Skip to main content
Autor: Andrea Sabani
Autor: Andrea Sabani

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz
Aktualisiert:

Asthma & Rauchen – Wie gefährlich ist es?

Wie gefährlich ist die es mit Asthma zu rauchen?

Die Entstehung von Asthma hängt von vielen Einflussfaktoren ab. Einer davon ist das Rauchen.

Die Häufigkeit und Menge des Tabakkonsums nimmt dabei wesentlichen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko.

Während einer akuten Asthma Erkrankung ist das Rauchen alles andere als Förderlich für die Behandlung. Ein Nikotinentzug kann die Symptome von Asthma verbessern. 

Ja, die Gefahr eines akuten Asthma-Anfalls ist während des Rauchens deutlich erhöht. Je häufiger geraucht wird, desto schwerer können die Anfälle langfristig werden.

Die Abwehrkräfte des Körpers werden durch das Rauchen erheblich beeinträchtigt. Das betrifft besonders die Atemwege und die damit verbundenen Beschwerden einer Asthma-Erkrankung.

Ja, die Universität Ulm hat in einer Studie1Smoking and the incidence of asthma during adolescence: results of a large cohort study in Germany – dx.doi.org mit jugendlichen Rauchern ein erhöhtes Krankheitsrisiko festgestellt. Die relevanten Einflussfaktoren sind dabei die Dauer und die Häufigkeit des Rauchens.

Inhalt:
    Add a header to begin generating the table of contents
    Scroll to Top
    rauchen-und-asthma

    Zusammenhang zwischen Asthma und Rauchen?

    Der Genuss von Tabak weist einen wesentlichen Zusammenhang mit dem Auslösen klassischer Asthma-Symptome auf. 

    Der Nikotingenuss reizt die Atemwege, kann dabei entzündliche Prozesse hervorrufen und diese im weiteren Verlauf chronisch werden lassen. Asthmatiker weisen bereits ohne das Rauchen eine erhöhte Empfindlichkeit im Bereich von Bronchien und Lunge auf.

    Tabakrauch wirkt in der Regel als ein zusätzlicher auslösender Faktor für die typischen Asthmasymptome. Darüber hinaus erschwert das Rauchen die Asthmakontrolle erheblich. Die Behandlung des Asthmas durch den Arzt lässt sich dadurch nur schwer anpassen. Die Vermeidung einer Symptomverschlechterung ist deutlich komplizierter.

    Warum ist Tabakrauch so schädlich für Asthmatiker?

    Dadurch entwickeln sich auch häufigere Asthma-Anfälle, die in ihrem Schweregrad bedrohlicher ausfallen können als bei Nichtrauchern. Durch die ständig entzündeten Atemwege verstärken sich die Beschwerden zusätzlich.

    Mit der Zeit ist die Schleimhaut permanent gereizt. Die für den Reinigungsprozess wichtigen Flimmerhärchen werden geschädigt und funktionieren allmählich nur noch eingeschränkt. Dadurch kommt es verstärkt zu Husten und einer Verengung der Atemwege. Asthma-Medikamente müssen oftmals in einer höheren Dosierung eingenommen werden.

    Ist Passivrauchen bei Asthma problematisch?

    Das passive Rauchen bezeichnet das Einatmen von Tabakrauch durch den Zigarettenrauch anderer Personen. Dies betrifft beispielsweise rauchende Familienmitglieder, Freunde oder auch Arbeitskollegen, die sich mit einem Asthmatiker in einem Raum befinden.

    Der Aufenthalt in einem verqualmten Raum kann den Schweregrad einer Asthma-Erkrankung wesentlich verschlechtern. Der Umfang der Beschwerden hängt dabei von der Menge der eingeatmeten Schadstoffe ab.

    Asthmatiker, die mit Rauchern zusammenleben oder viel in Kontakt sind, sollten diese bitten, in ihrer Anwesenheit auf das Rauchen zu verzichten. Tabakrauch in gemeinsam genutzten Räumen gilt es grundsätzlich zu vermeiden. Die eigenen vier Wände sind für Asthmatiker zu ihrem eigenen Schutz sinnvollerweise strikte Nichtraucherzonen.

    Am Arbeitsplatz sieht der Gesetzgeber durch das Nichtraucherschutzgesetz bereits ein vollständig rauchfreies Umfeld vor. Bei Tabakrauch im Freizeitbereich hilft nur ein vollumfängliches Meiden sämtlicher Räumlichkeiten, in denen geraucht wird.

    passivrauchen-asthma

    Auswirkungen von Passivrauch auf die Schwangerschaft

    Rauchen während der Schwangerschaft schadet nicht nur der Gesundheit der Mutter, sondern in hohem Maße dem noch ungeborenen Kind. Das Nikotin und die schädlichen Inhaltsstoffe der Zigarette erreichen das Baby über die Blutbahn der Mutter.

    Weithin geläufig sind gravierende Folgen, wie beispielsweise mögliche Fehlbildungen und Schädigungen der Zellstruktur. Auch eine höhere Anfälligkeit für ein späteres Erkranken an Krebs und für den „plötzlichen Kindstod“ sind bekannt. Darüber hinaus besteht für das Kind ein deutliches Risiko, später eine Asthma-Erkrankung zu entwickeln.

    Sind E-Zigaretten bei Asthma schädlich?

    e-zigarette-asthma-husten

    Das Rauchen bzw. Dampfen von E-Zigaretten gilt aufgrund der geringer freigesetzten Schadstoffmenge meist als unproblematisch. So zumindest für die hier in Deutschland erhältlichen Liquids.

    Mittlerweile zeigen allerdings erste Forschungsergebnisse aus den USA kritische Auswirkungen in Bezug auf die Atemwege. Um asthmatypische Symptome zu vermeiden ist es sinnvoller auf Raucherentwöhnung zu setzen. Ein vollständiger Verzicht sowohl auf herkömmliche als auch auf E-Zigaretten wird demnach empfohlen.

    Fachleute gehen davon aus, dass sich das Verdampfen der Liquids (Flüssigkeiten einer E-Zigarette) weniger stark auf die Atemwege auswirkt als die Schadstoffe des Tabakrauchs. Dennoch kann das Dampfen nicht als sichere Alternative zum Rauchen bezeichnet werden.

    Das amerikanische National Institute of Health analysierte den Dampf von 24 bekannten E-Zigaretten 3Flavoring Chemicals and Aldehydes in E-Cigarette Emissions. doi.org. In jedem Produkt wurde mindestens ein chemischer Zusatzstoff gefunden, der als potenziell schädlich eingestuft wird.

    Sie können erwachsenen Rauchern im Rahmen einer Entwöhnung helfen, vollständig auf das Rauchen zu verzichten. Für Nichtraucher, Kinder, Jugendliche und schwangere Frauen sind E-Zigaretten grundsätzlich nicht zu empfehlen.

    Rauchen & Asthma: Studienlage

    Eine Untersuchung 4Teens with Asthma Almost Twice as Likely to Smoke as Their Healthy Counterparts – newswise.com, die auf der Jahrestagung des American College for Allergy, Asthma and Immunology (ACAAI) vorgestellt wurde, zeigt ein Paradoxon. Jugendliche im Alter von 13-19 Jahren mit einer Asthma-Erkrankung rauchen weitaus häufiger (22 Prozent) als jene, die nicht erkrankt sind (12 Prozent). Als Grund wird die Neugier auf das Rauchen als zentraler Faktor genannt.

    Jugendliche Raucher mit Asthma Erkrankung
    22%
    Jugendliche Raucher ohne Asthma Erkrankung
    12%

    Auch Kinder rauchender Eltern sind in erhöhtem Maße gefährdet, im Lauf ihres Heranwachsens Asthma zu entwickeln. Dies ergab eine amerikanische Studie5Secondhand Smoke Exposure Increases Odds Of Hospital Asthma Readmission for Children – cincinnatichildrens.org mit Kindern (1-16 Jahre), die aufgrund eines plötzlichen Asthma-Anfalls ins Krankenhaus kamen. Die Eltern wurden zu ihrem Rauchverhalten im Beisein der Kinder befragt. Außerdem wurde in einer Blutuntersuchung das Nikotin-Abbauprodukt Koitin bestimmt.

    1. Smoking and the incidence of asthma during adolescence: results of a large cohort study in Germany – dx.doi.org
    2. Smoking & Asthma – MayoClinic
    3. Flavoring Chemicals and Aldehydes in E-Cigarette Emissions. doi.org
    4. Teens with Asthma Almost Twice as Likely to Smoke as Their Healthy Counterparts – newswise.com
    5. Secondhand Smoke Exposure Increases Odds Of Hospital Asthma Readmission for Children – cincinnatichildrens.org
    6. Asthma: Warum es hilft, aufs Rauchen zu verzichten – patienten-information.de
    Share on facebook
    Facebook
    Share on google
    Google+
    Share on twitter
    Twitter
    Share on linkedin
    LinkedIn