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Autor: Patrick Mikic
Autor: Patrick Mikic

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz
Aktualisiert:

Wie wird Fettleibigkeit behandelt?

Die Behandlung von Fettleibigkeit kann sowohl gänzlich ohne Schulmedizin wie auch medikamentös oder sogar operativ erfolgen. Bevor zu drastischen Maßnahmen gegriffen wird, sollte über eine Ernährungsumstellung und sportlicher Betätigung die Krankheit so gut wie nur möglich behandelt werden. 

fettleibigkeit-behandlung
Inhalt:
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    Behandlung mit einer Diät

    Low Carb? High Carb? Fasten oder Paleo Letztendlich funktioniert so gut wie jede Diät, da sie alle auf ein Kaloriendefizit abzielen und dieses zwangsläufig zum Gewichtsverlust führt. Daher ist bei den unterschiedlichen Konzepten vor allem die persönliche Präferenz entscheidend.

    • Wie gewiss wird die Diät durchgehalten?
    • Wird eine strenge oder lockere Diät bevorzugt?
    • Welche Nahrungsmittel werden bevorzugt?
    • Soll zusätzlich Sport erfolgen?

    Vor dem Beginn einer Diät sollte sich jeder ehrlich eingestehen, auf was er nicht verzichten könnte und überlegen, welche Lebensmittel auf keinen Fall auf dem Ernährungsplan stehen sollten. Bei der Auswahl des richtigen Konzepts ist außerdem wichtig, ob und wie gut sich die Diät in den persönlichen Alltag integrieren lässt.

    Blitz-Diäten sind in der Regel sehr ungesund und führen fast immer zu einem Jo-Jo-Effekt. Während wirklich wirksame Diäten meistens lange andauern und schwer durchzuhalten sind.

    Diäten mit Sport kombinieren

    Nicht nur durch eine Ernährungsumstellung kann ein Kaloriendefizit erreicht werden. Auch regelmäßiger Sport kann dazu beitragen, dauerhaft Gewicht zu verlieren.

    Regelmäßige Bewegung hat gleich zwei positive Effekte, die zu einer Gewichtsreduzierung führen können. Der erste Effekt besteht darin, dass durch die sportliche Betätigung Kalorien verbrannt werden. Ab einem gewissen Level wenn dann die Fettreserven im Körper angegriffen, sodass an Gewicht reduziert wird.

    Der zweite positive Effekt besteht darin, dass durch den Sport Muskeln aufgebaut werden, die zukünftig ein erhöhtes Maß an Kalorien benötigen. Betroffene können zukünftig also mehr Kalorien aufnehmen, ohne dabei gleich ein Fettpolster aufzubauen.

    Rezeptfreie Fatbuner

    Durch Fatburner soll der Stoffwechsel so angeregt werden, dass der Grundumsatz erhöht und der Gewichtsverlust folglich erleichtert wird. Allerdings funktionieren Fatburner nur ergänzend zu einer ausgewogenen, gesunden Ernährung und ausreichender sportlicher Betätigung. 

    Selbst dann, können so genannte „Fatburner“ nur einen sehr geringer Teil zum Gewichtsverlust beitragen. Ein gewisser Placebo Effekt, sollte  dabei allerdings nicht außer acht gelassen werden. Glauben Menschen daran etwas zu wirkungsvolles einzunehmen, kann daraus tatsächlich ein positiver Effekt entstehen. Mehr als das Produkt ohne diesen guten Glaubensansatz bewirken könnte. 

    Was genau sind Fatburner?

    Als Fatburner werden natürliche oder synthetisch hergestellte Substanzen bezeichnet, welche die körpereigne Fettverbrennung fördern sollen.

    Dies soll durch die Veränderung des Stoffwechsels, durch das Erhöhen der Körpertemperatur, die Steigerung der Aktivität oder durch eine stärkere Fettausscheidung erreicht werden.

    Es gibt sowohl natürliche Fettverbrenner wie etwa Koffein und Grüner Tee aber auch künstliche Fatburner, die sowohl aus natürlichen, als auch aus synthetischen Stoffen hergestellt werden. Die Produkte sind häufig als Pulver, Flüssigkeit oder in Tablettenform erhältlich.

    Die meisten dieser Produkte sind rezeptfrei und nicht apothekenpflichtig. Daher sind viele dieser Fatburner auch freiverkäuflich.

    Achtung:

    Nicht selten beinhalten künstliche Fatburner jedoch auch illegale Substanzen oder Stoffe, die in Deutschland rechtlich eingeschränkt sind. Hiervon sollte Abstand genommen werden.

    Wirkung und Risiken von Fatburner

    Grüner Tee, Koffein, Magnesium, Vitamin C, Linolsäure, Seetang und L-Carnitin zählen zu den bekanntesten natürlichen Fettverbrennern, wobei die Wirkung nur bei den ersten zwei wissenschaftlich belegt ist. Hierbei handelt es sich um natürliche und legale Substanzen, eine Überdosierung in sehr großen Ausmaß kann dennoch gefährlich sein.

    Legale Fatburner kurbeln alles etwas an und steigern die Motivation, etwas zu tun, dennoch ist auch ein eigener Wille notwendig, um von ihnen profitieren zu können.

    Außerdem kann schnell ein Gewöhnungseffekt auftreten, da der Körper sich mit der Zeit an die zusätzlich exogen zugeführte Energie gewöhnt und folglich immer höhere Dosen benötigt. Genau aus diesem Grund können selbst natürliche Fatburner gefährlich werden, da auch hier eine Überdosierung Risiken mit sich bringt. Die geplante und empfohlene Einnahme sollte nicht überschritten werden.

    Es wird dringend abgeraten Fatburner miteinander zu kombinieren, da dann vor allem die Menge an Koffein und entwässerndere Wirkstoffe gefährlich werden könnten. Wenn man einen Fatburner nehmen möchte, sollte man sich für einen entscheiden und diesen auch für die Dauer einer Diät einnehmen.

    Nichts ist ineffektiver als das ständige einnehmen und absetzen eines Fatburners von mehreren Wochen.

    Medikamente gegen Übergewicht

    Am Markt werden heute unzählige Möglichkeiten für Verbraucher angeboten, die abnehmen möchten. Leider sind die meisten der angebotenen Methoden auf Dauer nicht effektiv, was vor allen Dingen für viele Crash-Diäten zutrifft.

    Bevor Patienten zu Operationen geraten wird, können auch verschreibungspflichtige Medikamente zur Behandlung von Fettleibigkeit verschrieben werden. 

    Dabei gibt des unterschiedliche Wirkstoffe und verschiedene Arzneimittel zur Auswahl. Neben umstrittenen Appetitzüglern gibt es das bekannte Xenical, welches als Fettblocker funktioniert. 

    Die effektive Wirkung des Medikamentes ist auf den Wirkstoff Orlistat zurückzuführen. Der Wirkstoff hat die Eigenschaft, die im Darm vorhandenen Enzyme (Lipasen) zu spalten. Dadurch wird verhindert, dass diese Enzyme an der Spaltung der Fettzellen beteiligt sind.

    Auf diese Weise kann rund ein Drittel des Fettes, welches über die Nahrung aufgenommen wird, direkt und unverdaut wieder aus dem Körper ausgeschieden werden. Der Gewichtsverlust setzt immer unter der Voraussetzung ein, dass der Verbrauch an Energie höher als die zugeführte Energie ist.

    Operationen gegen Übergewicht

    Eine Operation gegen Übergewicht kommt erst ab einem BMI von über 40 in Frage. Wenn zusätzlich andere Erkrankungen bestehen, kann auch ein BMI über 35 ausreichend sein. Begleitererkrankungen sind beispielsweise Diabetes, Bluthochdruck oder andere Erkrankungen des Herz und Kreislauf. 

    Eine Operation wird erst dann in die Wege geleitet, wenn alle anderen Maßnahmen ohne Erfolglos waren. Zuvor wird also auch ein begleitetes Abnehmprogramm und/oder eine Ernährungsberatung angeraten. Diese Programm sollten absolviert und genau protokolliert werden. 

    Bevor eine Operation eingeleitet wird, werden in zahlreichen Terminen mit den Ärzten die Vor-, und Nachteile abgewogen. Operationen können zwar hilfreich sein und auch die Begleiterkrankungen behandeln, allerdings können auch zahlreiche Nachteile und Risken entstehen. 

    Nach einer Operation muss im übrigen weiterhin, in manchen Fällen sogar ein Leben lang, auf bestimmte Lebensmittel verzichtetet werden. Nicht selten folgen nach einer Operation noch zahlreiche Kontrolltermine und weitere gesundheitliche Komplikationen, die im schlimmsten Fall sogar erst durch die Operation entstanden sind. 

    Es gibt unterschiedliche operative Eingriffe gegen Fettleibigkeit. Folgende gelten als die bekanntesten: 

    Magenband

    Das Magenband ist die bekannteste operative Möglichkeit. Hierbei wird der Magen mit einem elastischen Band eingeschnürt. Somit wird weniger Nahrung aufgenommen und der Körper empfindet schneller ein Sättigungsgefühl. Aufgrund zahlreicher Komplikationen wird diese Methode kaum noch verwendet. Diese Operation kann rückgängig gemacht werden.

    Magenverkleinerung

    Die Schlauchmagen-Operation (kurz: Magenverkleinerung) dient dazu dass Volumen im Magen zu verringern. Dabei wird ein großer Teil des Magens entfernt. Die Methode gilt als wirksamer als das Magenband und schonender als der Magenbypass. Ein Nachteil wäre dass Patienten ein leben Lang Vitamine zu sich führen müssen, da der Magen diese nicht mehr richtig aufnehmen kann. Die Operation kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.

    Magenbypass

    Die Magenbypass Operation kombiniert 2 Operationen in einem. Hierbei wird neben der Magenverkleinerung noch der Verdauungsweg verkürzt. Dadurch kann der Körper weniger Nährstoffe und Kalorien aufnehmen. Die Operation gilt als die effektivste, bringt aber auch zahlreiche Nachteile mit sich.

    Die Behandlung von Fettleibigkeit kann vielseitig sein:

    Die Behandlung von Fettleibigkeit kann sehr unterschiedlich ausfallen. Wenn ein Patient nur mit einer strengen Ernährungsumstellung erfolge hat, bedeutet das nicht, dass dies auch für den nächsten Patienten gilt. Wir empfehlen daher immer einen persönlichen Arzttermin um alle Möglichkeiten zu besprechen. Mögliche Operationen können im übrigen auch von der Krankenkasse übernommen werden, wenn bestimmte Faktoren erfüllt werden.

    1. Adipositas. Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH) |  diabetesinformationsdienst-muenchen.de
    2. Themenschwerpunkt: Übergewicht und Adipositas. Robert Koch-Institut | rki.de
    3. Adipositas. Wort & Bild Verlag | apotheken-umschau.de
    4. Fettleibigkeit – Wikipedia | de.wikipedia.org
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