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Autor: Daniela Schreiber
Autor: Daniela Schreiber

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz
Aktualisiert: 21. Mai 2021

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    Was ist die Antibabypille?

    Einfach und verständlich erklärt

    Die Antibabypille täuscht dem Körper eine Schwangerschaft vor und verhindert somit den Eisprung. Auch der Aufbau von Gebärmutterschleimhaut wird unterdrückt, wodurch ein Einnisten einer befruchteten Eizelle verhindert wird. Zu guter letzt wird noch ein für Spermien hinderlicher Schleim am Gebärmutterhals sichergestellt.

    Dieser dreifache Schutz sorgt dazu dass die Antibabypille in 99 % der Fälle eine ungewollte Schwangerschaft verhindern kann.

    Obwohl es verschiedene Verhütungsmethoden zur Wahl stehen, gehört die Antibabypille zu den beliebtesten und sichersten Verhütungsmitteln.

    Für viele junge Frauen bringt die Wirkung der Antibabypille weitere Vorteile mit sich. Die Pille hilft bei unregelmäßigen Zyklus, lindert die Regelschmerzen und kann das Hautbild verbessern. Die bekannteste Pille gegen unreine Haut ist die Diane 35 oder auch die antiandrogene Yasmin Pille.

    Die Pille kann zudem auch via Online Diagnose über das Internet verschrieben werden.

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    Vorteile & Nachteile der Pille

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    Was gibt es für Antibabypillen?

    Die Antibabypille gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und Dosierungen.

    Von starken antiandrogenen Pillen bis hin zu niedrig dosierte Minipillen, welche kein Östrogen enthalten. Die bekanntesten Antibabypillen enthalten eine Östrogen-Gestagen Kombination und werden daher als Kombipille bezeichnet.

    Bekannte Kombipillen:

    Kombi-, Mikropille?

    Die meisten Antibabypillen werden als Kombipille bezeichnet. Darunter verstehen sich Pillen mit zwei Wirkstoffen (Östrogen und Gestagen). Als Mikropillen werden niedrig dosierte Kombipillen bezeichnet, was in Deutschland mittlerweile nahezu alle Antibabypillen betrifft. 

    Einphasen oder Mehrphasenpillen?

    Antibabypillen unterscheiden sich in Einphasenpillen und Mehrphasenpillen. Bei den Einphasenpillen enthält jede Pille die identische Dosis. Bei den Zwei- oder Mehrphasenpillen sind unterschiedliche Hormondosierungen in den einzelnen Pillen enthalten. 

    Generationen?

    Zusätzlich werden die Antibabypillen in unterschiedlichen Generationen eingeteilt. Diese beschrieben die Aktualität der verwendeten Wirkstoffe. Aktuell werden die Antibabypillen der vierten Generation am häufigsten verschrieben.

    Während neueren Pillen ein erhöhtes Thromboserisiko nachgesagt wird, galten Pillen aus früheren Generationen als besonders hilfreich gegen Akne oder auch vermehrten unerwünschten Haarwuchs. 

    Minipille?

    Außerdem gibt es neben der klassischen Kombipille (zwei kombinierte Wirkstoffe) noch die Minipille, welche kein Östrogen enthält. Die Minipille gilt mittlerweile als genauso sicher wie die Kombipille. Minipillen der zweiten Generation müssen auch nicht mehr auf die Stunde genau eingenommen werden, sondern können wie die Kombipillen bis zu 12 Stunden von der Einnahmezeit abweichen.

    Die Minipille gilt als besonders gut verträglich, hat allerdings keine antiandrogene Wirkung, wodurch sich bei manchen Frauen das Hautbild sogar verschlechtern kann. 

    Bekannte Minipillen:

    Einnahme der Antibabypille

    Die Einnahme der Pille beginnt am ersten Tag der Monatsblutung und wird 20 oder 27 Tage hintereinander fortgesetzt abhängig davon, ob die Pillenpackung 21 oder 28 Tabletten enthält.

    Bei Antibabypillen mit 21 Pillen im Blister folgt nach den 21 Tagen eine 7-tägige Pause. Während der Pause bekommen Frauen die Regelblutung.

    Nach der Einnahmepause von sieben Tagen wird mit einer neuen Pillenpackung begonnen, unabhängig davon, ob die Blutung noch besteht oder aufgehört hat. Heutzutage ist bekannt, das aber auch diese Pillen theoretisch ohne Pillenpause durchgängig eingenommen werden kann. Somit wird auf die Regelblutung verzichtet und der Hormonspiegel etwas konstanter gehalten. 

    Sollte die Pillenpackung 28 Pillen enthalten, wird während des gesamten Zyklus eine Pille eingenommen. Bei solchen Packungen haben sieben der Pillen einen Placebo Wirkstoff.

    Ohne Pillenpause sinkt das Risiko, mit der neuen Packung nicht rechtzeitig anzufangen. Einnahmefehler werden dadurch verringert. 

    Uhrzeit der Einnahme

    Sollte es dazu kommen, dass eine Pille vergessen worden ist und weniger als 12 Stunden vergangen sind, wird einfach die vergessene Pille nachgeholt.

    Die nächste Einnahme folgt wieder zur gewohnten Zeit, auch wenn dies zwei Pillen innerhalb 24 Stunden bedeutet. In solchen Fällen ist Ihr Verhütungsschutz nicht beeinträchtigt.

    Sind jedoch mehr als 12 Stunden vergangen, sollte zwar dennoch die Pille nachgeholt werden und die Verpackung ganz normal aufgebraucht werden, es ist allerdings ein zusätzlicher Verhütungsschutz empfehlenswert. Somit wird der Monatszyklus beibehalten.

    Risiken & Nebenwirkungen

    Die Antibabypille ist bekannt für eine sichere aber auch in manchen Fällen Nebenwirkungsreiche Verhütungsmethode. 

    Grundsätzlich fallen die Nebenwirkungen von Frau zu Frau unterschiedlich stark aus. Frauen welche aus familiären Gründen zu einer Thrombose, Diabetes oder Krebserkrankungen neigen, sollten die Einnahem der Antibabypille genauer bedenken.

    Auch starke Raucherinnern, Frauen über 35 Jahren oder stark Übergewichtige Frauen, sollten sich im Idealfall für eine andere Verhütungsmethode oder einer Minipille entscheiden. Dies gilt es aber jeweils im Einzelfall mit dem behandelnden Frauenarzt zu besprechen. 

    Bekannte Nebenwirkungen der Antibabypille sind:

    Viele der Nebenwirkungen, fallen bei einer Östrogenfreien Pille (Minipille) deutlich geringer aus. 

    Anwendungsbereiche der Pille

    Neben den Nebenwirkungen, kann die Verwendung der Antibabypille bei einigen Frauen allerdings auch für Vorteilhafte Situationen sorgen. So kann die Diane 35 Pille beispielsweise auch effektiv gegen Akne eingesetzt werden. 

    Die Antibabypille ist daher mittlerweile für viele unterschiedliche Anwendungsbereiche bekannt.

    Manche Frauen berichten durchaus auch von einer lustvolleren Sexualität, da sich um die Sicherheit der Schwangerschaftsverhütung keine Gedanken gemacht werden müssen. Dadurch das die Tabletten oral geschluckt werden, wird auch nicht störend in den Ablauf der Sexualität eingegriffen. 

    1. Best Pract Res Clin Obstet Gynaecol. 2014 Aug;28(6):825-34. doi: 10.1016/j.bpobgyn.2014.06.003. Epub 2014 Jun 27. The combined oral contraceptive pill — recent developments, risks and benefits | doi.org
    2. The Chemistry of the Pill – NCBIThe Chemistry of the Pill Erika Gebel Berg, C&EN | ncbi
    3. Semin Reprod Med. 2001 Dec;19(4):305-12. The risks of oral contraceptive pills. | www.ncbi.nlm.nih.gov
    4. Verhütung: Die Pille | Apotheken Umschau
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