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Autor: Andrea Sabani
Autor: Andrea Sabani

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz
Aktualisiert: 3. Juni 2020

Wie wird Asthma behandelt?

Asthma kann effektiv & vorbeugend behandelt werden.

Die Behandlung von Asthma kann keine Heilung versprechen, allerdings deutliche Verbesserung der Symptome.

Die bekannten Asthmaanfälle können reduziert und mit Notfall-Asthmasprays gestoppt werden.

Durch verschiedene therapeutische Methoden können die Asthma Symptome reduziert oder vollständig unterdrückt werden. Ziel der Therapie ist ein Leben ohne Einschränkungen.

Ihr Hausarzt ist immer der erste Ansprechpartner. Anschließend ist der Pneumologe oder Lungenfacharzt richtig.

Die bekanntesten Medikamente gegen Asthma sind Asthmaspray. Diese werden auch als Inhalative raschwirksame Beta-2-Agonisten bezeichnet.

Des Weiteren gibt es noch folgende Medikamente bzw. Behandlungsformen:

  • Kortison als Tablettenform.
  • Theophyllin-Tabletten bzw. – Kapselform.
  • Inhalatives Natriumcromoglicat.
  • Monoklonale Antikörper: Omalizumab.
  • Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten.

Statistisch gesehen stirbt alle 2 Stunden ein Patient in Asthma. Dabei führen häufig Asthma Anfälle (Hustenanfälle) zur Atemnot. Unbehandelt können diese Anfälle zum Tode führen.

Asthma ist eine chronische, also leider lebenslang bestehende Erkrankung. Aktuell ist Asthma noch nicht vollständig heilbar, allerdings gut behandelbar.

Inhalt:
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    Behandlung und Therapiemaßnahmen

    Eine effektive Behandlung von Asthma besteht aus vier Säulen:

    Medikamente

    Einnahme von Medikamenten zur Linderung der Beschwerden.

    Auslöser meiden

    Vermeiden der Auslöser für Asthmaanfälle. Alltag & Umgebung anpassen.

    Schulungen

    Schulung der Asthmapatienten für die Umsetzung des Erlernten im täglichen Leben.

    Ärztliche Kontrolle

    Regelmäßige ärztliche Kontrolle des Krankheitsverlaufs.

    Ziel der Asthma Behandlung

    Für Menschen, die unter Asthma leiden, soll die Therapie folgende Ziele bewirken:

    Geringer Medikamentengebrauch

    Geringer Verbrauch von Medikamenten bzw. möglichst keine Anwendung von Bedarfsmedikamenten. Optimale Medikamentenwahl bzw. möglichst minimale Nebenwirkungen durch Medikamente

    Weniger Hustenanfälle

    Weniger Asthmaanfälle bzw. längere anfallsfreie Phasen. Weniger Husten- oder Atemnotanfälle und damit auch ein ungestörter Schlaf bei Nacht. Gute Lungenfunktion und normale Teilnahme an Aktivitäten im Alltag.

    Behandlungsformen von Asthma

    Für die Behandlung von Asthma stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

    Behandlung mit Asthmasprays

    Die Asthmasprays unterscheiden sich aufgrund ihres Wirkstoffes und ihrer Einsatzform. In diesem Sinne unterscheidet man zwischen Notfallsprays und Sprays zur Langzeittherapie.

    Die Notfallsprays dürfen Sie nur bei einem akuten Anfall anwenden, um die Verkrampfung in den Bronchialmuskeln möglichst schnell zu lösen und wieder frei atmen zu können. Für solche Notfälle eignet sich besonders das Ventolin Spray. Es hilft zuverlässig bei Atemnot und ist eine gute Spraywahl bei allergischem Asthma.

    Die Sprays zur Langzeittherapie werden dagegen täglich angewendet und helfen bei einem akuten Anfall nicht. Bei regelmäßiger Anwendung vermindern sie Husten- oder Atemnotanfälle und sorgen für lange anfallsfreie Phasen. Für solche Behandlung ist das Cortisonspray optimal geeignet.

    Es gibt noch wirksame Beta-2-Sympatomimetika Sprays, die meistens eingesetzt werden, wenn das Notfallspray nicht den Asthmaanfall kontrollieren kann. Solche Sprays haben langfristige Wirkung, sie bekämpfen die Beschwerden aber nicht die Ursache, weil sie keine Wirkstoffe zur Verbeugung von bronchialen Entzündungen enthalten. Aus diesem Grund werden die Beta-2-Sympatomimetika Sprays zusammen mit anderen Asthmasprays kombiniert.

    asthmaspray

    Nebenwirkungen von Asthma Sprays

    Die meisten Asthmasprays, die zur Asthmatherapie verschrieben werden, haben geringe oder keine Nebenwirkungen. Seltener kann es passieren, dass Bedarfsmedikamente beispielsweise Notfallsprays unerwünschte Nebenwirkungen verursachen, die jedoch schnell vorübergehen. So können zitternde Hände, Muskelkrämpfe und Kopfschmerzen vorkommen.

    Bei Dauermedikamenten z.B. Sprays zur Langzeittherapie kann es zu einer Pilzinfektion im Mund oder einer rauen Stimme kommen, weshalb Sie regelmäßig ärztliche Kontrolle in Anspruch nehmen müssen. Dies ist nicht nur im Zusammenhang mit den Nebenwirkungen wichtig, sondern auch wegen der Kontrolle des Krankheitsverlaufs.

    Tabletten und Injektionen

    Sollten sich die Asthma Erkrankung mittels Langzeit- und Bedarfsmedikamenten nicht unter Kontrolle halten können, ist eine zusätzliche Behandlung mit Tabletten notwendig.

    Tabletten in der Asthmatherapie wirken auf die Ursache, sie verhindern, dass es zu einer Entzündung der Atemwege kommt. Außerdem wirken sie positiv auf die Entkrampfung der Bronchialmuskulatur.

    Eine relativ neue Therapie für besonders schwere Asthmaanfälle ist Omalizumab bzw. Xolair. Der effektive Wirkstoff wird per Injektion ein- bis zweimal monatlich verabreicht.

    Omalizumab eignet sich besonders für die Behandlung von allergischem Asthma. Es wirkt schnell und effektiv gegen die allergische Reaktion des Immunsystems und erleichtert das Luftholen.

    Aufgrund sehr effektiver Asthmasprays wie z.B. Salbutamol, werden orale Tabletten nur noch sehr selten verschrieben.

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    thermoplastie

    Bronchiale Thermoplastie

    Die Bronchiale Thermoplastie ist ein Eingriff, der von einem Facharzt durchgeführt wird.

    Unter Narkose wird ein Bronchoskop durch die Nase und den Mund eingeführt. Die Bronchialmuskulatur wird verringert, dadurch reduziert die Bronchiale Thermoplastie Asthmaanfälle.

    Wenn der Patient an starken Asthmaanfällen leidet, dann könnte die Bronchiale Thermoplastie eine gute Alternative sein. Weniger Asthmaanfälle bedeuten weniger Medikamente, besonders wenn es sich um orale Steroide handelt, deren Nebenwirkungen bekannt sind.

    Behandlung von allergischem Asthma

    Bei der Behandlung von allergischem Asthma ist neben der Therapie mit den entsprechenden Medikamenten auch eine Anpassung der Lebensweise enorm wichtig.

    Der Patient sollte sich ausführlich untersuchen lassen, die Reizstoffe, die das Asthma auslösen identifizieren und diese so gut wie möglich meiden. Dies ist natürlich nicht immer leicht, dennoch gibt es bei gewissen Allergenen einige Möglichkeiten, sich bis zu einem gewissen Grad vor ihnen zu schützen.

    Bei einer Milbenallergie empfiehlt es sich zum Beispiel einen milbenundurchlässigen Matratzenbezug zu nutzen, bei einer Pollenallergie ist tägliches Duschen hilfreich und Schimmelpilze können durch häufiges Lüften vermieden werden.

    Allergen-Spezifische-Immuntherapie

    Mit der Allergen-Spezifischen-Immuntherapie (Hyposensibilisierung) kann die Allergie an sich bekämpft und somit der Ursache der Asthma-Erkrankung entgegengewirkt werden.

    Dabei wird dem Patienten regelmäßig die allergieauslösende Substanz zugeführt, sodass sein Immunsystem eine Toleranz gegen diese entwickeln kann. Die Beschwerden können dadurch deutlich gemindert werden, insofern die zugeführte Substanz ein relevanter Auslöser der Asthma-Erkrankung ist.

    Die Immuntherapie dient als Zusatztherapie und kann die eigentliche Asthmatherapie nicht ersetzen. Sie kann in Form von Tabletten, Tropfen oder als Injektion durchgeführt werden, und ist ab dem sechsten Lebensjahr möglich.

    Je früher der Betroffene mit der Hyposensibilisierung beginnt, desto höher ist auch die Erfolgschance.

    Erste Hilfe bei einem Asthmaanfall

    Bei einem akuten Asthmaanfall sollte in erster Linie die entsprechende Notfallmedikation eingenommen werden. Bei allergischem Asthma empfiehlt es sich, zusätzlich einen EpiPen bei sich zu tragen. Außerdem ist es hilfreich, einen Asthma-Pass mitzuführen, damit der Betroffene auch im Notfall die richtige Medikation verabreicht bekommen kann. Dieser beinhaltet unter anderem eine Liste mit den geeigneten Medikamenten und gegebenenfalls den bestehenden Allergien.

    1. Asthma Behandlung: Asthma – Diagnosis and treatment | Mayo Clinic
    2. Asthma treatment: 3 steps to better asthma control | Mayo Clinic
    3. Clinical Trials for Asthma and Allergies | AAFA.org
    4. Awareness and Current Therapeutics of Asthma | doi.org
    5. Management of asthma in adults: current therapy and future directions | R H Green, C E Brightling, I D Pavord, A J Wardlaw | doi.org
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