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Autor: Daniela Schreiber
Autor: Daniela Schreiber

Medizinisch überprüft von Stephan Tietz
Aktualisiert:

Akne tarda: Die Spätakne

Akne Tarda tritt vor allem bei Frauen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren auf.

Da dieser Zeitraum für eine Akne-Entwicklung sehr spät ist, wird diese Form auch häufig Erwachsenenakne oder Spätakne bezeichnet. In manchen Fällen kann sich auch die „normale“ Akne (Akne vulgaris) im laufe der Jahre zu einer Akne Tarda entwickeln. 

Die häufigsten Auslöser sind Hormonschwankungen. Dabei spielt vor allem der Zeitpunkt der Periode oder auch die Wechseljahre eine Rolle. Doch auch Stress und eine unausgewogene Ernährung können Auslöser für Spätakne sein. 

Die Akne tarda gilt als relativ selten. Am häufigsten sind allerdings Frauen betroffen. 

Bei Spätakne ist häufig eine lange Behandlungsdauer erforderlich. Aufgrund der zunehmenden Antibiotikaresistenzen sollten Antibiotika nicht über einen zu langen Zeitraum eingenommen werden. Es gibt mittlerweile Kosmetika die sich speziell auf Spätakne spezialisiert haben. 

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    Wer kann von Spätakne betroffen sein?

    Frauen sind besonders häufig von Akne tarda betroffen, wenn sie die Antibabypille absetzen, unter chronischem Stress leiden, sich falsch ernähren oder in die Wechseljahre kommen.

    Akne tarda tritt hauptsächlich bei Frauen zwischen 20 und 40 Jahren auf. Aber auch jenseits des 40. Lebensjahres kann sich die Hautkrankheit manifestieren – insbesondere während der Wechseljahre, wenn es zu massiven Hormonschwankungen kommt. Statistisch gesehen tritt Akne tarda bei jeder vierten Frau im mittleren Erwachsenenalter auf.

     

    Akne mit über 30 Jahren?

    Bei Akne tarda spielt es grundsätzlich keine Rolle, ob eine Patientin während der Pubertät bereits unter Akne vulgaris gelitten hat oder nicht. Bei manchen Frauen treten die lästigen Mitesser und Pickel deshalb erneut auf, wohingegen andere zum ersten Mal in ihrem Leben damit konfrontiert werden.

    Die meisten Frauen erkranken zwischen dem 21. und dem 30. Lebensjahr unter Akne tarda.

    Was sind die Auslöser von Spätakne?

    Grundsätzlich wird Akne tarda durch einen Überschuss an männlichen Sexualhormonen – sogenannten Androgenen – ausgelöst. Diese Hormone sorgen dafür, dass in den Talgdrüsen der Haut vermehrt Talg produziert wird. Der Abtransport dieses Talgs kann vom Organismus früher oder später nicht mehr bewältigt werden, sodass die Poren verstopfen. Es entstehen klassische Mitesser und Pickel.

    Wenn diese Pickel – ob absichtlich oder unabsichtlich – geöffnet werden, können Bakterien hineingelangen, die wiederum zu Entzündungen führen können. Es entstehen „blühende Pickel„.

    Abgesehen von den Veränderungen im Hormonhaushalt, existieren aktuell zwei Hypothesen, die das Auftreten von Akne tarda erklären können. Das sind zum einen spezielle Medikamente, und zum anderen chronischer Stress im Beruf oder auch im Privatbereich.

    Die Hypothese, die chronischen Stress als Ursache sieht, wurde Anfang der 1990er Jahre vom Dermatologen Professor Albert Kligman aufgestellt. Seine Hypothese galt lange Zeit als umstritten, bis sie von Professor William J. Cunliffe, einem anerkannten Akne-Experten, in Form einer Studie bestätigt wurde.

    Außerdem wurde bereits nachgewiesen, dass Medikamente wie Kortison, Mittel gegen Epilepsie und Antidepressiva Akne tarda hervorrufen können.

    Es kann davon ausgegangen werden, dass die Zahl der Patienten, die unter Spätakne leiden, zukünftig ansteigen wird.

    Der Grund: Immer mehr Menschen ernähren sich ungesund und hauptsächlich von industriell gefertigte Produkte, die zahlreiche fragwürdige Zusatzstoffe beinhalten.

    Wie kann die Spätakne behandelt werden?

    Die Behandlung der Spätakne kann grundsätzlich wie alle anderen Akne Formen behandelt werden. Bei der Behandlung ist viel Geduld erfordert, denn die Dauer kann sich über Wochen teilweise bis zu Monate ziehen. 

    Neben dem Einsatz von Antibiotika wie Tetracyclin gibt es die Lichttherapie oder kosmetische Behandlungsansätze. 

    Den passenden Arzt finden

    Zuallererst sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen, um abklären zu lassen, ob es sich bei den Pickeln um Akne tarda oder lediglich eine Allergie handelt. Im selben Schritt wird der Arzt – je nach Befund – eine Behandlungsstrategie vorschlagen, an die sich der Patient halten sollte. Empfehlungswert ist hierfür die Arztsuche auf jameda.de

    Antibabypille für ein besseres Hautbild

    Antibabypillen der aktuellen Generation beinhalten häufig Antiandrogene, die die Konzentration von männlichen Sexualhormonen im weiblichen Körper senken können. Diese Antibabypillen sind dafür bekannt, für ein besseres Hautbild zu sorgen. Auch bei Spätakne können diese Wirkstoffe weiterhelfen.

    Antibiotische Creme

    Wenn sich die Pickel bereits entzündet haben, ist dies ein Anzeichen für die Anwesenheit von Bakterien. In solchen Fällen empfiehlt sich eine antibiotische Creme, die die Bakterien abtötet und eine weitere Ausbreitung verhindert.

    Peeling bis Schälkur

    Je nachdem wie stark die Hauterkrankung ausgeprägt ist, werden Peelings oder richtige Schälkuren (Mikrodermabrasion) empfohlen, die die oberen Hautschichten abtragen. Auch auf diese Weise lässt sich das Hautbild verbessern.

    No'Go's und Empfehlungen

    Pickel nicht selbst ausdrücken. Besonders starke Pickel sollten stets von ausgebildetem Fachpersonal geöffnet werden. Wenn es selbst versucht wird, kann es zu Schädigungen der Haut kommen, die die Akne tarda nur weiter verschlimmern. Häufig dringen dabei aufgrund von kontaminierten Fingern noch mehr Bakterien in die offenen Wunden ein.

    Bei Akne tarda darf Makeup verwendet werden, sofern dieses nur dezent aufgetragen wird. Die Haut muss noch atmen können. Mit einem dezenten Makeup lässt sich eine leichte Form der Akne tarda relativ einfach kaschieren, was insbesondere dem Selbstbewusstsein zugutekommt. Zu viel Kosmetik kann allerdings auch zu einer Kosmetik-Akne führen. 

    Ernährungsumstellung

    Es ist bekannt, dass eine ungesunde und künstliche Ernährung Spätakne begünstigt. Es wird deshalb empfohlen, sich möglichst naturnah und ohne künstliche Zusatzstoffe zu ernähren.

    Rotlicht

    Es ist bewiesen, dass die Bestrahlung mit Rotlicht zu einer Verbesserung des Hautbildes beitragen kann. Eine entsprechende Lampe kann man sich bereits für wenig Geld zulegen.

    Entspannungsübungen und Sport

    Es ist bekannt, dass eine ungesunde und künstliche Ernährung Spätakne begünstigt. Es wird deshalb empfohlen, sich möglichst naturnah und ohne künstliche Zusatzstoffe zu ernähren.

    Regelmäßige Saunagänge

    Saunieren öffnet die Poren, senkt den Stresslevel und trägt zur Entspannung bei. Wer nicht in die Sauna gehen möchte, der kann sich Zuhause eine Gesichtssauna einrichten. Zur Not reichen auch ein Topf mit heißem Wasser und ein Handtuch aus, um die Gesichtsporen zu öffnen. Achtung: Nicht verbrühen!

    Stress vermeiden

    Wie wir bereits erwähnt haben, kann Stress eine Hauptursache für die Entstehung von Akne tarda sein. Es wird deshalb empfohlen, Stress so gut es geht zu vermeiden. Im Beruf kann man beispielsweise manche Arbeiten an Kollegen abgeben.

    1. Adult Acne Causes, Treatments, & More – WebMD 
    2. Porphyria cutanea tarda – Wikipedia
    3. Akne im Erwachsenenalter – April 2013, Volume 64, Issue 4, pp 241–251 – T. Jansen – SpringerLink
    4. Arch Dermatol Res. 1993;284(8):451-5. Adrenal androgen abnormalities in women with late onset and persistent acne. Aizawa H, Niimura M. – ncbi
    5. Arch Dermatol. 2005 Mar;141(3):333-8. Correlation between serum levels of insulin-like growth factor 1, dehydroepiandrosterone sulfate, and dihydrotestosterone and acne lesion counts in adult women. Department of Internal Medicine, The Medical College of Wisconsin, Milwauke, USA. – ncbi
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