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Autor: Jens Weber
Autor: Jens Weber

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz
Aktualisiert:

Was sind Diuretika?

Diuretika sind sanfte blutdrucksenkende Medikamente, die zu einer vermehrten Ausscheidung von Wasser und Natrium (= Salz) führen. Daher werden Diuretika auch als „Entwässerungstabletten“ bezeichnet.

Inhalt:
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    diuretika

    Wissenswert

    Bei Diuretika handelt es sich um die ersten blutdrucksenkenden Medikamente, die noch vor ACE-Hemmern und Betablockern auf den Markt kamen. Diuretika sind dafür bekannt, besonders effektiv bei älteren Menschen und bei Frauen zu sein.

    Ein Diuretikum wird häufig bei leichten Formen von Hypertonie eingesetzt und kann außerdem mit anderen blutdrucksenkenden Medikamenten kombiniert werden. Dadurch wird die Wirkung verstärkt.Zwar handelt es sich hierbei mit um die schwächsten Medikamente gegen Bluthochdruck, allerdings bedeutet eine schwache Wirkung meist auch geringere Nebenwirkungen.

    Vorteile & Nachteile von Diuretika

    Vorteile

    • wirken harntreibend und blutdrucksenkend
    • zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzinsuffizienz
    • wirksam auch gegen Ödemen verschiedener Ursache
    • als Tablette und Injektionslösung erhältlich
    • gelten als Nebenwirkungsarm

    Nachteile

    • können Elektrolytmangel und Dehydrierung hervorrufen
    • dürfen laut Dopingliste nicht vor und während Wettkämpfen eingenommen werden
    • dürfen nicht zur schnellen Gewichtsreduktion verwendet werden

    Wie funktionieren Diuretika?

    Diuretika sorgen dafür, dass die Nieren vermehrt Wasser und Natrium (= Kochsalz) ausscheiden. Der Körper wird also entwässert, weshalb auch der Gang zur Toilette häufiger ausfällt.

    Weniger Flüssigkeit im Organismus bedeutet gleichzeitig einen niedrigeren Blutdruck, da der Druck innerhalb der Blutgefäße abnimmt. Die Wirkweise eines Diuretikums ist deshalb für jedermann nachvollziehbar und logisch.

    Kurz-Video: Wie Diuretika bei Herzinsuffizienz wirken

    Welche Arten des Diuretikums gibt es?

    Es gibt verschiedene Arten von Diuretika, die sich hinsichtlich ihres Wirkungsortes und ihres Wirkmechanismus voneinander unterscheiden.

    Eines haben sie jedoch gemeinsam: Sie wirken allesamt innerhalb der Nieren bzw. genauer gesagt in den Nierentubuli (Nephron).

    Grundsätzlich unterscheidet man vier verschiedene Arten des Diuretikums:

    Benzothiadiazinderivate

    Hier wird die Natriumrückgewinnung zu Beginn des distalen Tubulus gehemmt. Die Wirkung tritt langsam und in einem mittelstarken Rahmen ein. Die Niere scheidet das Natrium also aus, anstatt es zurück in den Kreislauf zu führen.

    Schleifendiuretika

    Schleifendiuretika wirken stark und führen zu einem sofortigen Wirkungseintritt. Auch sie hemmen die Natriumrückgewinnung, allerdings an einem anderen Wirkungsort: Am aufsteigenden Schenkel der Henle-Schleife.

    Kaliumsparende Diuretika

    Kaliumsparende Diuretika halten Kalium vermehrt im Körper, wobei es sich bei Kalium um den Gegenspieler zu Natrium handelt. Zudem wird Natrium innerhalb eines kleinen Rahmens vermehrt ausgeschieden – die Natriumausscheidung erfolgt bei den anderen hier vorgestellten Arten des Medikamentes jedoch in einem größeren Rahmen.

    Osmotisch wirksame Diuretika

    Der Wirkungsort von osmotisch wirksamen Diuretika ist der proximale Tubulus. Das Medikament bindet Wasser im Plasma.

    Welche Nebenwirkungen haben Diuretika?

    Zwar weisen Diuretika lediglich relativ schwache Nebenwirkungen auf, dennoch gibt es verschiedene Ansatzpunkte im Körper, an denen Nebenwirkungen auftreten können.

    Dazu zählen beispielsweise die Folgenden:

    • Allergische Reaktionen
    • Schwindel
    • Sehstörungen
    • Wadenkrämpfe
    • Mundtrockenheit
    • Natriummangel
    • Kaliummangel
    • Magensiummangel
    • Hohe Harnsäurewerte
    • hohe Fett & Blutzuckerwerte
    • Niedriger Blutdruck
    • Verminderte Zahl von Blutplättchen

    Weniger trinken = niedrigerer Blutdruck?

    Aufgrund der Wirkung des Diuretikums denken viele Menschen, dass sie statt Diuretika einzunehmen einfach nur weniger trinken müssten. Dies ist allerdings nicht der Fall. Die Nieren benötigen jeden Tag ausreichend Flüssigkeit (möglichst zwei bis drei Liter), damit diese richtig arbeiten und die Abfallprodukte des Stoffwechsels entsorgen können. Wenn nicht genügend getrunken wird, verbleiben diese im Körper. Infolgedessen kann es zu schweren Nierenerkrankungen kommen.
    Idealerweise wird der Flüssigkeitsbedarf des Organismus in Form von Wasser oder ungesüßten Tees gestillt.

    Diuretika online kaufen?

    Wenn Patienten Diuretika online kaufen wollen, sollte bedacht werden. dass diese Wirkstoffklasse verschreibungspflichtig ist.

    Der bekannteste Diuretika ist Tensoflux. Um dieses Medikament kaufen zu können, wird ein gültiges Rezept vom Arzt benötigt. Anschließend kann das Rezept in einer örtlichen Apotheke eingelöst werden. Auch Online Versandapotheke können das Rezept akzeptieren und nach Erhalt (was nur per Post möglich ist) das Medikament versenden. 

    Alternativ kann auch eine Online Sprechstunde auf unserer Partnerklinik in Anspruch genommen werden. Nach dem ausfüllen eines Fragebogens kann ein Rezept ausgestellt und der Expressversand in die Wege geleitet werden.

    1. Diuretika – PharmaWiki | pharmawiki.ch
    2. Diuretikum – Wikipedia
    3. Diuretika bei Herzinsuffizienz | Ratgeber Herzinsuffizienz
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