werden.

    Nitrofurantoin wird deshalb auch als bakteriostatisches (das Wachstum von Bakterien hemmendes) und bakterizides (Bakterien abtötendes) Medikament bezeichnet. Weil der Stoffwechsel der Bakterienzellen zusammenbricht und sich die geschädigten Bakterienzellen nicht mehr reparieren können, wird die Infektion damit gestoppt. 

    Einnahme und Dosierung

    Nitrofurantoin wird oral und zu einer Mahlzeit mit etwas Flüssigkeit eingenommen, um Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden oder Übelkeit zu vermeiden. Zusätzlich wird es dem Körper dadurch erleichtert, die Wirkstoffe zu absorbieren.

    Die übliche Einzeldosis der Retardtabletten beträgt 100 mg, die als Einmaldosis oder mehrmals, üblicherweise 2-3 Mal bis hin zu viermal täglich, über den Tag verteilt eingenommen werden können. 

    Die Dosis und Anwendungsdauer richten sich nach der Schwere der Erkrankung, sollte aber immer auf Rat des Arztes erfolgen. Üblicherweise beträgt die Dauer einer Akuttherapie 5 bis 7 Tage, zur Vorbeugung von Infektionen bei chronischen Harnwegsleiden kann Nitrofurantoin in niedriger Dosierung auch über mehrere Monate hinweg verschrieben werden. Dies sollte jedoch nur auf ärztlichen Rat hin erfolgen.

    Wie bei jedem Antibiotikum darf die Behandlung keinesfalls vorzeitig abgebrochen werden – auch wenn bereits eine Besserung der Symptome bemerkt wird. Bei frühzeitiger Beendigung der Behandlung kann es vorkommen, dass die übrigen Bakterien eine Resistenz gegen das Antibiotikum entwickeln und die Infektion wieder aufflammt.

    Nitrofurantoin Einnahme vergessen?

    Wenn die Einnahme von Nitrofurantoin vergessen wurde, sollte diese nicht nachgeholt, sondern die Behandlung zum nächsten Einnahmezeitpunkt ganz normal fortgeführt werden. Es sollte also zu keinem Zeitpunkt eine doppelte Menge eingenommen werden.

    Mögliche Nebenwirkungen von Nitrofurantoin

    Wie bei jedem Medikament kann es bei der Einnahme von Nitrofurantoin zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Am häufigsten sind dabei zentrale und gastrointestinale Störungen wie Schwindel, Augenzittern, Kopfschmerzen oder Übelkeit. Appetitlosigkeit kann besonders zu Beginn der Therapie auftreten, auch allergische Reaktionen sind möglich.

    Ein Teil der Wirkstoffe wird zu unwirksamen Stoffwechselprodukten umgewandelt und über den Urin ausgeschieden. Die oftmals auftretende Braunfärbung des Urins infolgedessen ist vorübergehend und unbedenklich.

    Weitere weitestgehend ungefährliche Begleiterscheinungen sind:

    Sehr seltene und schwere Nebenwirkungen, die vor allem bei einer Langzeittherapie auftreten können, sind Lungen-, Leber- oder Nervenerkrankungen. Vorsicht ist geboten, wenn eines oder mehr der folgenden Symptome nach der Einnahme von Nitrofurantoin bemerkt werden:

    Nebenwirkungen laut Erfahrungsberichten

    Auch auf dem medizinischen Bewertungsportal „Sanego“ haben knapp 70 Personen über die Nebenwirkungen von dem Antibiotikum Nitrofurantoin berichtet. 

    Auswertung der Nebenwirkungen laut Erfahraungsberichte:
    Übelkeit:
    27%
    Atembeschwerden:
    13%
    Kopfschmerzen:
    11%
    Durchfall:
    8%
    keine Nebenwirkungen:
    8%

    Gegenanzeigen

    Patientinnen und Patienten, die an einer Überempfindlichkeit gegen einen oder mehrere der Inhaltsstoffe von Nitrofurantoin leiden, sollten das Medikament nicht einnehmen.

    Auch Nierenerkrankungen, Nierenfunktionsstörungen oder G6PD-Mangel (Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel), eine spezielle vererbte Stoffwechselstörung, kontraindizieren eine Einnahme des Antibiotikums.

    Patientinnen und Patienten, die an einer Nervenentzündung oder anderen Nervenerkrankung leiden, sollten das Medikament ebenfalls nicht einnehmen. Besonders bei einer Diabeteserkrankung besteht eine erhöhte Gefahr von Nervenschädigungen.

    Wechselwirkungen

    In Kombination mit bestimmten anderen Medikamenten können mit der Einnahme von Nitrofurantoin unter Umständen Wechselwirkungen einhergehen.

    Dazu gehören vor allem:

    Ferner können magnesiumhaltige Mittel, die zur Behandlung von Magenbeschwerden eingesetzt werden, die Wirksamkeit von Nitrofurantoin einschränken. Der verschreibende Arzt sollte deshalb immer über die medizinische Vorgeschichte und bestehende Medikamentationen in Kenntnis gesetzt werden.

    Gibt es Nitrofurantoin mit Online Rezept?

    Ja. Der Wirkstoff Nitrofurantoin ist zwar verschreibungspflichtig, kann aber auch über eine Online Diagnose verschrieben werden. Wenn Patientinnen & Patienten Nitrofurantoin kaufen möchten, kann das notwendige Rezept also auch über eine Online Klinik ausgestellt werden. 

    Seriöse Anbieter ermöglichen zudem eine Zahlung auf Rechnung, wodurch die Behandlung direkt begonnen werden kann, auch wenn die Zahlung erst 1 bis 2 Wochen später erfolgt. Eine Expresslieferung von 24 Stunden sorgt dafür, das Nitrofurantoin zur Behandlung der Blasenentzündung oder Harnwegsinfekten zügig eintrifft. Über das Internet ist somit eine möglichst diskrete und zugleich sehr schnelle Behandlung möglich. 

    1. Nitrofurantoin – Anwendung, Wirkung, Nebenwirkungen | Gelbe Liste
    2. Nitrofurantoin – DocCheck Flexikon
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