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Autor: Thomas Meiser
Autor: Thomas Meiser

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz
Aktualisiert:

Geschlechtskrankheiten erkennen & behandeln

Wenn Geschlechtskrankheiten bemerkt werden, sollte eine schnelle Behandlung erfolgen.

Geschlechtskrankheiten sind ein Punkt, der in unserer heutigen Gesellschaft noch immer totgeschwiegen wird, weshalb sich auch die faktischen Kenntnisse oft in einem sehr kleinen Bereich halten.

Doch ein Blick auf die Statistiken zeigt doch sehr deutlich, dass es eben viele Betroffene gibt, die dies in der Folge aber nicht nach außen kommunizieren.

Wem es zu unangenehm ist mit dem Verdacht auf einer Geschlechtskrankheit zum Hausarzt oder Urologen zu gehen, der kann dank dem modernen Zeitalter auch eine Online Diagnose nutzen. Dabei erfolgt die Rezeptausstellung bequem über das Internet wodurch Wartezeiten vermieden werden und eine Zahlung auf Rechnung möglich ist. 

Kurze Fragen & Antworten

Geschlechtskrankheiten werden häufig mit STI oder STD abgekürzt. Die Abkürzungen stammen aus dem Englischen und werden „sexually transmitted infection/disease“ (STI & STD) bezeichnet. 

Die Chlamydien sind in Deutschland in den letzten Jahren am häufigsten als Geschlechtskrankheit vertreten.

Zwar wird die Krankheit größtenteils bei Frauen bei Frauen bemerkt, allerdings auch nur Männer häufig vollkommen Symptomfrei (Beschwerdefrei) die Erreger in sich tragen können. Dadurch verbreitet sich die Krankheit unbewusst weiter.

Die einfachste Methode um Geschlechtskrankheiten zu verhindern ist die Verwendung eines Kondoms. Hormonelle Verhütungsmethoden wie die Antibabypille oder ein Verhütungsring können nicht vor Krankheiten schützen.

Ja, es gibt zahlreiche unterschiedliche Geschlechtskrankheiten. Genauer gesagt, werden die Krankheiten in drei Erregertypen eingeteilt. Verantwortlich für die Ansteckung mit einer Geschlechtskrankheit sind:

  • Viren
  • Bakterien
  • Paratsiten

Ja, virale Infektionen wie Feigwarzen (Genitalwarzen) oder Genitalherpes fallen ebenfalls in die Kategorie der Geschlechtskrankheiten. Leider gelten diese Krankheiten auch als nicht heilbar, so dass Menschen die sich einmal damit angesteckt haben, diese ein Leben lang jederzeit wieder unter den Symptomen leiden könnten.   

Jaein. Nicht alle, aber einige Geschlechtskrankheiten lassen sich auch über eine Online Diagnose behandeln. Dadurch sparen sich Patienten die Zeit bis zu einem persönlichen Arzttermin, die Fahrtkosten und den erneuten Weg zur Apotheke. In schweren Fällen wird ein Besuch im Krankenhaus angeraten. 

Inhalt:
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    Sie haben starke Schmerzen? Sofort Hilfe suchen

    Wenden Sie sich bei Problemen bitte immer schnellstens bei Ihren Hausarzt oder suchen Sie einen Facharzt auf. Im schlimmsten Fall können Sie bei starken Schmerzen auch ins Krankenhaus um eine Antibakterielles und schmerzstillendes Mittel zu bekommen. Unsere Informationen sollen keinen Arztbesuch ersetzen und nicht zu eigenständigen Diagnosen anregen.

    Zahl der Geschlechtskrankheiten in Deutschland

    Zwar ist Deutschland aufgrund seines Status als entwickelte Industrienation nicht so schwer von Geschlechtskrankheiten getroffen wie andere Länder, doch wir sollten erkennen, dass auch hierzulande dieses Phänomen durchaus vorhanden ist.

    Natürlich ist es immer wenig greifbar, sich die Zahlen für neue Erkrankungen vor Augen zu führen, schließlich hört man heute sehr häufig etwas von gewissen Risiken. Dennoch lässt sich daran sehr gut verdeutlichen, welche Krankheiten speziell in Deutschland sehr häufig auftreten.

    HIV gilt dabei noch immer als die Versinnbildlichung von einer Geschlechtskrankheit, die zugleich schlimme Folgen mit sich bringen kann. Jährlich sind es in Deutschland in etwa 3.000 Personen, die sich neu mit dem HI-Virus infizieren.

    Etwas darüber liegt auch die Ansteckung, die es Jahr für Jahr in Deutschland mit Syphilis gibt. Hier sind es nach Angaben der deutschen Dermatologen in etwa 4.600 Menschen, die die Erreger durch eine Untersuchung oder durch die entsprechenden Symptome entdecken können.

    Natürlich sind dies nur die öffentlichen Angaben, die von den deutschen Instituten zu diesem Thema veröffentlicht werden konnten. In der Regel ist davon auszugehen, dass die tatsächliche Zahl der Erkrankung dieses Angeben noch deutlich übersteigen wird. Denn die Dunkelziffer ist bei Geschlechtskrankheiten besonders hoch. Dies liegt zum einen daran, dass nicht für alle Geschlechtskrankheiten eine ärztliche Meldepflicht besteht.

    Geschlechtskrankheiten werden nicht immer erkannt

    Gleichzeitig lässt sich eben eine Geschlechtskrankheit gar nicht in jedem Fall erkennen. Häufig ist die Ausbildung von den Symptomen zu schwach, oder aber sie werden von der betroffenen Person gar nicht wahrgenommen. 

    Die Erreger sind aber dennoch im Körper vorhanden, sodass man im medizinischen Sinne von einer Infektion sprechen würde. Experten sind deshalb der Meinung, dass die tatsächliche Infektionsrate bei vielen Krankheiten um bis zu 20 Prozent höher liegt, als dies in den offiziellen Angaben der Fall ist.

    Auch dies sollte ein weiteres Warnsignal darstellen, das zeigt, wie weit verbreitet viele Krankheiten doch sind.

    Geschlechtskrankheiten schnell erkennen

    Um sich selbst ein genaueres Bild von der aktuellen Lage machen zu können, ist es sehr zu empfehlen, die auftretenden Symptome so genau wie möglich einzuordnen.

    Nicht immer führt dies dazu, dass man selbst tatsächlich schon so etwas wie eine Diagnose treffen kann, doch zumindest bietet sich eine grobe Orientierung. Doch auf was soll nun also gezielt geachtet werden?

     

    Charakteristische Merkmale

    Manche Geschlechtskrankheiten verfügen über sehr charakteristische Symptome, die schnell einen engen Kreis in Bezug auf mögliche Ursachen schließen lassen.

    Ein gutes Beispiel hierfür wäre zum Beispiel ein farblich gut bestimmbarer Ausfluss aus der Vagina, welcher auf eine Ansteckung mit Chlamydien oder Tripper hindeuten kann. Andererseits bilden sich bei so manch anderer Krankheit optisch sehr gut erkennbare Merkmale, wie zum Beispiel Feigwarzen, im Bereich der Genitalien aus.

     

    Schmerzen können als Diagnose dienen

    Gleichzeitig gilt es auch die Schmerzen zu lokalisieren und zu charakterisieren, wenn diese denn im eigenen Krankheitsbild ebenfalls vorkommen sollten. Während Schmerzen beim Wasserlassen und beim Geschlechtsverkehr darauf hindeuten, dass es sich um einen bakteriellen Erreger handelt, ist es bei Gliederschmerzen, die vielleicht sogar von Fieber begleitet werden, sehr wahrscheinlich, dass sich die Erkrankung an und für sich bereits in einem eher fortgeschrittenen Stadium befindet.

    Schutzmöglichkeiten vor Geschlechtskrankheiten

    Es bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten sich vor Geschlechtskrankheiten zu schützen. Eine Garantie sich niemals mit einer Geschlechtskrankheit anzustecken kann allerdings keine Schutzmaßnahme liefern. Das Risiko wird dadurch allerdings verringert.

    Kondome schützen effektiv vor Geschlechtskrankheiten

    Ein Kondom verhindert nicht nur eine ungewollte Schwangerschaft, sondern kann auch unterschiedlichste Geschlechtskrankheiten verhindern. Dies geschieht dadurch, dass der direkte Kontakt der Schleimhäute verhindert wird, sodass die Erreger beim Geschlechtsverkehr nicht mehr übertragen werden.

    Kondome müssen richtig verwendet werden

    Die größte Gefahr, die sich ergeben kann, tritt bei einer nicht ordnungsgemäßen Anwendung auf. Ein Kondom sollte gut sitzen und nicht von alleine wieder abrollen. Auch auch eine Kontrolle auf Risse oder Löcher sollte erfolgen.

    Werden Kondome dagegen richtig eingesetzt, so besteht kaum mehr ein Grund, sich in Bezug auf eine mögliche Ansteckung Sorgen zu machen. Gerade wenn man selbst zu wechselnden Sexualpartnern neigt, ist es sehr zu empfehlen, dabei auf ein Kondom zu setzen. Somit kann auch hier das Risiko einer Ansteckung mit fast allen bekannten Geschlechtskrankheiten auf ein absolutes Minimum reduziert werden.

    Weitere Vorsichtsmaßnahmen beim Sex

    Sollten bei einem Partner zum Beispiel sichtbare Veränderungen der Haut, wie zum Beispiel kleine Bläschen oder unnatürliche Rötungen zu sehen sein, so gilt es, den Kontakt mit diesen Stellen möglichst zu vermeiden. Schließlich gibt es einige Krankheitserreger, die bei Hautkontakt übertragen werden können, wobei sie durch kleinste Risse in den Körper gelangen.

    Bei Bläschen und Geschwülsten ist zusätzliche Vorsicht geboten, da es sich hierbei oft um virale Erreger handelt. Diese befinden sich innerhalb der Bläschen oft in einer sehr konzentrierten Form, weshalb die Gefahr der Ansteckung besonders hoch ist.

    Ordnungsgemäße Körperhygiene

    Mit zusätzlichen Tipps für die Hygiene kann das Risiko auf eine Ansteckung mit einer Geschlechtskrankheit weiter reduziert werden 

    Handtücher & Gegenstände

    Manche Viren und Bakterien, die ursächlich für eine Geschlechtskrankheit sind, können auch außerhalb des Körpers für einige Zeit überleben.

    Selbst das Teilen eines Handtuchs, oder aber die gemeinsame Verwendung von einem Sexspielzeug, können daher zu einer Ansteckung führen.

    Eine besondere Hygiene & Vorsicht kann also einen Teil dazu beitragen. Handtücher & Bettwäsche sollten mit 90° gewaschen werden um somit auch aggressive Keime & Bakterien zu beseitigen. Sexspielzeug sollte mit einem Desinfektionsmittel gereinigt werden.

    Übertriebene Hygiene

    Auf der anderen Seite ist es vor allem bei Frauen manchmal kontraproduktiv, wenn die Hygiene im Intimbereich überhandnimmt. Dies liegt daran, dass die Haut normalerweise einen gewissen sauren PH-Wert besitzt, welcher manche Erreger bereits abtöten kann.

    Durch eine übermäßige Verwendung von Pflegeprodukten kann es nun dazu kommen, dass dieser natürliche Schutzschild eingeschränkt wird, was es für die Erreger einfacher macht, in den Körper zu dringen.

    Zu aggressive Pflegeprodukte können bei Frauen zu einer Bakteriellen Vaginose führen.

    Impfung als Schutz?

    • Eine Impfung kann vor manchen Geschlechtskrankheiten schüzen.

    Bei einer Impfung werden geschwächte und damit ungefährliche Krankheitserreger zugeführt, was den Körper zur Bildung von Antikörpern veranlasst. Nun kann sich das Immunsystem selbst gegen die echten Krankheitserreger zur Wehr setzen, wenn es zu einer Infektion kommen sollte.

    So kann man den Körper zum Beispiel vor dem humanen Papillomaviren schützen, die ursächlich für Feigwarzen sind. Da aber eine Impfung nicht rückwirkend möglich ist, sollte sie in möglichst jungen Jahren durchgeführt werden. Nach dem ersten Geschlechtsverkehr ist es schließlich möglich, dass sich die Viren bereits latent im Körper befinden.

    Es gibt aktuell nur wenige Geschlechtskrankheiten, zu denen eine Impfung als adäquaten Schutz möglich ist.

    Video über die Impfung gegen Geschlechtskrankheiten

    Chlamydien

    Es gibt verschiedene Ursachen dafür, dass Chlamydien mit zu den Geschlechtskrankheiten zählen, die sich sehr schnell ausbreiten können und wofür gerade junge Männer und Frauen sehr anfällig sind.

    Es beginnt bereits damit, dass viele Betroffene erst gar nicht davon wissen, dass sie bereits die Infektion in sich tragen.

    Dies liegt daran, dass hier bei mehr als 75 Prozent der Frauen erst überhaupt keine Symptome zu erkennen sind, wodurch oft nur ein professioneller Test diese Tatsache richtig erkennen kann. Auch bei Männern ist es bei jeder zweiten Infektion mit Chlamydien so, dass sie zu Beginn erst gar nicht zu erkennen ist.

    Hier besteht aber grundsätzlich kein besonderer Grund zur Sorge. Denn da es sich um eine bakterielle Erkrankung handelt, ist es möglich, mit einem einfachen Antibiotikum effektiv dagegen vorzugehen.

    Tripper (Gonorrhoe)

    Eine andere Krankheit, die in der Öffentlichkeit sehr häufig außen vor gelassen wird, ist Gonorrhoe. Dies ist der fachlich korrekte Name, doch im Normalfall ist der Begriff „Tripper“ sehr viel geläufiger.

    Dabei gilt es darauf zu achten, dass auch diese Krankheit von Bakterien ausgelöst wird. In der Praxis bedeutet dies, dass es in den meisten Fällen möglich ist, Tripper mit einem normalen Antibiotika wirksam zu behandeln.

    Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil die derzeitigen Infektionszahlen bei in etwa 100 Millionen Menschen weltweit liegen, wobei es bei der Häufigkeit der Erkrankung zwischen Frauen und Männern in der Praxis keinen Unterschied zu entdecken gibt.

    Typische Symptome können dabei zum Beispiel eitriger Ausfluss, oder aber Schmerzen beim Wasserlassen sein. Es gibt aber auch Fälle, in denen die Symptome nicht oder nur schwach zutage treten, wodurch sie ignoriert werden. Dann ist allerdings die Gefahr, andere Menschen mit Tripper zu infizieren, sehr groß.

    Genitalwarzen (Feigwarzen)

    Feigwarzen oder auch Genitalwarzen genannt, sind gerade in Mitteleuropa eine der am weitesten verbreiteten Geschlechtskrankheiten.

    Hier handelt es sich um Wucherungen von Gewebe im Intimbereich, die natürlich den meisten Menschen sehr unangenehm sind.

    Da die Ansteckungsrate selbst bei einmaligem Geschlechtsverkehr laut neuesten Studien bei 60 Prozent liegt, sollte man dementsprechend darauf achten, frühzeitig mit der Behandlung zu beginnen.

    Dies liegt auch daran, dass der Virus im Körper verbleibt, wodurch nicht ausgeschlossen werden kann, dass das Phänomen in Zukunft immer wieder auftritt.

    Was kann helfen?

    Zur Behandlung bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten, wie zum Beispiel ein chirurgischer Eingriff, oder aber auch eine Behandlung per Laser. Dabei wird direkt gegen die Warzen vorgegangen, ohne dabei aber auch die Viren selbst anzugehen. Deshalb empfehlen Experten auch aus diesem Grunde stets, zum Beispiel mit Produkten wie der Aldara Creme aktiv dagegen vorzugehen. 

    Genitalherpes (Herpes Genitalis)

    Der sogenannte Genitalherpes dürfte vielen Menschen ein Begriff sein.

    Der Herpes Genitalis ist auch deshalb so weit verbreitet, weil ein großer Teil der Betroffenen erst spät von der Infektion erfährt. Somit vergehen oft bereits mehrere Wochen, bis endlich erste Maßnahmen in die Wege geleitet werden können. In anderen Fällen bilden sich jedoch bereits wenige Tage nach der Ansteckung mit dem Virus kleine Bläschen oder Geschwüre im Intimbereich, die ein eindeutiger Indikator für Herpes Genitalis sind.

    Behandlung ist ratsam

    Selbst wenn die Krankheit an und für sich keine schlimmeren Symptome nach sich zieht, sollte man schnell eine Behandlung in die Wege leiten, um mögliche Spätfolgen verhindern zu können. Diese führen ansonsten Jahre später in manchen Fällen sogar zu völlig irreparablen körperlichen Schädigungen.

    Was hilft?

    Heute haben wir dabei das Privileg, mit verschiedenen Medikamenten sehr effektiv gegen die Infektion vorgehen zu können.

    Unter anderem Famvir oder Valtrex sorgen dafür, dass sich die Viren nicht weiter im Körper ausbreiten können und die Symptome nach und nach abklingen.

    Bakterielle Vaginose

    Die bakterielle Vaginose ist eine der häufigsten Geschlechtskrankheiten, die bei Frauen auftreten kann. Wissenschaftliche Studien haben belegt, dass in etwa 20 Prozent aller Frauen zumindest ein Mal in ihrem Leben davon betroffen sind.

    Der Auslöser für die Krankheit ist meist ungeschützter Geschlechtsverkehr, bei dem viele Krankheitserreger übertragen werden können.

    Diese bringen nun das bakterielle Gleichgewicht in der Scheide durcheinander, was zu den typischen Symptomen führt. Dabei ist es vor allem der natürliche Säuremantel der Vagina, welcher auf diesem Wege zerstört wird. Dies kann eben unter anderem dadurch geschehen, dass viele basische Bakterienstämme beim Geschlechtsverkehr übertragen werden.

    Am Ende führt dies zur Einschränkung des natürlichen Schutzes vor weiteren Erregern, die normalerweise von den Milchsäurebakterien abgewehrt werden würden.

    Doch selbstverständlich ist es auch hier medikamentös möglich, die ersten Schritte gegen die Infektion in die Wege zu leiten. Besonders mit dem Medikament Metronidazol ist die Chance auf ein rasches Abklingen der Symptome dabei sehr hoch. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, während der Zeit der Infektion und während der Zeit der Behandlung jeglichen sexuellen Kontakt zu vermeiden.

    Dies liegt vor allem daran, dass das ohnehin gestörte Gleichgewicht dadurch vollends zerstört werden kann, und der Heilungsprozess nun nicht wie gewünscht fortgesetzt werden kann. Wenn sich an alles gehalten wird, kann schnell mit einer Besserung und einem nachlasen der Schmerzen gerechnet werden.

    Harnwegsinfektion

    Ein Harnwegsinfekt, auch Harnröhrenentzündung genannt, kann sowohl bei Männern als auch bei Frauen auftreten.

    Statistisch gesehen ist es aber tatsächlich so, dass Männer viel häufiger mit genau diesem Problem zu kämpfen haben. Das wohl charakteristischste Symptom, mit dem man sich dabei befassen muss, ist ein Schmerz beim Wasserlassen.

    Auf der anderen Seite geht es hier aber auch darum, dass die Infizierten sehr häufig den Drang verspüren, auf die Toilette zu gehen. Gleichzeitig deutet auch ein Juckreiz oder ein Brennen im Bereich um die Harnröhre an, dass es sich um eine sogenannte Nicht-gonorrhoische Urethritis handelt.

    Erst vor wenigen Jahren konnte dabei erstmals nachgewiesen werden, dass dabei von einem direkten Zusammenhang zu Chlamydien in sehr vielen Fällen auszugehen ist.

    Dafür spricht unter anderem auch die Tatsache, dass es statistisch gesehen zu einer besonderen Häufung dieser Fälle bei Menschen zwischen 20 und 24 Jahren, also einer ohnehin sexuell recht aktiven Gruppe der Bevölkerung, gibt.

    Verwechslung mit einer Blasenentzündung

    Viele Menschen rechnen dabei zu Beginn erst einmal mit einer normalen Blasenentzündung, weshalb in vielen Fällen erst gar keine entsprechenden Schritte für die Behandlung in Erwägung gezogen werden.

    Dies kann sich später als Problem erweisen, denn so bleiben die bakteriellen oder viralen Erreger weiterhin im Organismus aktiv. Selbst in den ersten Stadien der Erkrankung ist es aus diesem Grund zu empfehlen, direkt die entsprechenden Maßnahmen für die Behandlung in die Wege zu leiten.

    Was hilft?

    Besonders die Medikamente Azithromycin oder Doxycyclin haben sich dabei in der Vergangenheit in besonderer Weise profilieren können und werden nicht zuletzt deshalb von vielen Ärzten verschrieben.

    Genitalen Mycoplasma

    Bei einem Genitalen Mycoplasma (Mykoplasmeninfektion) ist es grundsätzlich sehr schwierig, selbst eine Diagnose zu stellen.

    Dies liegt unter anderem daran, dass es sich hier um eine Geschlechtskrankheit handelt, die sich eigentlich in vielen Punkten kaum von Gonorrhoe oder Chlamydien unterscheidet.

    Deshalb ist es ungemein wichtig, sich von Anfang an sehr genau damit auseinanderzusetzen, um selbst eine möglichst genaue Einschätzung der Situation vorbringen zu können. Unter anderem können Störungen beim Wasserlassen, Schmerzen im Genitalbereich, oder aber ein gewisser Juckreiz die Symptome sein.

    Beschwerden sind oft Symptomfrei

    Allerdings gibt es auch bei dieser Infektion einige Fälle, in denen es erst gar nicht zu einem Auftreten von Symptomen kommt. In diesem Fall kann es unter Umständen besser sein, sich auf andere Aspekte zu konzentrieren.

    Da nun nur durch eine ärztliche Anamnese eine Diagnose gestellt werden kann, kommt es in der Folge eben sehr häufig dazu, dass die betroffenen Personen es nicht schaffen, direkt eine entsprechende Behandlung in die Wege zu leiten.

    Was hilft?

    Selbst wenn noch zu Beginn keine klare Diagnose möglich ist, so hilft es, aktiv mit einem Antibiotikum in die Situation einzugreifen. Bereits mit Medikamenten wie Azithromycin kann es also gelingen, die Infektion an und für sich noch weiter einzudämmen, sodass es nicht zu weiteren Schäden kommen kann.

    Trichomonaden

    Auch die Geschlechtskrankheit Trichomoniasis (Trichomonaden) wird von einem Parasiten ausgelöst, der vor allem bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr in den Körper eindringen kann.

    Die eigene Diagnose ist hierbei leider oft sehr schwierig zu stellen, da auch Trichomoniasis anderen Krankheiten von den Symptomen her sehr ähnlich ist.

    In Deutschland ist diese Erkrankung zwar relativ selten, doch im weltweiten Vergleich zählt sie doch zu den bedeutendsten Geschlechtskrankheiten. Ist ein Mann von der Infektion mit dem Erreger Trichomonas vaginalis betroffen, so empfindet er dies in den meisten Fällen sehr ähnlich einer Entzündung der Harnröhre.

    Dies bedeutet in der Praxis, dass Schmerzen beim Wasserlassen auftreten, welche unter Umständen von einem Juckreiz begleitet werden.

    Männer oft Symptomfrei - Frauen dagegen nicht

    Bei Männern verhält es sich aber grundsätzlich so, dass die Symptome nur bei wenigen Erkrankten auch zutage treten.

    Anders verhält es sich bei Frauen. Diese stecken sich zwar verhältnismäßig seltener an, doch wenn dies passiert, sind die daraus entstehenden Wirkungen dann doch ein ganzes Stück gravierender.

    Hier kommt es zu einem oft übel-riechenden Ausfluss, der in vielen Fällen von Schmerzen beim Wasserlassen sowie einem starken Juckreiz begleitet wird.

    Was hilft?

    In Bezug auf die medikamentöse Behandlung ist es hier vor allen Dingen der Wirkstoff Metronidazol, welcher sich besonders in den Vordergrund drängt.

    Ureaplasma

    Auch Ureaplasma ist eine der Geschlechtskrankheiten, die direkt durch die Infektion durch ein Bakterium zustande kommen.

    In den meisten Fällen ist es dabei so, dass sich der Urogenitaltrakts entzündet, wobei sowohl Frauen als auch Männer von Ureaplasma betroffen sein können.

    Hier fällt auf, dass die sehr schwach auftretenden Symptome denen einer normalen Blasenentzündung sehr ähnlich sind, weshalb oft nur der Arzt entscheiden kann, um welche Art der Erkrankung es sich nun eigentlich handelt.

    Die betroffenen Personen werden diese Schritte aber nur sehr selten in die Wege leiten, da sie meist schmerzfrei sind. Gleichzeitig handelt es sich aber um eine hochansteckende Erkrankung, die so schnell auf viele Menschen übertragen wird.

    Keine reine Geschlechtskrankheit

    Experten werden Ureaplasma nicht ausschließlich als Geschlechtskrankheit bezeichnen. Dies liegt vor allem daran, dass hier eben nicht nur die Infektion über den Geschlechtsverkehr möglich ist, sondern sogar die normale Tröpfcheninfektion.

    Was hilft?

    Gleichzeitig zeichnet sich aber der Vorteil ab, dass Ureaplasma mit einem speziellen Medikament, ähnlich einem Antibiotikum behandelt werden kann.

    Medikamente die zum Beispiel Doxycyclin enthalten, werden bereits seit längerer Zeit in diesem Bereich eingesetzt. Die Wirkung von Doxycyclin sorgt bei Ureaplasma für eine nachhaltige Heilung.

    1. Geschlechtskrankheiten: Risiko, Symptome, Tests – NetDoktor
    2. Krank durch Sex: Chlamydien, Feigwarzen, HIV | Apotheken – apotheken-umschau.de
    3. Überblick über Geschlechtskrankheiten – Infektionen – MSD


    Bildquelle: Shutterstock.com

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