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Autor: Andrea Sabani
Autor: Andrea Sabani

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz

Aktualisiert: 14. September 2020

Was ist Asthma? Einfach & Verständlich

Unter Asthma bronchiale wird eine chronische Erkrankung der Atemwege verstanden.

Was passiert bei Asthma? Bei einer Asthma Erkrankung wird das normale Atmen durch immer wiederkehrende Beschwerden erschwert.

Zu den häufigsten Beschwerden zählt ein anfallartiges Husten der bis zu einer Atemnot führen kann. Patienten verspüren dabei auch ein pfeifendes Atemgeräusch gefolgt von einer immer stärkeren Kurzatmigkeit.

Asthma gilt als nicht heilbar, allerdings gut therapierbar. Die Beschwerden lassen sich durch Asthma Sprays gut lindern. 

Asthma in einem Satz:

Asthma ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, die sich durch das verengen der Bronchien bemerkbar macht.

Kurze Fragen & Antworten

Die bekanntesten Anzeichen für Asthma sind:

  • Atemnot, besonders nachts & morgens
  • Ausatmen dauert länger als üblich
  • Unangenehmes Engegefühl in der Brust
  • Trockner Husten (Hustenanfälle)
  • Pfeifende Atemgeräusche (Giemen)
  • Kurzatmigkeit

Allergisches Asthma wird häufig von Allergien gegen Tierhaare, Pollen oder Milben ausgelöst.

Lässt sich keine Allergie als Ursache finden, wird von nicht-allergischen Asthma bronchiale gesprochen.

Ja, Asthma wird als Lungenkrankheit definiert. Es sollte allerdings zu anderen ähnlichen Lungenkrankheiten unterschieden werden. Neben Asthma gibt es noch die Lungenkrankheit COPD. Auch eine Mischform aus beiden Krankheiten, kann existierten.

Die Bronchien sind bei einer Asthma Erkrankung in ständiger Entzündungs- und Abwehrhaltung. Die Atemwege verengen sich daher häufig anfallsweise. Bestimmte Auslöser können diese Symptome verstärken. 

Um zu erkennen ob Asthma vorliegt, werden zahlreiche Untersuchungen vom Arzt vorgenommen. Darunter fällt ein Gespräch, eine körperliche Untersuchung und weitere Untersuchungen. Unter den körperlichen Untersuchungen fällt auch das Messen der Lungenfunktionen (wird auch Peak-Flow-Messung genannt).

Inhalt:
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    asthma

    Wie wird Asthma definiert?

    Asthma ist eine chronische Erkrankung der Atemwege, die das normale Atmen erschwert oder sogar verhindern kann.

    Personen mit einer entsprechenden Veranlagung leiden unter dauerhafter Überempfindlichkeit und wiederkehrender Atemnot, aufgrund einer Verengung ihrer Atemwege.

    Verursacht wird die Verengung durch eine vermehrte Sekretion von Schleim, die Bildung von Ödemen der Bronchialschleimhaut sowie die Verkrampfung von der Bronchialmuskulatur.

    Die entzündliche Erkrankung beginnt in der Regel bereits im Kindesalter und kann nicht vollständig geheilt werden. Allerdings können die Symptome meist mittels einem Asthmaspray wie Salbutamol sehr gut behandelt werden, sodass ein Leben ohne Einschränkungen möglich ist.

    asthma-in-zahlen

    Wie häufig ist Asthma?

    Weltweit leiden ca. 235 Millionen Menschen unter der Krankheit und die Zahl der Erkrankungen ist in den letzten Jahren wesentlich angestiegen.1Asthma – World Health Organization – https://www.who.int

    Schätzungen gehen auf bis zu 300 Millionen Asthmatiker weltweit. In Deutschland sind etwa 5% der Erwachsenen und 10% der Kinder unter Asthma erkrankt. 2Asthma: prevalence and cost of illness | European Respiratory https://doi.org/10.1183/09031936.04.00116203 Die Aussagen zum Vorkommen der Erkrankung unterscheiden sich allerdings, da die Diagnose schwer ist und der Krankheitsverlauf untypisch sein kann.

    Experten vermuten daher, dass die Dunkelziffer der Asthma-Erkrankungen sehr hoch ist. Dennoch gilt Asthma als die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter und die meisten Betroffenen leiden bereits ab der Geburt darunter.

    Die Todeszahlen als Folge von Asthma, betragen schätzungsweise 250.000 jährlich (weltweit). 3What is the worldwide prevalence of asthma? – Medscape.

    Wo tritt Asthma am häufigsten auf?

    Der Einfluss auf die Prävalenz ist unterdessen ungeklärt. Es gibt also keine erhöhte Anzahl an Erkrankungen aufgrund von Industrialisierung, Armut, Schadstoffbelastung oder sonstigen Umweltbedingungen.

    Allerdings zeigen weltweite Vergleiche, dass die Erkrankung am häufigsten in Schottland, England und Australien vorkommt. In Südostasien sowie dem Pazifik leiden hingegen besonders wenige Menschen unter Asthma. 1Asthma – World Health Organization – https://www.who.int

    Formen und Ursachen von Asthma

    Bei allen Arten von Asthma reagiert die Lunge überempfindlich auf äußere Reize. Unterschieden wird zwischen nicht-allergischem und allergischem Asthma.

    Das allergische Asthma

    Allergisches Asthma oder auch extrinsisches Asthma ist mit ca. 70 % die häufigste Form dieser Erkrankung.4Allergic Asthma | AAFA.org – Asthma and Allergy Foundation.

    Wie alle Allergien wird es durch eine übersteigerte Abwehrreaktion des Immunsystems gegen bestimmte Substanzen hervorgerufen.

    Beispiel Substanzen:

    Sind Pflanzenpollen die Ursache, handelt es sich um saisonales Asthma, welches sehr oft erblich bedingt ist.

    Zudem gibt es berufsspezifische Asthma-Allergene wie zum Beispiel:

    Das nicht-allergische Asthma

    Auch das nicht-allergische oder intrinsische Asthma ist auf eine Abwehrreaktion des Körpers zurückzuführen.

    Allerdings wird diese nicht von einem Allergen hervorgerufen und es kommt selten zu einer allergischen Erstreaktion. Nicht-allergisches Asthma entwickelt sich fasst immer erst im Erwachsenenalter, infolge einer Infektion der Atemwege, durch Arzneimittel oder aufgrund von psychogenen Faktoren.

    Bei dieser Asthma-Form handelt er sich meist um eine chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen und der Krankheitsverlauf ist schwerer als bei allergischem Asthma.

    Diagnose: Wie wird Asthma erkannt?

    Die Diagnose von Asthma ist oftmals nicht einfach. Wenn ein Verdacht vorliegt, wird nach der Anamnese und der körperlichen Untersuchung des Patienten, auch die Funktion der Lunge geprüft.

    Der Verdacht auf Asthma kann unter anderem mit einer Blutanalyse, der Sputum-Diagnostik und Allergietests bestätigt bzw. widerlegt werden. Auch die Form und der Schweregrad können hierdurch abgeklärt werden.

    Diagnosemöglichkeiten von Asthma:

    Die Behandlung von Asthma

    Die Asthma Diagnose ist für viele Menschen erst einmal ein Schock, da die Erkrankung einen starken Einfluss auf den Alltag und den Lebensstil haben kann.

    Asthma kann zwar nicht vollständig geheilt werden, in den meisten Fällen können die Beschwerden jedoch gut eingedämpft werden und oft ist sogar ein Leben ohne Einschränkungen möglich.

    Der Facharzt kann nach einer umfassenden Untersuchung den richtigen Behandlungsweg und die optimale Medikation einschätzen.

    Welche Behandlung bei Asthma die richtige ist, kann von Patient zu Patient unterschiedlich sein. Auch die Asthma-Form und dessen Schweregrad spielen bei der Wahl der Behandlung eine entscheiden Rolle.

    Die medikamentöse Behandlung von Asthma

    Asthma wird für die Anpassung und Einschätzung der Therapie, in die drei Grade eingestuft.

    Die Asthma Behandlung wird, je nach Grad, in fünf verschiedene Therapie-Stufen unterteilt und kann bei Bedarf angepasst werden. Dabei soll die bestmögliche Kontrolle der Erkrankung mit der geringstmöglichen Medikamenten-Menge erzielt werden.

    Meistens werden bei der Behandlung Inhalatoren bzw. Asthma-Sprays verwendet, da diese direkt an den gewünschten Bestimmungsort gelangen und die Nebenwirkungen somit reduziert werden. Grundsätzlich werden Asthmasprays in Reliever und Controller unterteilt.

    Controller

    Controller müssen dauerhaft und regelmäßig eingenommen werden und dienen als vorbeugende Maßnahme. Durch sie können Asthmaanfälle vermieden werden, da sie die Entzündung der Atemwege schwächen und die Entzündungsbereitschaft der Bronchien eingrenzen. Derzeit gelten die sogenannten Controller mit Glukokortikoiden als wirkungsvollstes Dauermedikament bei Asthma.

    Dabei handelt es sich um einen synthetisch hergestellten Stoff des körpereigenen Cortisol-Hormons, welches Entzündungsprozesse eindämpft und die erhöhte Abwehrbereitschaft des Körpers verhindert.

    Reliever

    Reliever sind Bedarfsmedikamente, die bei einem akuten Asthmaanfall eingesetzt werden. Sie entspannen innerhalb von wenigen Minuten die verkrampfte Bronchialmuskulatur und erweitern dadurch die Atemwege. Meist handelt es sich bei ihnen um Inhalatoren mit Beta-2-Sympathomimetika wie etwa Formoterol, Fenoterol, Terbutalin und Salbutamol.

    Reliever sind bei einem Asthmaanfall sehr effektiv, sie sind aber nicht für eine nachhaltige Behandlung geeignet.

    1. Asthma – World Health Organization | who.int
    2. Asthma: prevalence and cost of illness – European Respiratory |  doi.org
    3. What is the worldwide prevalence of asthma? | Medscape.com
    4. Allergic Asthma | AAFA.org – Asthma and Allergy Foundation.
    5. Ardura-Garcia C, et al. (2015). Exposure to poor hygiene and early life infections and the risk of wheeze or asthma in Latin American children: A systematic review. DOI: doi.org
    6. Most recent asthma data. (2018) | cdc.gov
    7. Asthma: Beschreibung, Ursachen, Therapie – NetDoktor
    8. Asthma. (n.d.) | nhlbi.nih.gov
    9. Lungenärzte im Netz | lungenaerzte-im-netz.de
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