Skip to main content
Autor: Thomas Meiser
Autor: Thomas Meiser

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz

Aktualisiert: 1. Mai 2020

Verträgt sich Alkohol & Bluthochdruck?

Bluthochdruck und Alkohol: Die Menge macht das Gift

In Bezug auf Bluthochdruck und Alkohol gibt es grundsätzlich zwei vorherrschende Meinungen: Die einen sagen, dass Alkohol den Blutdruck senken kann, die anderen behaupten, dass er Alkohol den Blutdruck erhöht.

Beide Parteien haben in gewisser Weise recht. Aber….

Grundlegend sollte eine Kombination aus Bluthochdruck und Alkohol mit einer gesunden Kritik betrachtet werden. Unter gewissen Umständen hat Alkohol zwar tatsächlich gewisse positive Effekte auf den Blutdruck, insgesamt gesehen überwiegen jedoch die Nachteile.1Alcohol-induced hypertension: Mechanism and prevention. doi.org

Eine geringe Menge Alkohol gilt als nicht schädlich. Ab einer gewissen Menge, kann sich der Blutdruck allerdings auch erhöhen.5Alkohol: Ist Ihr Konsum riskant? netdoktor.de

Bei Männern gilt dies meisten ab 30 g Alkohol (etwa 1 L Bier), bei Frauen ab 20 g ( etwa 2 Glas Wein) Alkohol.

Ja, Alkohol kann den Testosteronspiegel senken und begünstigt somit auch eine Gewichtszunahme.6Effect of moderate alcohol consumption on plasma dehydroepiandrosterone sulfate, testosterone, and estradiol levels in middle-aged men and postmenopausal women: a diet-controlled intervention study. – doi.org Übergewicht gilt ebenfalls als Ursache von Bluthochdruck

Grundsätzlich kann Alkoholkonsum ab einem gewissen Level Bluthochdruck begünstigen und somit auch dem Herz schaden. Dadurch ist Alkohol in gewisser Weise auch ein Hauptrisikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 

Inhalt:
    Add a header to begin generating the table of contents
    Scroll to Top

    Welche Effekte hat Alkohol auf den Blutdruck?

    Zunächst einmal möchten wir auf die positiven Seiten von Alkohol eingehen: Es ist tatsächlich so, dass ein bis zwei Gläser den Blutdruck kurzfristig senken können. Dieser Effekt ist der gefäßerweiternden Eigenschaft des Alkohols geschuldet. Er tritt allerdings nur dann zutage, wenn der Konsument entspannt ist und dabei keine Zigaretten raucht.

    Werden hingegen größere Mengen an Alkohol konsumiert, dann steigt der Blutdruck unaufhörlich an. Das kann auch bei geringeren Mengen passieren, wenn der Konsument dabei unter Stress steht oder gleichzeitig zur Zigarette greift.4Limiting Alcohol to Manage High Blood Pressure – heart.org

    Des Weiteren spielt auch das Geschlecht eine wichtige Rolle. Während sich der Blutdruck bei Männern ab circa 30 Gramm Alkohol erhöht, sind bei Frauen lediglich 20 Gramm notwendig.

    Wird von diesen Fakten ausgegangen, dann erhöht Alkohol grundsätzlich den Blutdruck. Die Ausnahme, die wir zu Beginn genannt haben, kommt schließlich selten vor, da die meisten Menschen – wenn sie einmal Alkohol trinken – die Grenze nicht Punktgenau einhalten können. 

    Wie stark erhöht Alkohol den Blutdruck?

    Grundsätzlich ist das Maß der Erhöhung des Blutdrucks beim Konsum von Alkohol individuell unterschiedlich. Nichtsdestotrotz kann man als ungefähren Anhaltspunkt sagen, dass der obere – also der systolische – Wert um bis zu 7 mmHg, der untere – also der diastolische – Wert hingegen um bis zu 5 mmHg ansteigt.2Alcohol is bad for blood pressure. doi.org

    Zusätzlich sorgt der Konsum von Zigaretten für eine Erhöhung des Blutdrucks. Die Kombination mit Alkohol ist leider auch keine Seltenheit.

    Warum erhöht Alkohol den Blutdruck?

    Die tatsächlichen Vorgänge im Organismus sind noch nicht vollends erforscht.

    Dennoch weiß man heute, dass der Konsum von Alkohol im Gehirn zu einer Ausschüttung von Hormonen führt, die den Blutdruck erhöhen. Das merkt man beim Trinken bereits daran, dass sich die Herzfrequenz unweigerlich erhöht und das Gesicht des Trinkers die typische rötliche Färbung annimmt.

    Des Weiteren dürfen die indirekten Faktoren nicht unerwähnt bleiben. Wer regelmäßig sehr viel Alkohol trinkt, der neigt auf lange Sicht gesehen zu Übergewicht. Bei übergewichtigen Menschen erweitert sich das Gefäßsystem zwangsläufig, sodass das Herz mehr Energie dafür aufwenden muss, dass Blut in der richtigen Geschwindigkeit durch den Körper zu pumpen – der Blutdruck erhöht sich also.

    Des Weiteren existiert oft ein Zusammenhang zwischen Übergewicht und dem übermäßigen Konsum von Salz. Auch wenn jeder Mensch unterschiedlich auf Salz reagiert, gilt die Substanz grundsätzlich als eine Ursache von Bluthochdruck.

    Wie viel Alkohol darf man trinken?

    Zwar kennt man keine genauen Zahlen, jedoch geht man davon aus, dass sich der Blutdruck auf Dauer nicht verändert, wenn man täglich lediglich ein bis zwei Gläser Wein oder Bier zu sich nimmt.

    Männer dürfen insgesamt bis zu 30 Gramm Alkohol am Tag, Frauen bis zu 20 Gramm pro Tag zu sich nehmen. Alles, was darüber hinausgeht, erhöht den Blutdruck mit einer hohen Wahrscheinlichkeit.

    bluthochdruck-alkohol-wieviel-trinken-erlaubt

    Zusammenfassung

    Patienten, die unter Bluthochdruck leiden, sollten so gut es geht auf Alkohol verzichten. Schließlich handelt es sich bei Alkohol immer noch um ein Zellgift, das jeden Teil des Körpers schädigt – ähnlich wie Bluthochdruck. Des Weiteren sollte man nicht auf Menschen hören, die von schützenden Effekten von Wein auf das Gefäßsystem sprechen. Diese Effekte scheint es zwar tatsächlich zu geben, die negativen Effekte überwiegen jedoch zweifelsfrei.3Cultural history of wine, the theoretical background of wine therapy

    1. Alcohol-induced hypertension: Mechanism and prevention. World J Cardiol. 2014 May 26; 6(5): 245–252 – doi.org
    2. Alcohol is bad for blood pressure. Clin Exp Pharmacol Physiol. 2006 Sep;33(9):847-52. – doi.org
    3. Cultural history of wine, the theoretical background of wine therapy – ncbi
    4. Limiting Alcohol to Manage High Blood Pressure – heart.org
    5. Alkohol: Ist Ihr Konsum riskant? netdoktor.de
    6. Effect of moderate alcohol consumption on plasma dehydroepiandrosterone sulfate, testosterone, and estradiol levels in middle-aged men and postmenopausal women: a diet-controlled intervention study. – doi.org
    Share on facebook
    Facebook
    Share on google
    Google+
    Share on twitter
    Twitter
    Share on linkedin
    LinkedIn