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Autor: Daniela Schreiber
Autor: Daniela Schreiber

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz
Aktualisiert: 15. September 2021

Kann man die Pille rezeptfrei kaufen?

Wer die Antibabypille rezeptfrei kaufen möchte, findet im Internet zwar verlockende Angebote, allerdings ist es illegal die Pille ohne Rezept zu kaufen. Zudem ist es möglicherweise mit gesundheitlichen Risiken verbunden.

Wir klären auf, wie Sie die Pille ohne Rezept vom Frauenarzt bekommen, aber dennoch eine ärztliche Diagnose über das Internet erfolgt (Stichwort: Telemedizin). Was das kostet und wie das geht, wird im Artikel erklärt…

Inhalt:
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    Warum gibt es die Pille nicht rezeptfrei?

    Dies liegt daran, dass die Pille stark in den Hormonhaushalt des weiblichen Körpers eingreift. Darüber hinaus drohen Frauen mit bestimmten Vorerkrankungen oder Beschwerden starke, zum teil lebensgefährliche Nebenwirkungen wie beispielsweise Thrombosen.

    Durch die Verschreibungspflicht soll sichergestellt werden, dass der Patient vor der Einnahme der Pille gut beraten und über mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt wird.

    Auch soll durch die Rezeptpflicht sichergestellt werden, dass junge Frauen die Antibabypille erst dann nehmen, wenn sie körperlich vollständig entwickelt sind. Darüber hinaus gibt es verschiedene Arten von Antibabypillen, die anders wirken und sich deshalb für verschiedene Frauen unterschiedlich gut eignen. 

    Die Antibabypille enthält künstliche Hormone, die in Ihrer Wirkung den körpereigenen weiblichen Geschlechtshormonen ähnlich sind. Diese greifen bei regelmäßiger Einnahme der Pille in den weiblichen Hormonzyklus ein und verhindern den Eisprung. Damit die Pille wirken kann, muss sie abgesehen von der Pillenpause jeden Tag zur gleichen Zeit eingenommen werden.

    Die Antibabypille kann durch eine unregelmäßige Einnahme, Magen-Darm Probleme oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten unwirksam werden. Hierzu sollte sich der Patient vor der ersten Einnahme von einem Arzt beraten lassen. Außerdem sollte sie direkt am ersten Tag nach ende der Menstruation eingenommen werden.

    Grundsätzlich gilt, dass die Einnahme der Antibabypille innerhalb von 12 Stunden nachgeholt werden kann, ohne das dies die Zuverlässigkeit der Verhütung beeinflusst. Wird die Einnahme der Antibabypille mehrmals vergessen, ist diese für den restlichen Monat wirkungslos.

    Warum wollen Frauen die Pille rezeptfrei kaufen?

    Seit mittlerweile gut 60 Jahren gehört die Antibabypille zu den beliebtesten und zuverlässigsten Verhütungsmitteln auf dem Markt. 

    Da die Pille einfach anzuwenden ist, nahezu hundertprozentigen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft gewährleistet und für einige Frauen nützliche Nebeneffekte hat, wird sie besonders von jungen Frauen häufig angewendet. Dabei sind vor allem die Effekte der reineren Haut oder eine Verringerung der Menstruationsbeschwerden bekannt. Auch die Möglichkeit die Periode zu verschieben, ist mit der Pille ein beliebter Vorteil.

    Frauen wollen die Antibabypille in den meisten Fällen gar nicht rezeptfrei kaufen, sondern sich nur den erneuten Gang zum Frauenarzt und zur Apotheke ersparen. Dabei geht wertvolle Zeit verloren, die Diskretion kann nicht immer gewahrt werden und in Zeiten der Covid-19 Pandemie ist mehr Abstand zu Mitmenschen wünschenswert.

    Aus diesen und individuell weiteren Gründen, ist es seit Jahren immer gefragter die Pille rezeptfrei bestellen zu können. Die Möglichkeit einer Online Diagnose ist zwar keine rezeptfreie Möglichkeit, allerdings findet die Konsultation im Internet statt, wodurch der persönliche Arztbesuch vermieden werden kann.

    Wo und wie kann man die Pille kaufen?

    Die Antibabypille wird wie andere hormonelle Verhütungsmittel auch von einem Frauenarzt oder einer Frauenärztin verschrieben. Die Verschreibungen werden üblicherweise für einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten ausgestellt, anschließend erhalten Patientinnen ein Folgerezept. In Deutschland kann die Pille bis zum 22. Lebensjahr kostenlos erhalten werden. Nur wenige Krankenkassen erstatten die Kosten im höheren Alter. 

    Ein Rezept für die Pille ist Vorschrift

    Für den Erwerb der Pille muss zwingend ein Rezept vorliegen. Über legale Methoden ist es nicht möglich die Pille rezeptfrei bestellen zu können.

    Dies gilt für online-Apotheken genauso wie für stationäre Apotheken. Allerdings darf der Patient seinen Arzt selbst wählen. Hier gibt es keine Vorgaben. Der Patient kann sich das Rezept beim Gynäkologen, über Telemedizin oder einen registrierten Online-Arzt ausstellen lassen. Das aufgestellte Rezept kann bei einer Versandapotheke eingelöst werden, welche die Antibabypille anschließend ausliefert.

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    Pille in der Apotheke kaufen

    Der bisher bekannteste Weg ist es, die Pille in der Apotheke zu kaufen wenn das Rezept vom Frauenarzt ausgestellt worden ist.

    Dieser Vorgang wurde in den letzten Jahren immer seltener genutzt, da die Telemedizin immer beliebter wird. Auch das einsenden des Rezept’s an eine Online-Versandapotheke wird selten genutzt, da somit trotzdem der Frauenarzt besucht werden muss und die nächste örtliche Apotheke, dann meist nicht weit entfernt ist. 

    Für einen Apotheker ist es in Deutschland illegal, die Antibabypille rezeptfrei herauszugeben. Deshalb wird er für den Kauf der Antibabypille immer ein Rezept verlangen. Dies wird von Patienten teilweise als eine Schikane der Behörden gesehen. Allerdings besteht die Rezeptpflicht ausschließlich zum Wohl der Patienten. Abgesehen von den gesundheitlichen Risiken bei Vorerkrankungen kann eine falsche Anwendung aufgrund von fehlender Beratung zu schwere Nebenwirkungen führen. Auch Eigendiagnosen sollen durch die Rezeptpflicht verhindert werden.

    Pille mit Online Rezept bestellen

    Eine immer beliebtere Methode ist es die Pille mit Online Rezept bestellen zu können.

    Dabei ist es nicht möglich die Pille rezeptfrei zu kaufen, sondern die ärztliche Diagnose findet über das Internet statt. Dabei wird im Bestellvorgang ein Fragebogen zur Gesundheit ausgefüllt, welcher anschließend von einem Arzt ausgewertet wird. Spricht nichts gegen die Verordnung kann das Rezept für die Pille ausgestellt werden und ein Expressversand erfolgt. 

    Es ist also in einigen Fällen deutlich gefragter, die Antibabypille online kaufen zu können. Dies trifft auch für Frauen zu, denen der Besuch beim Frauenarzt zeitlich nicht passt, aber auch Mitglieder der LGBTQ-Community profitieren davon, die Pille online bestellen zu können. Auch diese Methode, die Antibabypille zu kaufen ist also nicht rezeptfrei. Allerdings sparen sich Frauen den Umweg über den persönlichen Besuch bei Arzt & Apotheke. 

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    So funktioniert das Online Rezept

    Um die Pille mit Online Rezept (anstatt rezeptfrei) bestellen zu können, wird bei einer Online Klinik die gewünschte Pille angefordert. 

    1. Zu erst wird beim Bestellvorgang ein medizinischer Fragebogen vorgelegt, welcher wahrheitsgetreu ausfüllen ist. 
    2. Diese Angaben werden anschließend von einem Arzt ausgewertet. Im positiven Fall wird ein Rezept ausgestellt.
    3. Das Rezept wird von der Online Klinik an eine Versandapotheke weitergeleitet, welche somit die Pille versenden darf.
    4. Kunden erhalten die Pille somit meist innerhalb von 1 bis 2 Werktagen. 

    Vorteile einer Online Diagnose:

    Nachteile einer Online Diagnose:

    Da manche Angaben online nicht überprüft werden können ist es beim Bestellen der Pille für manche Patienten verlockend, die eigenen Angaben insofern zu beschönigen, dass gesundheitlich nichts gegen die Einnahme der Antibabypille spricht. Davon ist allerdings dringend abzuraten, da die Patienten damit ihre eigene Gesundheit ernsthaft gefährden können.

    Sind online ausgestellte Rezepte für die Antibabypille legal?

    In den meisten europäischen Ländern ist mittlerweile möglich, Ärzte online zu kontaktieren. Diese können ihren Kunden legal Rezepte für die Antibabypille ausstellen. Über England ist dieses Verfahren bereits seit 2005 etabliert, wovon innerhalb der E.U. auch deutsche Kunden profitieren können. 

    Der Arzt darf ein Rezept ausstellen, wenn er keine gesundheitlichen Bedenken zur Anwendung der Antibabypille hat.  Direkt nach der Ausstellung des Rezeptes wird dieses an eine angeschlossene Versand-Apotheke übermittelt. Mit dem Rezept kann die Pille dann bestellt und zum Patienten nach Hause geliefert werden.

    Da die Lieferung somit nach gesetzlichen Regeln eingehalten wird, sind auch keine Zollprobleme zu erwarten. Wer die Pille rezeptfrei bestellt, muss dagegen mit rechtliche Konsequenzen rechnen, auch durch das Zollamt, welches illegale Sendungen immer häufiger konfisziert. 

    Illegale Anbieter erkennen & vermeiden

    Wer im Internet danach sucht die Pille rezeptfrei zu bestellen, findet auch Seiten, auf denen dies möglich ist. Von diesen raten wir allen Patienten dringend ab. Da die genannten Seiten ohne ärztliche Beratung arbeiten, gefährden Patienten ihre eigene Gesundheit und riskieren rechtliche Konsequenzen.

    Solche Seiten handeln ganz offensichtlich illegal und machen sich mit dem rezeptfreien Verkauf der Antibabypille strafbar. In der Vergangenheit sind diverse falsche Online-Shops, die sich als Versandapotheken ausgeben dadurch aufgefallen, dass sie falsche oder wirkungslose Präparate an ihre Kunden verkauft haben. Zwar werden diese Anbieter durch die Telemedizin (Online Rezept) immer weniger, dennoch kursieren noch so manch illegale Anbieter.

    Erkennungsmerkmale der illegalen Anbieter:

    Pille rezeptfrei bestellen? Konsequenzen beachten

    Wer die Pille rezeptfrei kaufen möchte, sollte sich bewusst machen das es gesundheitliche Risiken mit sich bringen kann auf die ärztliche Verordnung zu verzichten. Zudem sind Anbieter welche die Pille rezeptfrei anbieten sehr unseriös und versenden nicht selten eine billige Fälschung anstatt das Original-Medikament. Auch rechtliche Konsequenzen sollten beachtet werden, denn wer die Pille rezeptfrei bestellt, verstößt somit gegen die Verschreibungspflicht. 

    Merkamle für legale Anbieter:

    Das wohl wichtigste Erkennungsmerkmal ist das Sicherheitslogo einer staatlich zugelassenen Versandapotheke.

    Innerhalb der EU gibt es ein europaweites Sicherheitslogo, welches die Gültigkeit von Online-Versandapotheken bestätigt. Bei Seiten mit diesem Logo kann der Patient sicher sein, dass diese legal bestehen und zuverlässig arbeiten. Dazu gehört auch, dass Rezepte für die Antibabypille nur nach einer vorhergehenden medizinischen Überprüfung des Kunden ausgestellt werden. Bei diesen Versandapotheken kann der Patient also bedenkenlos und sicher die Antibabypille bestellen.

    Nicht in jedem Fall kann ein Patient geprüfte Versandapotheken von „schwarzen Schafen“ unterscheiden. Darüber hinaus können Gütesiegel auch gefälscht oder kopiert sein. Deshalb sollte sich der Patient immer an Online-Ärzte halten, deren Echtheit belegt ist. Wer sich unsicher ist, kann auf Bewertungsportale wie TrustPilot, echte Erfahrungsberichten über den Anbieter nachlesen. 

    Unsere Empfehlung: Große & erfahrene Anbieter wählen

    Wer mittels einer Online Diagnose die Antibabypille bestellen möchte, kann sich bei der größten und erfahrensten Online Klinik sicher fühlen. Der Anbieter euroClinix existiert 2005 und hat bereits über Millionen von Patienten über das Internet behandelt. Auf TrustPilot bewerten über 8.000 Patienten den Kundenservice als "Hervorragend".

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    Wer darf die Anti-Baby-Pille bestellen?

    Grundsätzlich kann jede gesunde, ausgewachsene Frau die Antibabypille zur Verhütung einnehmen.

    Da die Pille einen Eingriff in den Hormonhaushalt und den Fruchtbarkeitsprozess der Frau darstellt, kann die Einnahme der Antibabypille zu gesundheitlichen Problemen führen. Deshalb sollte der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin immer zuerst die Gesundheit der Patientin beurteilen, bevor er oder sie die Pille verschreibt.

    Durch die Rezeptpflicht und den damit verbundenen Arztbesuch soll verhindert werden, dass Frauen durch die Einnahme der Pille einem gesundheitlichen Risiko ausgesetzt sind. Deshalb sollen bestimmte Gruppen an Patientinnen aus gesundheitlichen Gründen auf andere Verhütungsmethoden ausweichen.

    Dazu gehören Frauen mit chronischem Bluthochdruck, einem erhöhten Risiko für Thrombosen, Embolien oder anderen Blutgerinnungsstörungen, Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems oder der Leber sowie Blutkrebspatientinnen. Bei Patientinnen mit einer Diabeteserkrankung ist individuell zu prüfen, ob die Pille eingenommen werden kann.

    Auch Raucherinnen ist von der Einnahme der Pille abzuraten. Dies liegt daran, dass das Rauchen die Blutgefäße verengt, wodurch sich infolge der Einnahme der Pille das Risiko für eine Störung in der Blutgerinnung erhöht. Auch während der Schwangerschaft muss die Patientin auf die Einnahme der Antibabypille verzichten. Für Raucherinnen wird daher häufig eine Minipille verschrieben, da diese deutlich besser vertragen wird.

    Pro & Contra der Antibabypille

    Die Antibabypille gehört seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Verhütungsmitteln. Das liegt auch daran, dass ihre Einnahme viele Vorteile für die Patientin bietet. So garantiert die Pille bei richtiger Einnahme einen nahezu vollständigen Schwangerschaftsschutz vom ersten Tag der Einnahme an. Auch kann die Antibabypille die Monatsblutung abschwächen und während dieser auftretende Schmerzen lindern.

    Ein anderer Vorteil der Antibabypille ist der, dass Frauen auch nach langjähriger Einnahme direkt nach dem Absetzen der Pille schwanger werden können. Außerdem wirkt sich die Pille oft positiv auf das Hautbild aus. Bekannt hierfür ist die Diane 35 oder auch Yasmin Pille.

    Allerdings schützt die Antibabypille nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen und kann zu sexuelle Lustlosigkeit, Zwischenblutungen, Übelkeit, Stimmungsschwankungen oder Depressionen führen. Darüber hinaus können sich Blutdruck und Blutgerinnung durch die Einnahme der Antibabypille verändern. Deshalb kann die Antibabypille nur von gesunden Frauen eingenommen werden.

    Besonders gefragt ist auch die YAZ Pille, welche ohne Pillenpause eingenommen werden kann. Auch die Lamuna und Desmin Pille werden von Frauen immer häufiger über das Internet bestellt. 

    1. Gibt es die Antibabypille auch auf Online-Rezept? | brigitte.de
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