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Autor: Thomas Meiser
Autor: Thomas Meiser

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz
Aktualisiert:

Behandlung von Bluthochdruck

Das Ziel der Behandlung ist ein Blutdruck im Normalbereich.

Bluthochdruck gilt als erfolgreich behandelt, wenn er unter 140 zu 90 mmHg absinkt. Auf diese Weise wird die Entstehung von Folgeerkrankungen bestmöglich verhindert.

So wird Blutdruck behandelt:

In der Schulmedizin wird Bluthochdruck mit Blutdrucksenkern wie ACE-Hemmer, Diuretika, Betablocker oder Kalziumkanalblocker behandelt.

Um den Blutdruck zu senken werden in der Schulmedizin blutdrucksenkende Medikamente verschrieben. 

Bevor diese zum Einsatz kommen, kann es der Patient allerdings auch durch Gewichtsreduktion und/oder einer Ernährugnsumstellueng probieren. Diese Methoden haben vor allem bei einer nur leichten Erhöhung erfolg. 

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Durchaus. Denn Patienten, die unter Diabetes-Typ 2 leiden, sollten ihren Blutdruck auf mindestens 140 zu 85 mmHg absenken.

Patienten mit einer bestehenden Nierenerkrankungen sollten – wenn möglich – einen Wert von unter 125 zu 75 mmHg anstreben. 

Ja. Bei der Behandlung von Bluthochdruck ist es außerdem wichtig, dass der Arzt das Risikoprofil des Patienten beachtet.

Er muss überprüfen, welche Faktoren – abgesehen von Bluthochdruck – gegeben sind, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen könnten. Dazu zählen beispielsweise Faktoren wie Übergewicht, Diabetes, frühere Herzinfarkte und Schlaganfälle, und weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Ja, durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung, kann der Blutdruck in den meisten Fällen gesunken werden.

Artikel lesen: Bluthochdruck durch Ernährung sinken

Für die Behandlung von Bluthochdruck können verschiedene Fachärzte konsultiert werden. Am häufigsten werden Kardiologen oder Internisten mit der Behandlung von Bluthochdruck beauftragt.

Artikel lesen »» Welcher Arzt bei Bluthochdruck

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    Behandlung ohne Medikamente

    Ist lediglich ein leichter Bluthochdruck gegeben, dann kann es für die Behandlung bereits ausreichen, sich einen gesunden und aktiven Lebensstil anzueignen.

    Auf diese Weise lässt sich der Blutdruck meist auf ein normales Maß absenken – häufig wird dadurch sogar die medikamentöse Bluthochdruck-Behandlung überflüssig.

    Dennoch sollte man einzunehmende Medikamente nicht auf eigene Faust absetzen. Die Absetzung von blutdrucksenkenden Medikamenten sollte immer von einem Arzt abgesegnet werden.

    Ein gesunder und aktiver Lebensstil basiert grundsätzlich auf den folgenden vier Säulen:

    Anpassung der Ernährung

    Hinsichtlich der Ernährung sollte von ungesunden Fetten, Fast-Food und salzreicher Kost Abstand gehalten werden.

    Stattdessen empfehlen Experten viele Proteine, Omega-3-Fettsäuren (= ungesättigte Fettsäuren) und frischen Obst und Gemüse. Auch Nüsse können den Speiseplan bereichern.

    Hinweis: Der Salzkonsum sollte sich auf maximal sechs Gramm Salz am Tag beschränken.

    Kein Alkohol, keine Zigaretten

    Alkohol und Zigaretten sind Öl im Feuer von Bluthochdruck. Auf diese beiden Genussmittel sollten Patienten mit Bluthochdruck unbedingt verzichten.

    Während mit dem Rauchen komplett aufgehört werden sollte, kann hinsichtlich des Alkohols ein Auge zugedrückt werden.

    Allerdings nur in dem der Alkohol reduziert wird und nur bei bestimmten Anlässen konsumiert wird. Als Mann sollte man maximal 30 Gramm Alkohol pro Tag zu sich nehmen, als Frau maximal 20 Gramm.

    Regelmäßige Bewegung

    Sportliche Betätigung von 2 bis 3 mal in der Woche kann zur Behandlung von Bluthochdruck beitragen.

    Die ausgewählte Sportart sollte in erster Linie Spaß machen, allerdings sind vor allem Ausdauersportarten empfehlenswert.

    Auch Krafttraining darf größtenteils ohne Einschränkung durchgeführt werden. Der Blutdruck sollte allerdings beobachtet werden und nicht zu lange, auf einem Höchstlevel bleiben. 

    Gewichtsverlust

    Alle bis her genannten Punkte, können dazu beitragen das Gewicht zu reduzieren. 

    Der letzte und entscheidende Punkt ist es, unnötiges Übergewicht zu reduzieren. Werden alle bisherigen Punkte eingehalten, geschieht dies häufig bereits von ganz alleine. 

    Desto weniger Übergewicht, desto weniger muss das Herz auch arbeiten. Beim Gewichtsverlust kann daher gut beobachtet werden, wie der Blutdruck sich von Woche zu Woche bessert.

    Behandlung mit Medikamente

    Wenn der Blutdruck zu hoch ist oder die nicht-medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten keine Wirkung zeigen, dann ist es Zeit für blutdrucksenkende Medikamente. Grundsätzlich unterscheidet man vier Arten von Blutdrucksenkern, die wir im Folgenden vorstellen.

    Die vorgestellten Wirkstoffklassen können wahlweise einzeln oder in Kombination eingesetzt werden, wobei diese Entscheidung dem behandelnden Arzt überlassen wird.

    ACE-Hemmer

    Die wichtigste Wirkweise von ACE-Hemmern ist die Hemmung der Bildung des Hormons Angiotensin II.

    Das Hormon wird von den Nieren produziert und erhöht den Blutdruck. Des Weiteren wirken ACE-Hemmer auch auf andere Weisen gefäßerweiternd. 

    Kalziumkanalblocker

    Kalziumkanalblocker verhindern, dass ein Kalzium-Einstrom in die Zellen von Herz- und Gefäßmuskelzellen stattfindet.

    Auf diese Weise wird die Spannung der Gefäße herabgesetzt, sodass der Blutdruck absinkt. Bekanntes Medikament: Amlodipin.

    Diuretika

    Diuretika senken den Blutdruck, indem sie für eine vermehrte Ausscheidung von Kochsalz und Wasser über die Nieren sorgen.

    Diuretika werden auch als „Entwässerungstabletten“ bezeichnet.

    Betablocker

    Betablocker blockieren im Organismus die sogenannten Beta-Rezeptoren, sodass Stresshormone nicht mehr in dem Maße für eine Erhöhung des Blutdruckes und des Pulses sorgen.

    Aufgrund hoher Nebenwirkungen werden Betablocker nur noch selten verschrieben.

    Blutdrucksenker - Eine Behandlung fürs Leben?

    Blutdrucksenkende Medikamente sind heutzutage zwar äußerst wirkungsvoll, dennoch sollten Patienten im Idealfall auf die Lebenslange Einnahme verzichten, wenn sie nicht wirklich notwendig sind.

    Der behandelnde Arzt sollte deshalb in regelmäßigen Abständen kontrollieren, ob die Dosis der aktuell einzunehmenden Blutdrucksenker nicht herabgesenkt werden kann.

    Wenn eine Umstellung des Lebensstils gut anschlägt, dann kann die Gabe von blutdrucksenkenden Medikamenten in vielen Fällen sogar komplett eingestellt werden.

    Welche Nebenwirkungen haben Blutdrucksenker?

    Es gibt so gut wie keine Medikamente, die keine Nebenwirkungen aufweisen. Insbesondere einige Blutdrucksenker können zu Nebenwirkungen führen, die das Leben des Patienten signifikant beeinflussen können. Patienten müssen deshalb – vor allem bei leichtem Bluthochdruck – das Nutzen-Risiko Verhältnis abschätzen: Die Folgen des Blutdruckes oder die Nebenwirkungen der Medikamente.

    Bekannte Nebenwirkungen aller Wirkstoffe:

    • Schwindel, Benommenheit & Übelkeit
    • Magen-Darm-Beschwerden
    • Zu starker Blutdruckabfall

    Bekannte Nebenwirkungen von ACE-Hemmer:

    • Reizhusten
    • Wassereinlagerungen
    • Erhöhter Kaliumspiegel

    Bekannte Nebenwirkungen von Kalziumantagonisten:

    • Kopfschmerzen
    • Langsamer Herzschlag
    • Erektionsstörungen
    • Hautrötung mit Wärmegefühl
    • Müdigkeit & Sehstörungen

    Bekannte Nebenwirkungen von Diuretika:

    Bekannte Nebenwirkungen von Betablocker:

    Achtung: Wenn verschriebene Blutdrucksenker zum ersten Mal eingenommen werden, muss sich der Körper zunächst einmal an die veränderten Umstände gewöhnen (niedrigerer Blutdruck, niedrigere Puls).

    Es kann deshalb sein, dass sich Patienten zu Beginn der Therapie schlapp, müde und abgeschlagen fühlen. Dieser Zustand sollte sich mit der Zeit jedoch legen. 

    Behandlung bei sekundärer Hypertonie

    Ist eine sekundäre Hypertonie gegeben, dann wird der Bluthochdruck durch bestimmte Erkrankungen oder durch bestimmte Medikamente ausgelöst. Ist dies der Fall, ist die beste Behandlungsmöglichkeit die Heilung der Krankheit oder der Verzicht auf die blutdrucksteigernden Medikamente.

    Die oben genannten nicht medikamentöse Behandlungsmethoden richten sich hauptsächlich an Patienten, die an der primären Hypertonie erkrankt sind. Nichtsdestotrotz können die Methoden auch bei einer sekundären Hypertonie Sinn machen, wenn die verantwortliche Krankheit chronisch ist oder die blutdrucksteigernden Medikamente nicht abgesetzt werden können.

    Zusammenfassung: Die richtige Bluthochdruck-Behandlung

    Zusammenfassend lässt sich über die ideale Bluthochdruck-Behandlung sagen, dass eine leichte Hypertonie mit einer Umstellung des Lebensstils behandelt werden sollte. Bei einer mittleren oder gar bei einer schweren Hypertonie sollten hingegen blutdrucksenkende Medikamente zum Einsatz kommen, da die Schäden an den Blutgefäßen durch den Bluthochdruck auf Dauer zu gefährlich sind. Letztendlich sollte der Blutdruck regelmäßig kontrolliert und eine Herabsetzung der Medikamentendosis stets das Ziel sein.

    1. Nebenwirkungsarme Blutdrucksenkung | hochdruckliga.de (Autor Professor Dr. Ulrich Kintscher – Professor für Pharmakologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin)
    2. Mit welchen Medikamenten wird Bluthochdruck behandelt | gesundheitsinformation.de
    3. Beta Blockers – StatPearls – NCBI Bookshelf
    4. The angiotensin converting enzyme (ACE). | doi.org
    5. Calcium channel blockers: an update. | doi.org
    6. Diuretic drugs benefit patients with hypertension more with night-time dosing Basil N Okeahialam, Esther N Ohihoin, and Jayne NA Ajuluchukwu | ncbi.nlm.nih.gov
    7. What medications are used to treat high blood pressure? | NCBI
    8. High blood pressure: Lowering blood pressure without medication Created: May 21, 2012; Last Update: May 23, 2019 | ncbi.nlm.nih.gov
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