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Autor: Patrick Mikic
Autor: Patrick Mikic

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz
Aktualisiert:

Ursachen von Fettleibigkeit

Die grundlegende Ursache von Fettleibigkeit ist eine positive Energiebilanz, also wenn die Zufuhr von Energie höher als dessen Verbrauch ist. Die Ursachen dieser positiven Energiebilanz, belichten wir im Artikel genauer. 

Inhalt:
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    Die bekanntesten Gründe für Übergewicht

    Grund für ein Übergewicht, ist ein Überschuss an Kalorien. Dieser Überschuss kann wiederum durch verschiedene Faktoren verursacht werden, meistens ist die Entstehung von Adipositas auf mehrere davon zurückzuführen.

    Folgende sind die häufigsten Ursachen des Übergewichts:

    • Sozio-kulturelle Faktoren (Überernährung, falsche Ernährung, Bewegungsmangel)
    • Genetische Faktoren
    • Erkrankungen, pränatale Faktoren und Medikamente
    • Schlafgewohnheiten

    Sozio-kulturelle Faktoren

    Überernährung, falsche Ernährung und Bewegungsmangel

    fettleibigkeit-ursachen-junkfood

    Eine übermäßige und unausgeglichene Ernährung einerseits und der Mangel an Bewegung andererseits führen zu einem Überschuss an Energie, welche folglich in Fett-Depots abgespeichert wird. 

    Insbesondere in den Industrieländern ist nicht nur immer weniger Bewegung nötig und das Angebot an Lebensmitteln hoch, auch die Qualität und die Zusammensetzung der Nahrung sind unangemessen.

    Auch ein hoher Zuckeranteil beeinflusst den Blutzuckerspiegel und fördert das ständig wiederkehrende Hungergefühl.

    Generell führen viele sozio-kulturelle Faktoren zum Energieüberschuss.

    Sozio-kulturelle Faktoren sind:

    • Transportmittel (Auto, Fahrstuhl, Rolltreppe)
    • Sitzende Tätigkeit & passive Freizeit (Computer, Fernsehen)
    • Übersprungshandlung (Frust, Langeweile, Stress)
    • Ersatz für persönliche und emotionale Zuwendung
    • Lebensmittel-Überangebot
    • Keine geregelten Mahlzeiten (Snacks)
    • Zu hoher Fett-, Salz- und Zuckergehalt
    • Geschmacksverstärker (können appetitanregend sein)
    • Farb- und Geruchsstoffe (lassen das Essen appetitlicher erscheinen)
    • Geschmacksprägung durch Zuckerzusatz (bereits in der Babynahrung enthalten)
    • Werbung (für zucker- und fetthaltige Lebensmittel)
    • Übergewicht als Zeichen für Wohlstand in manchen Kulturen

    Genetische Faktoren

    Studien mit Adoptivkindern zeigten, dass die Neigung zum Übergewicht vererbt werden kann.

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    Studien zeigten das es ein Zusammenhang zwischen den BMI und dem ihrer leiblichen Eltern, nicht aber ihrer Adoptiveltern gibt.2An adoption study of human obesity.N Engl J Med. 1986 Jan 23;314(4):193-8. | doi.org

    Es gibt sogenannte gute und schlechte Futterverwerter, einige Menschen können also den Energieüberschuss besser in den Fettzellen abspeichern als andere.

    Die genetische Veranlagung steigert jedoch nur das Risiko für Fettleibigkeit, kann dieses jedoch nur in Kombination mit anderen Faktoren verursachen.

    Erkrankungen und Medikamente

    Adipositas kann außerdem aufgrund von Nebenwirkungen bestimmter Medikamente entstehen.

    Gewisse Erkrankungen, die Einnahme von Medikamenten und auch pränatale Faktoren können die Entstehung von Fettleibigkeit fördern.

    Insbesondere Esssucht und Stoffwechselerkrankungen wie Schilddrüsenunterfunktion, Störungen des Cortisolhaushaltes und Glucosestoffwechselstörungen mit Hyperinsulinismus können ein Übergewicht begünstigen oder verursachen.

    Doch auch pränatale Faktoren, also Veränderungen und Vorgänge, die den Fötus bereits im Mutterleib prägen, haben einen Einfluss auf Adipositas.

    Zu ihnen gehören bestimmte Erkrankungen der Mutter (z. B. Diabetes mellitus) sowie die Einnahme von gewissen Medikamenten und Chemikalien während der Schwangerschaft.

    Des Weiteren wird vermutet, dass ein Zusammenhang zwischen Adipositas und dem Adenovirus besteht. In gewissen Fällen scheint die Fettleibigkeit auf eine Infektion mit diesem Virus zurückzuführen zu sein, denn das Adenovirus kann Stammzellen zu Fettzellen transformieren.

    Bekannte Medikamente für eine Gewichtszunahme:

    Kortison

    Kortisonhaltige Medikamente senken den Energieverbrauch und erhöhen den Appetit.

    Betablocker

    Dauerhafte Einnahme machen träge und Müde.

    Inuslin

    Insulin kann zu Fetteinlagerungen führen.

    Weitere bekannte Medikamente:

    • Medikamente gegen psychische Erkrankungen (Antidepressiva & Antipsychotika)
    • Arzneimittel gegen Epilepsie (Antikonvulsiva)
    • Migränemittel wie Pizotifen und Flunarizin
    • antiallergische Medikamente (Antihistaminika)
    • Schmerzmittel mit entzündungshemmende Wirkung wie Ibuprofen oder Diclofenac
    • Medikamente gegen Parkinson (Dopaminagonisten)

    Schlafgewohnheiten

    Studien konnten belegen, dass ausreichender und qualitativ hoher Schlaf wichtig ist, um Adipositas zu vermeiden.

    uebergewicht-schlaf-ungesund

    Ausreichend zu schlafen führt zu einer geringeren Nahrungsaufnahme, einer niedrigen Nüchtern-Leptin-Konzentrationund folglich zu einem geringerem Gewicht. Dies können auch Studien belegen.1Sleep and obesity Guglielmo Beccuti and Silvana Pannain | ncbi.nlm.nih.gov

    Außerdem benötigt der Körper nachts viel Energie, um mit Hilfe des HGH-Hormons Körperzellen zu regenerieren.

    • Vermehrte Fettspeicherung bereits nach einer schlaflose Nacht bemerkbar
    • Muskelverlust begünstigt Fettspeicherung
    • Erhöhte Entzündungsbereitschaft durch Schlafmangel

    Ein gesunder Schlaf zwischen 6 bis 8 Stunden ist empfehlenswert.

    Video Dokumentation: Fettleibigkeit vorprogrammiert

    Ursache anstatt Symptome behandeln:

    Um die Fettleibigkeit langfristig auf gesunder Weise zu behandeln, müssen die Ursachen behandelt werden. Manche Ursachen können mit Disziplin, einer strengen Diät behandelt werden, andere wiederum sind fasst nur mit Medikamenten oder Operationen behandelbar. Es ist stets empfehlenswert einen Arzt zu konsultieren um die Ursache ausfindig zu machen.

    1. Sleep and obesity Guglielmo Beccuti and Silvana Pannain | ncbi.nlm.nih.gov
    2. An adoption study of human obesity.N Engl J Med. 1986 Jan 23;314(4):193-8. | doi.org
    3. Dick durch Schlafmangel? – deutsche-apotheker-zeitung.de
    4. Genetic predictors of weight loss in overweight and obese subjects – nature.com
    5. Why people become overweight – health.harvard.edu
    6. Obesity and overweight – World Health Organization
    7. Health Risks of Being Overweight – niddk.nih.gov
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